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AntiScam Mobile: Neuer Schutz gegen SIM-Swapping und Phishing

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 08:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AntiScam Mobile und cyan AG launchen neue Sicherheitsdienste gegen Mobilfunkbetrug. KI-gestützte Angriffe nehmen zu, Schäden übersteigen eine Billion Dollar.

Neue Schutzlösungen gegen Mobilfunk-Betrug: AntiScam Mobile und cyan AG erweitern Angebot
Abstrakte digitale Netzwerkstruktur mit einem Smartphone, das ein Sicherheitssymbol anzeigt, als Metapher für Cybersicherheit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mehrere Technologieunternehmen bringen neue Schutzlösungen gegen Mobilfunk-Betrug auf den Markt. Die Plattformen richten sich an Endverbraucher und sollen Phishing, Identitätsdiebstahl und manipulierte Finanztransaktionen eindämmen.

AntiScam Mobile: Schutz für Banken und Provider

Anfang August starteten Digimune und AnyTech365 die Plattform AntiScam Mobile. Internetanbieter, Banken und Versicherungen können die White-Label-Lösung ihren Kunden als integrierte Sicherheitsfunktion anbieten. Die Anwendung schützt gegen Phishing, Sprachbetrug und SIM-Swapping – eine Masche, bei der Angreifer Mobilfunknummern übernehmen, um Zwei-Faktor-Authentifizierungen zu umgehen.

Der Hintergrund ist alarmierend: Der jährliche Schaden durch mobilen Betrug hat global die Marke von einer Billion US-Dollar überschritten. Über 80 Prozent der Verbraucher erhielten im vergangenen Jahr verdächtige Kurznachrichten. Die Lösung startet zunächst für Android, eine iOS-Version folgt. Neben einem kostenfreien Modell gibt es ein erweitertes Abo für weniger als 30 Australische Dollar pro Jahr.

cyan AG expandiert mit Orange nach Rumänien

Parallel dazu baut die cyan AG ihre europäische Präsenz aus. Am 31. Juli 2026 startete das Unternehmen erweiterte Cybersicherheitslösungen bei Orange Romania. Der Dienst kombiniert netzwerkbasierten Schutz für Mobilfunk- und Festnetzkunden mit Gerätesicherheit.

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Die Technik nutzt DNS-basierte Filterung, die bösartige Websites, Malware und Trojaner blockiert – ganz ohne zusätzliche Softwareinstallation. Der Service richtet sich zunächst an Privatkunden und kleine Büros (SOHO), Geschäftskunden sollen später folgen. cyan-CEO Markus Cserna spricht von einem wichtigen Meilenstein. Orange-Romania-Chef Julien Ducarroz betont den angestrebten Rundumschutz für über 11 Millionen Kunden. Die Partnerschaft besteht seit Juli 2025.

Bedrohungslage: KI-gestützte Angriffe nehmen zu

Die Dringlichkeit neuer Schutzlösungen belegen aktuelle Schadensberichte. Laut einer Untersuchung von Stoïk aus dem Frühjahr 2026 stammen 98 Prozent aller Cyberbetrugsfälle aus E-Mails. Rund 60 Prozent der finanziellen Schäden gehen auf diese Vorfälle zurück, die durchschnittlichen Betrugssummen liegen im fünfstelligen Bereich.

Auch das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein und das Bundeskriminalamt warnen vor der anhaltend hohen Bedrohungslage. Betrüger setzen zunehmend auf psychologischen Druck: künstlich erzeugter Zeitdruck oder vermeintliche Sicherheitswarnungen von Behörden und Paketdiensten sollen persönliche Daten abgreifen. Sicherheitsforscher von ESET dokumentierten erste Fälle von Android-Malware mit generativer KI sowie eine Verdopplung von Angriffen durch gefälschte Browser-Updates.

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Mobilfunknummer als Zahlungsidentität

Neue Identitätskonzepte könnten den digitalen handel verändern. Das Projekt Ringup nutzt die Mobilfunknummer als Zahlungsidentität für KI-Sprachagenten. SIM-Swap-Erkennung über standardisierte Schnittstellen soll Transaktionen per Sprachbefehl absichern. Branchenkenner erwarten bis Mitte der 2030er Jahre ein massives Marktwachstum – die strengen regulatorischen Anforderungen in Deutschland bleiben jedoch eine Hürde.

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