App Store: Apple passt Preise ab 14. September in vier LĂ€ndern an
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 06:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple hat angekĂŒndigt, Entwicklererlöse und Verbraucherpreise fĂŒr Apps, In-App-KĂ€ufe und Abonnements in mehreren internationalen Storefronts anzupassen. Grund sind geĂ€nderte Steuervorschriften in einzelnen LĂ€ndern, die Auswirkungen auf die Preisgestaltung im App Store haben. Die AnkĂŒndigung erfolgte ĂŒber den Apple Developer Blog.
SteuerÀnderungen in mehreren LÀndern
Konkret treten die neuen Steuerregeln mit sofortiger Wirkung in Kraft: In Marokko gilt kĂŒnftig eine Mehrwertsteuer von 20 Prozent, in der Republik Kongo liegt der Satz bei 18 Prozent. In Tansania steigt die Digitalsteuer von zuvor 2 Prozent auf 3 Prozent. Diese Anpassungen betreffen unmittelbar die Berechnung der Preise, die Nutzer im App Store zahlen, sowie die Erlöse, die Entwickler aus VerkĂ€ufen in den jeweiligen Regionen erhalten.
Preisanpassungen greifen ab Mitte September
WĂ€hrend die steuerlichen Ănderungen bereits gelten, wirken sich die daraus resultierenden Preisanpassungen fĂŒr Endkunden erst ab dem 14. September 2026 aus. Betroffen sind die Storefronts in Israel, Indonesien, Marokko und der Republik Kongo. Nutzer in diesen LĂ€ndern mĂŒssen ab diesem Datum mit verĂ€nderten Preisen fĂŒr Apps, In-App-KĂ€ufe und Abonnements rechnen.
Eine Ausnahme gilt fĂŒr automatisch verlĂ€ngerbare Abonnements: Diese sind von den aktuellen PreisĂ€nderungen ausgenommen und bleiben zunĂ€chst von der Anpassung unberĂŒhrt.
Tansania verschĂ€rft Regeln fĂŒr auslĂ€ndische Digitalanbieter
UnabhĂ€ngig von der Anpassung durch Apple hat Tansania seine steuerlichen Vorgaben fĂŒr auslĂ€ndische Anbieter digitaler Dienstleistungen verschĂ€rft. Bereits seit dem 1. Juli 2026 gilt eine Verbrauchsteuer von 17 Prozent auf elektronische Kommunikationsdienste.
Wer sich mit internationalen SteuerÀnderungen und komplexen Abgaben befasst, sollte auch die hiesigen Regelungen genau im Blick behalten. Dieser kostenlose Steuer-Ratgeber zeigt, wie Sie Voranmeldungen korrekt abgeben und teure Fehler vermeiden. Kostenlosen Umsatzsteuer-Ratgeber jetzt herunterladen
FĂŒr Pay-TV- und Video-on-Demand-Angebote liegt der Satz bei 7 Prozent, wĂ€hrend Werbung fĂŒr GlĂŒcksspiel und Geldtransferdienste mit 10 Prozent besteuert wird. AuslĂ€ndische Anbieter, die von diesen Regelungen betroffen sind, mĂŒssen sich bis zum 29. September 2026 bei den tansanischen Behörden registrieren lassen.
Auch Sansibar zieht nach
Auch die tansanische Insel Sansibar passt ihr Steuersystem an: Dort wird kĂŒnftig eine Mehrwertsteuer von 18 Prozent erhoben. FĂŒr die Umstellung wurde eine Ăbergangsfrist eingerĂ€umt, die bis zum 1. Januar 2027 lĂ€uft. Unternehmen und Anbieter digitaler Dienste haben damit noch einige Monate Zeit, sich auf die neuen Anforderungen einzustellen.
Nicht nur im Ausland, auch im deutschen Steuerrecht lauern fĂŒr Gewerbetreibende oft ungeahnte Fallstricke bei der Abrechnung. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Download, wann Sie wirklich umsatzsteuerpflichtig sind und wie Sie eine USt-SonderprĂŒfung sicher bestehen. Hier kostenlosen PDF-Ratgeber sichern
Bedeutung fĂŒr Entwickler und Nutzer
FĂŒr Entwickler, die ihre Apps und Dienste ĂŒber den App Store in den genannten LĂ€ndern anbieten, bedeuten die Ănderungen direkte Auswirkungen auf ihre Nettoerlöse, da sich die steuerliche Belastung auf die Endverkaufspreise durchschlĂ€gt.
Nutzer in Israel, Indonesien, Marokko und der Republik Kongo sollten sich ab dem 14. September 2026 auf verÀnderte Preise in ihren jeweiligen App-Store-Konten einstellen.
Wer in einem der betroffenen LĂ€nder digitale Inhalte ĂŒber Apples Plattform bezieht oder anbietet, ist gut beraten, die Preislisten und ErlösĂŒbersichten in den kommenden Wochen genau zu prĂŒfen, um von den Anpassungen nicht ĂŒberrascht zu werden.
