Apple-Aktie: Allzeithoch auf 328,53 Dollar nach China-Freigabe
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 22:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Grund sind regulatorische Erfolge in China und Berichte über mögliche Übernahmen im KI-Bereich. Der Kurs stieg um über vier Prozent auf 328,53 US-Dollar – umgerechnet rund 290 Euro. Seit Ende Juni hat der iPhone-Konzern rund 600 Milliarden Euro an Börsenwert zugelegt.
Grünes Licht aus Peking für „Apple Intelligence“
Der wichtigste Kurstreiber: Chinas Internetaufsicht hat Apples KI-Dienst „Apple Intelligence“ zur Registrierung freigegeben. Um die strengen lokalen Auflagen zu erfüllen, hat Apple Partnerschaften mit den Tech-Giganten Alibaba und Baidu geschlossen. Alibaba bestätigte, dass sein Modell „Tongyi Qwen“ die KI-Funktionen auf iPhone, iPad und Mac in China antreiben wird.
Technisch beeindruckend: Mit Hilfe von PrismML-Technologie wurde das Qwen-Modell auf unter vier Gigabyte komprimiert – so läuft es effizient direkt auf dem Gerät. China bleibt für Apple ein entscheidender Markt: Rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes stammen von dort. Im zweiten Quartal 2026 legten die iPhone-Auslieferungen in der Region um 24,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.
Milliarden für die KI-Infrastruktur
Doch nicht nur die China-Nachricht beflügelt die Anleger. Apple prüft offenbar die Übernahme von KI-Chip-Startups. Der Konzern will seine Server-Infrastruktur für künstliche Intelligenz ausbauen – bisher setzt man auf eine Mischung aus eigenen M2-Ultra-Chips und Nvidia-Servern über Google Cloud.
Zwar hat sich der nächste KI-Server-Chip mit dem Codenamen „Baltra“ Berichten zufolge verzögert. Doch Apple hat bereits vorgelegt: Erst Anfang des Jahres übernahm man das israelische KI-Startup Q.ai für knapp zwei Milliarden Euro. Analysten sehen darin einen strategisch klugen, aber vergleichsweise vorsichtigen Ansatz – anders als manche Wettbewerber, die mit Milliarden um sich werfen.
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Marktanteile trotz schrumpfendem Markt
Die Rekordjagd kommt zu einer Zeit, in der die globale Smartphone-Branche insgesamt schrumpft. Im zweiten Quartal 2026 fiel der Gesamtmarkt um elf Prozent. Apple hingegen wuchs: Der weltweite Marktanteil stieg von 16 auf 20 Prozent. Grund ist ein starker Erneuerungszyklus, angetrieben durch die iPhone-17-Serie.
Die Zahlen sprechen für sich: Apples Dienstleistungssparte – mit App Store und iCloud – erzielte mit 31 Milliarden Euro einen Rekordumsatz bei einer atemberaubenden Marge von 76,7 Prozent. Der Börsenwert des Konzerns liegt nun bei rund 4,7 Billionen Euro. Die Analysten von Morgan Stanley und Citi haben ihre Kursziele auf umgerechnet 320 beziehungsweise 325 Euro angehoben – sie setzen auf Marktanteilsgewinne und KI-gestützte Funktionen.
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Ausblick: Quartalszahlen und Führungswechsel
Am 30. Juli legt Apple die Zahlen für das dritte Quartal vor. Parallel bahnt sich ein Führungswechsel an: Tim Cook soll den Vorsitz des Verwaltungsrats übernehmen, John Ternus wird voraussichtlich neuer CEO. Für 2026 sichert sich Apple bereits Komponenten für rund 220 Millionen Smartphones. Und ein faltbares iPhone? Das soll Anfang 2027 kommen.
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