Apple iMac: LCD-Modelle könnten parallel zu OLED-Geräten ab 2029 starten
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 06:55 Uhr | Redaktion boerse-global.deApple hat eine Informationsanfrage für LCD-Panels künftiger iMac-Modelle an den Zulieferer BOE Technology sowie weitere Hersteller verschickt. Wie ZDNET Korea berichtet, zielt die Anfrage auf eine Markteinführung um das Jahr 2029 ab.
Parallel dazu ging eine entsprechende Anfrage für LCD-Panels künftiger Studio-Display-Modelle an LG Display. Damit zeichnet sich für die Desktop-Sparte des Konzerns eine längerfristige Zweigleisigkeit ab, als bisher in der Branche angenommen wurde.
Mögliche Koexistenz von LCD und OLED
Bisherige Erwartungen im Markt gingen davon aus, dass Apple den iMac sowie das Studio Display bis zum Ende des Jahrzehnts schrittweise auf organische Leuchtdioden umstellen würde. Die aktuellen Anfragen deuten jedoch auf eine parallele Strategie aus OLED und LCD hin.
Demnach könnte ein LCD-basierter iMac etwa zeitgleich mit dem ersten OLED-Modell erscheinen, dessen Marktstart für 2029 oder 2030 erwartet wird. Branchenvertreter halten einen gleichzeitigen Verkauf beider Display-Varianten für wahrscheinlich.
Zwischen der ersten Informationsanfrage über eine detaillierte Angebotsaufforderung bis hin zur Finalisierung und Serienproduktion vergeht üblicherweise viel Zeit. Die jüngsten Schritte beziehen sich daher nicht auf kurzfristig anstehende Produktgenerationen. Seitens Apple liegt bislang keine offizielle Bestätigung für diese Pläne vor.
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Marktfaktoren und personelle Weichenstellungen
Hinter dem verlangsamten Umstieg auf OLED stehen mehrere wirtschaftliche Faktoren. Dazu zählen schwächere Verkäufe des OLED-iPad-Pro, das seit 2024 auf dem Markt ist, sowie stark gestiegene Preise für Speicherchips. Für diese Komponenten rechnen Branchenbeobachter auch für das Jahr 2027 mit weiter anziehenden Kosten. Zudem gilt der neue CEO John Ternus laut Berichten nicht als treibende Kraft für eine rasche OLED-Einführung.
Als Lieferanten für LCD-Panels werden neben LG Display und BOE auch Tianma für kleinere LCDs gehandelt. CSOT plant laut Berichten zudem die Bereitstellung einer Musterlieferung.
Entwicklungsstand bei OLED-Panels
Parallel zu den LCD-Anfragen treibt Apple nach Informationen von The Elec die Entwicklung eines 24-Zoll-iMac-OLED-Panels voran. Samsung Display und LG Display erhielten hierfür ebenfalls Informationsanfragen, auf die Ausschreibungen folgen sollen.
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Die aktuellen Zielspezifikationen liegen bei einer Diagonale von 24 Zoll, einer Helligkeit von 600 nits sowie einer Pixeldichte von 281 ppi. Für künftige OLED-iMacs wird darüber hinaus QD-OLED mit 220 ppi angestrebt, während aktuelle QD-OLED-Panels 160 ppi erreichen.
Samsung Display arbeitet dem Vernehmen nach mit QD-OLED am iMac-Projekt und erwägt einen fünfschichtigen Aufbau. LG Display prüft demgegenüber ein fünfschichtiges W-OLED-Konzept, nachdem ein früherer Vorschlag mit vier Schichten keine Beachtung gefunden hatte. Langfristig wird auch der Einsatz von RGB-OLED geprüft.
Das aktuelle Display-Portfolio
Der aktuelle iMac verfügt über einen 24-Zoll-Bildschirm mit 4.5K-Auflösung und einer Helligkeit von 500 nits. Das bestehende Studio Display bietet 27 Zoll mit 5K-Auflösung, 600 nits sowie einer Bildwiederholrate von 60 Hz.
Ergänzend dazu brachte Apple im März 2026 das Studio Display XDR auf den Markt, das bei 27 Zoll und 5K auf Mini-LED-Technik mit über 2000 Dimmzonen, eine HDR-Spitzenhelligkeit von 2000 nits und 120 Hz setzt.
