Apple, M-Chips

Apple M-Chips: M6 Pro und Max gestrichen, M7 kommt 2027

06.07.2026 - 00:33:24 | boerse-global.de

Apple lässt die Profi-Chips M6 Pro und Max aus und fokussiert auf die KI-optimierte M7-Serie für 2027. Profi-Nutzer müssen mit einer 18-monatigen Durststrecke rechnen.

Apple überspringt M6 Pro/Max: M7-Chips für KI-Boost geplant
Apple - Ein futuristischer Mikrochip mit leuchtenden Schaltkreisen und digitalen Datenströmen, der technologische Entwicklung darstellt. 06.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Konzern überspringt ganze Prozessor-Generationen, um schneller bei Künstlicher Intelligenz zu sein. Das hat Folgen für Profi-Anwender.

M6 Pro und M6 Max gestrichen – M7 kommt früher

Apple plant offenbar einen radikalen Schritt: Die Chips M6 Pro und M6 Max werden komplett ausgelassen. Stattdessen treibt der Konzern die Entwicklung der M7-Serie voran, die speziell auf KI-Workloads ausgelegt ist. Das berichten Branchenkenner Anfang Juli 2026.

Erstmals seit dem Umstieg auf eigene Prozessoren im Jahr 2020 überspringt Apple damit eine komplette Chip-Stufe. Die M6-Familie soll zwar im Herbst 2026 erscheinen – jedoch nur als Basis-Chip für Einsteiger-Macs und iPads. Profi-Nutzer müssen sich gedulden: Die Modelle M7 Pro, M7 Max und M7 Ultra werden erst für die erste Jahreshälfte 2027 erwartet. Das bedeutet eine Durststrecke von rund 18 Monaten.

Hintergrund des Strategiewechsels sind mehrere Faktoren. Die Fertigung im 2-Nanometer-Verfahren gestaltet sich komplex. Zudem will Apple einen echten Sprung in der KI-Rechenleistung erzielen. Erste technische Daten deuten darauf hin, dass die M7-Serie mit dem Codenamen „Delos" eine Speicherbandbreite von rund 240 GB/s erreichen soll – ein deutlicher Anstieg gegenüber M5 und M6.

Die Lücke für Profis soll vorerst die M5-Generation schließen. High-End-MacBook-Pro-Modelle Ende 2026 werden voraussichtlich mit M5 Pro und M5 Max ausgestattet.

MacBook Pro mit OLED und Touch – aber teurer

Parallel zu den Chip-Neuigkeiten bereitet Apple eine umfassende Überarbeitung des MacBook Pro vor. Ein neues Einsteiger-Modell mit 14 Zoll soll in der ersten Jahreshälfte 2027 zusammen mit den M7-Chips auf den Markt kommen. Die Neuerungen umfassen OLED-Displays, Touch-Unterstützung und die Integration der Dynamic Island.

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Doch die technischen Fortschritte haben ihren Preis. Die Einstiegspreise für MacBook Pro liegen bereits bei rund 1.900 Euro. Analysten rechnen mit weiteren Aufschlägen: bis zu 280 Euro mehr für bestimmte Laptop-Konfigurationen und etwa 185 Euro für künftige iPad-Pro-Modelle, die im Frühjahr 2027 ebenfalls M7-Chips erhalten sollen.

Selbst aktuelle Modelle bleiben von Preissteigerungen nicht verschont. Das MacBook Air M5, das im Frühjahr 2026 getestet wurde, erhielt Bestnoten für Effizienz und Akkulaufzeit – kostete aber rund 90 Euro mehr als sein Vorgänger.

Reparierbarkeit: Apples uneinheitliche Linie

Während Apple seine Chips immer leistungsfähiger macht, bleibt die Frage nach Aufrüstbarkeit und Reparatur ein heikles Thema. Analysen aktueller Hardware zeigen ein uneinheitliches Bild.

Der Mac mini von 2024 überraschte mit einem gewissen Maß an Modularität: Sein SSD-Modul ist austauschbar. Zwar verwendet Apple ein proprietäres Format statt des üblichen M.2-Standards, doch mit der Kalibrierungssoftware Apple Configurator lässt sich die Kapazität erweitern. Das Gerät erhielt eine Reparierbarkeitswertung von 7 von 10 Punkten und gilt als erster CO2-neutraler Mac.

Andere Profi-Geräte sehen deutlich schlechter aus:

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  • Mac Studio: Zwar sind modulare Steckplätze vorhanden, doch Software-Sperren verhindern Kapazitäts-Upgrades durch den Nutzer. Nur der Tausch gleichgroßer Laufwerke ist per DFU-Wiederherstellung möglich.
  • MacBook Pro und Air: Bei den meisten aktuellen Modellen – einschließlich M2 und M5 – sind RAM und SSDs fest verlötet. Nachträgliche Aufrüstung ist ausgeschlossen.
  • Mac Pro: Der Arbeitsspeicher lässt sich werkzeuglos tauschen. Doch beim SSD-Wechsel greift eine Sicherheitssperre, die nur mit proprietären Apple-Diagnosewerkzeugen gelöst werden kann.

Für Besitzer älterer Hardware bleibt der Gebrauchtmarkt eine Option. Modelle wie das MacBook Pro von 2013 bis 2015 oder bestimmte MacBook Air von 2013 bis 2017 gelten 2026 noch als tauglich für leichte Aufgaben – dank ihres austauschbaren NVMe-kompatiblen Speichers. Bei allen M-Serien-Laptops bleibt der externe SSD die empfohlene Lösung, um mehr Speicherplatz zu schaffen.

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