Apple-Preisschock: Reseller fordern 3.000 Euro Nachzahlung
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 12:12 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Nach drastischen Preiserhöhungen fordern autorisierte Apple-Reseller von Kunden zusĂ€tzliche Zahlungen fĂŒr bereits vollstĂ€ndig bezahlte Bestellungen. Ein PrĂ€zedenzfall in GroĂbritannien sorgt jetzt fĂŒr Empörung.
Der Fall des britischen HĂ€ndlers KRCS sorgt fĂŒr Aufsehen: Ein Kunde bestellte am 5. Juni ein M5 Max MacBook Pro mit 128 GB Arbeitsspeicher und bezahlte den vollen Kaufpreis. Nach Apples globaler Preisanpassung am 25. Juni forderte der HĂ€ndler eine Nachzahlung von knapp 3.000 Euro â andernfalls drohe die Stornierung.
Die GeschĂ€ftsbedingungen des Resellers enthalten nach Recherchen keine Klausel, die nachtrĂ€gliche Preiskorrekturen bei vollstĂ€ndig bezahlten VertrĂ€gen erlaubt. Apple selbst betonte gegenĂŒber betroffenen Kunden, dass man diese Praxis bei DirektverkĂ€ufen nicht anwende. Der Fall wurde inzwischen an die FĂŒhrungsebene des Konzerns eskaliert.
Preisschock in Asien: Bis zu 33 Prozent mehr
Die Preisrunde trifft Apples gesamte Computer-Palette. In China hob der Hersteller die Preise fĂŒr Mac- und iPad-Modelle am 7. Juli um 15 bis 25 Prozent an. Besonders hart traf es den Mac mini: Einige Konfigurationen verteuerten sich um 33 Prozent. High-End-Modelle kosten nun umgerechnet bis zu 450 Euro mehr.
Auch in Indonesien schlugen die neuen Preise voll durch. Ein 16-Zoll MacBook Pro M5 Max mit 2 TB Speicher stieg von umgerechnet rund 4.900 auf 5.800 Euro â ein Plus von fast 900 Euro. Selbst das Einstiegsmodell MacBook Neo wurde um mehrere Hundert Euro teurer.
Chip-Knappheit als Treiber
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Branchenbeobachter fĂŒhren die massiven Preiskorrekturen auf die weltweit steigende Nachfrage nach KI-Rechenleistung zurĂŒck. Die Folge: Eine globale Verknappung von Hochleistungs-Speicherchips, die die Produktionskosten fĂŒr Premium-Laptops und Tablets in die Höhe treibt. Apple reagiert als erster groĂer Hersteller mit flĂ€chendeckenden Preisanpassungen.
HĂ€ndler mit unterschiedlichen Strategien
WÀhrend einige Reseller bestehende Bestellungen stornieren, um die Ware zu höheren Preisen neu anzubieten, fahren andere eine gegenteilige Strategie: Sie rÀumen ihre Lager mit Rabatten auf aktuelle BestÀnde.
In den USA locken Amazon und B&H mit deutlichen PreisnachlĂ€ssen auf die M5-Serie. Das 14-Zoll M5 Pro MacBook Pro gibt es aktuell 449 US-Dollar unter dem neuen Listenpreis. Das 15-Zoll MacBook Air M5 ist fĂŒr 1.249,99 Dollar zu haben â ein Rabatt von 250 Dollar.
HĂ€ndler fordern bis zu 3.000 Euro Nachzahlung fĂŒr bereits bezahlte Bestellungen â ein Alarmsignal fĂŒr alle, die ein neues MacBook planen. Doch es gibt eine gute Nachricht: Einige Reseller rĂ€umen ihre Lager mit satten Rabatten. Unser Report zeigt Ihnen die besten Deals und wie Sie von der Chip-Knappheit profitieren. Rabatt-Report jetzt sichern
In Indien gewÀhrt der HÀndler Vijay Sales zeitlich befristete Rabatte von umgerechnet bis zu 220 Euro auf das MacBook Air M5.
Marktbeobachter sehen in diesen Aktionen ein Zeitfenster fĂŒr SchnĂ€ppchenjĂ€ger: Sobald die aktuellen LagerbestĂ€nde aufgebraucht sind, werden die neuen, höheren GroĂhandelspreise voll durchschlagen. Wer noch zu den alten Preisen kaufen will, sollte sich beeilen.
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