Apple Smart Glasses: N50 kommt frĂĽhestens Ende 2027
31.05.2026 - 20:18:58 | boerse-global.deApple verzögert den Marktstart seiner KI-gestützten Smart Glasses um ein Jahr. Die neue Datenbrille mit dem Codenamen N50 kommt nun frühestens Ende 2027.
Der Technologiekonzern aus Cupertino ĂĽberarbeitet seine Strategie fĂĽr das Wearable-Segment grundlegend. Statt wie ursprĂĽnglich geplant Ende 2026 soll die Brille nun im Laufe des Jahres 2027 auf den Markt kommen. Das berichten mit der Entwicklung vertraute Kreise.
Während Apple an der Zukunft der Wearables arbeitet, nutzen viele Anwender bereits heute nicht das volle Potenzial ihrer aktuellen Geräte. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen die wichtigsten Einstellungen, um Ihr iPhone schon jetzt optimal auf kommende Neuerungen vorzubereiten. Welche iPhone-Einstellung Sie nach jedem Update sofort überprüfen sollten
KI und Gesundheit statt Augmented Reality
Anders als viele erwartet hatten, setzt Apple bei der ersten Generation der N50 nicht auf eine vollwertige Augmented-Reality-Darstellung. Stattdessen konzentrieren sich die Ingenieure auf künstliche Intelligenz und Gesundheitsfunktionen. Die Brille wird ovale Kameras, integrierte Mikrofone und Lautsprecher enthalten – und voll auf Apples KI-System Apple Intelligence sowie den Sprachassistenten Siri setzen.
Aktuell testet das Unternehmen vier verschiedene Rahmen-Designs und mehrere Stilvarianten. Ziel ist es, eine breite Zielgruppe anzusprechen. Branchenbeobachter rechnen damit, dass das Gerät als iPhone-Zubehör funktionieren wird. Das Gewicht soll unter 50 Gramm bleiben – ein entscheidender Faktor für den Tragekomfort.
Die Preisstrategie zielt auf den mittleren Markt ab: Zwischen 200 und 600 Euro soll die Brille kosten. Damit wĂĽrde Apple direkt mit traditionellen Brillenherstellern wie EssilorLuxottica und Safilo konkurrieren.
Verzögerungen im gesamten Spatial-Computing-Portfolio
Die Verschiebung der N50 hat auch Auswirkungen auf Apples weitere Produktpläne im Bereich räumliches Computing. Eine günstigere Version des Vision-Pro-Headsets – intern als Vision Air bezeichnet – wird frühestens Ende 2028 oder 2029 erwartet. Auch eine zweite Generation der Vision Pro ist vor 2028 nicht in Sicht.
Die Verzögerung bei den Smart Glasses ist offenbar auf technische Hürden bei der visuellen KI-Technologie zurückzuführen. Apple verfolgt dabei einen typischen Konzernansatz: Statt als Erster auf den Markt zu drängen, setzt das Unternehmen auf Datenschutz und lokale Datenverarbeitung – ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz.
Die neue Brille setzt voll auf künstliche Intelligenz, doch viele Nutzer wissen noch gar nicht, wie sie KI-Tools im Alltag sinnvoll einsetzen können. Ein neuer Gratis-Report liefert Ihnen fertige Anleitungen und Beispiele, um KI-Assistenten wie ChatGPT schon heute effektiv für sich zu nutzen. Kostenlosen PDF-Report für KI-Einsteiger jetzt herunterladen
Meta und Acer drĂĽcken aufs Tempo
Während Apple Zeit braucht, ziehen die Wettbewerber davon. Meta hat im vergangenen Jahr mehr als sieben Millionen Einheiten seiner Ray-Ban-Smart-Glasses verkauft und hält damit schätzungsweise 82 Prozent Marktanteil in diesem Segment. Für die zweite Jahreshälfte 2026 hat sich Meta ehrgeizige Ziele gesetzt: Zehn Millionen Wearables sollen über die Ladentheke gehen.
Die Modelloffensive von Meta ist ambitioniert:
- Im Juni startet ein Modell mit dem Codenamen Modelo
- Im Herbst folgen Luna und ein ĂĽberarbeitetes Ray-Ban-Modell
- Im Dezember kommt mit Mojito VIP eine High-End-Version
Zusätzlich arbeitet Meta an einem KI-gestützten Anhänger, der auf der Technologie der Limitless-Übernahme basiert. Die Tests dafür sollen Anfang 2027 beginnen. Doch die Reality-Labs-Sparte von Meta bleibt ein finanzielles Sorgenkind: Im ersten Quartal 2026 verbuchte sie einen Verlust von rund 3,7 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 370 Millionen Euro.
Auch Acer mischt mit. Der taiwanesische Hersteller hat zwei Modelle für das vierte Quartal 2026 angekündigt. Die AR Vision GR0 ist eine kabelgebundene Augmented-Reality-Brille für 460 Euro. Das Modell GI0 setzt dagegen auf Künstliche Intelligenz, arbeitet drahtlos mit Google Gemini und verfügt über eine 12-Megapixel-Kamera – zum Preis von 275 Euro.
Marktpotenzial und Produktionsprognosen
Trotz der Verzögerung bleibt das Potenzial enorm. Der globale Brillenmarkt wird auf umgerechnet rund 185 Milliarden Euro geschätzt. Apples Einstieg könnte diesen Markt ähnlich disruptiv verändern wie einst die Apple Watch die Uhrenbranche.
Branchenexperte Ming-Chi Kuo prognostiziert, dass Apple im ersten Verkaufsjahr zwischen drei und füllf Millionen Einheiten ausliefern könnte. Zum Vergleich: Die Apple Watch benötigte mehrere Jahre, um diese Größenordnung zu erreichen.
Ob die N50 tatsächlich zum nächsten Massenprodukt wird, hängt entscheidend davon ab, ob Apple die technischen Hürden rechtzeitig meistert und die versprochene KI-Integration überzeugend umsetzt. Die Konkurrenz schläft nicht – und der Kampf um die Nasen der Verbraucher hat gerade erst begonnen.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂĽr. Immer. Kostenlos.
