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Apple und chinesische Speicher: Senatoren setzen 21. August-Frist

Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 05:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple trotzt US-Senatoren und hÀlt an CXMT und YMTC fest. Trotz Kursverlusten und Preiserhöhungen steigt der Quartalsumsatz um 16,4 Prozent.

Apple hÀlt an chinesischen Speicherherstellern fest: Trotz US-Druck auf CXMT und YMTC
Nahaufnahme von Silizium-Speicherchips auf einem dunklen, industriellen Hintergrund. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Apple prĂŒft weiterhin die Einbindung der chinesischen Speicherhersteller ChangXin Memory Technologies (CXMT) und Yangtze Memory Technologies (YMTC) in seine globale Lieferkette. Wie Anfang August bekannt wurde, hĂ€lt das Unternehmen an diesen Optionen fest, obwohl US-amerikanische Gesetzgeber verstĂ€rkt einen Verzicht auf Komponenten dieser Anbieter fordern. Apple-CEO Tim Cook begrĂŒndete die Strategie mit der Notwendigkeit, die Anzahl der Zulieferer zu erhöhen, um die StabilitĂ€t des Angebots und eine wettbewerbsfĂ€hige Preisgestaltung sicherzustellen.

Widerstand aus dem US-Senat gegen chinesische Komponenten

Am 30. Juli 2026 richteten sieben US-Senatoren, darunter Schumer, Shaheen und Ricketts, ein Schreiben an den Apple-CEO. Darin forderten sie das Unternehmen auf, in sĂ€mtlichen Produkten auf Chips von CXMT und YMTC zu verzichten. Die Senatoren verwiesen auf die Liste des US-Verteidigungsministeriums ĂŒber chinesische MilitĂ€runternehmen sowie auf gesetzliche Bestimmungen des National Defense Authorization Act (NDAA) 2023. Diese sehen ab Dezember 2027 ein Verbot vor.

In dem Brief verlangten die Politiker zudem die Offenlegung von Details zu Testverfahren und Qualifizierungsprozessen fĂŒr die chinesischen Lieferanten. Sie warnten vor negativen Auswirkungen auf die US-Halbleiterindustrie in Bundesstaaten wie Indiana, Idaho, New York und Virginia. Apple wurde eine Frist bis zum 21. August 2026 gesetzt, um auf die parlamentarische Anfrage zu reagieren. Bisher hat das Unternehmen keine offizielle Stellungnahme zu dem Schreiben abgegeben.

Wirtschaftliche Herausforderungen durch steigende Speicherkosten

Hintergrund der BemĂŒhungen um neue Lieferanten ist die angespannte Lage auf dem Markt fĂŒr Speicherbausteine. CEO Tim Cook warnte Ende Juli vor einem massiven Preisanstieg, den er mit einem jahrhunderteigenen Hochwasserereignis verglich. Apple reagierte bereits im FrĂŒhsommer mit Preiserhöhungen von 15 bis 20 Prozent fĂŒr das MacBook und das iPad. JĂŒngsten Berichten zufolge belaufen sich die PreisaufschlĂ€ge bei Modellen des Mac, iPad und der Vision Pro auf Werte zwischen 150 US-Dollar und 300 US-Dollar.

Laut Cook gebe es bei DRAM-Speichern hauptsĂ€chlich drei etablierte Anbieter. Die Erschließung weiterer Quellen sei entscheidend, um den Kostensteigerungen entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang fĂŒhrt das Unternehmen bereits Verhandlungen mit CXMT und YMTC. Bereits im Juli wurde berichtet, dass Apple Chips von CXMT gezielt fĂŒr den chinesischen Markt teste.

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Quartalszahlen und Verschiebungen an den KapitalmÀrkten

Die strategischen Entscheidungen fallen in eine phase hoher VolatilitĂ€t fĂŒr die Apple-Aktie. Am 31. Juli 2026 verzeichnete das Papier einen KursrĂŒckgang von 7,35 Prozent auf 308,91 US-Dollar. Mit einer Marktkapitalisierung von 4,51 Billionen US-Dollar verlor Apple die Position als wertvollstes Unternehmen der Welt an Nvidia, das mit 4,86 Billionen US-Dollar bewertet wurde. Ein frĂŒherer Kursrutsch im Juni hatte Apple bereits den grĂ¶ĂŸten Tagesverlust seiner Geschichte in Höhe von 263 Milliarden US-Dollar an Marktwert eingebracht.

Dennoch meldete Apple fĂŒr das dritte Quartal des GeschĂ€ftsjahres 2026 solide operative Zahlen. Der Gesamtumsatz stieg um 16,4 Prozent auf 109,42 Milliarden US-Dollar. Das iPhone-Segment steuerte 54,25 Milliarden US-Dollar (+21,7 Prozent) bei, wĂ€hrend der Bereich Mac einen Umsatz von 10,35 Milliarden US-Dollar (+28,7 Prozent) erzielte. Die Dienstleistungssparte wuchs um 12,1 Prozent auf 30,739 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie (EPS) lag bei 2,02 US-Dollar.

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Verhandlungen mit der US-Administration

Trotz der Kritik aus dem Senat sucht Apple den direkten Dialog mit der Exekutive. Das Management traf sich Ende Juli mit Vertretern der Trump-Regierung, darunter Lutnick und Bessent. Dabei bat Apple um die Erlaubnis, DRAM-Speicher von CXMT beziehen zu dĂŒrfen. Gleichzeitig verschĂ€rft sich der Ton im US-ReprĂ€sentantenhaus: Abgeordnete forderten das Handelsministerium auf, CXMT auf die sogenannte Entity List zu setzen, was den Handel massiv einschrĂ€nken wĂŒrde. WĂ€hrend Apple auf die FlexibilitĂ€t seiner Lieferketten setzt, kritisierten Wettbewerber wie Micron die aktuelle Preispolitik des iPhone-Herstellers. Apple-CFO Parekh warnte zudem fĂŒr das vierte Quartal vor potenziellen LieferengpĂ€ssen und prognostizierte ein Umsatzwachstum von 9 bis 11 Prozent, was leicht unter den Erwartungen der Marktanalysten liegt.

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