Apple Wallet: Xiaomi-Autos entriegeln sich künftig per iPhone
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 06:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Technologiekonzern Apple weitet die Unterstützung für digitale Autoschlüssel in der Apple Wallet auf Fahrzeuge des chinesischen Herstellers Xiaomi aus. Wie aus aktuellen Analysen von Beta-Software am 27. August 2026 hervorgeht, bereitet Apple die Integration für die Xiaomi-Modelle SU7 sowie den YU7 SUV vor. Damit wird Xiaomi zum ersten direkten Smartphone-Wettbewerber, der den Apple-Standard für digitale Schlüssel adaptiert.
Expansion der digitalen Autoschlüssel in iOS 27
Die Entdeckung in der Beta-Version von iOS 27 deutet darauf hin, dass Nutzer künftig ihre Xiaomi-Elektrofahrzeuge mittels NFC über das iPhone oder die Apple Watch entriegeln und starten können. Diese Funktion soll ohne die Notwendigkeit von Face ID am Endgerät möglich sein.
Die strategische Entscheidung wird von Branchenexperten als wesentlicher Schritt für den chinesischen Markt gewertet, in dem Xiaomi eine starke Präsenz besitzt. Bereits auf der Entwicklerkonferenz WWDC im vergangenen Jahr war eine Ausweitung der Car-Key-Funktion angekündigt worden, die laut neuesten Erkenntnissen neben Xiaomi auch den Hersteller Lucid Motors umfassen soll.
Parallel zur Hardware-Integration erfährt die Benutzeroberfläche von CarPlay in iOS 27 signifikante Neuerungen. Berichten vom 27. August 2026 zufolge wird künftig die Videowiedergabe über die Apple TV-App und die iTunes-Bibliothek unterstützt, sofern das Fahrzeug über ein Breitbild-Display verfügt. Aus Sicherheitsgründen bleibt die Videoanzeige auf den Parkmodus beschränkt, während der Fahrt ist lediglich die Audiowiedergabe gestattet.
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Technologische Fortschritte in der Schlüssel-Produktion
Während Software-Giganten ihre Ökosysteme öffnen, treiben Zulieferer die Hardware-Entwicklung voran. Der globale Tier-1-Zulieferer YFORE Technology gab am 28. August 2026 den Start der ersten US-Produktion für digitale Schlüssel in Suwanee, Georgia, bekannt. Die dort gefertigten Systeme nutzen Technologien wie Bluetooth Low Energy (BLE), Ultra-Wideband (UWB) und NFC.
Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Bluetooth 6.0 Channel Sounding, wodurch die Reichweite der Systeme um 30 Prozent gesteigert werden konnte.
Die Spezifikationen ermöglichen eine Begrüßungsfunktion auf zehn Meter Distanz, passives Entsperren bei Annäherung auf zwei Meter sowie eine Wegfahrsperre ab einer Entfernung von sechs Metern. Zudem integriert das Unternehmen UWB-Radar zur Erkennung von Insassen. YFORE beliefert nach eigenen Angaben weltweit mehr als 30 Fahrzeughersteller.
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Vernetzung und Software-Ökosysteme im Wandel
Die zunehmende Digitalisierung des Fahrzeugzugangs wird durch regulatorische Rahmenbedingungen in Europa flankiert. Der EU Data Act ermöglicht ab September 2026 den direkten Zugriff auf OEM-Fahrzeugdaten ohne zusätzliche Nachrüsthardware.
Unternehmen wie Wialon nutzen diesen Rahmen bereits, um Telematikdaten von über 20 Marken, darunter Mercedes und Volvo, zu verarbeiten. Marktanalysten prognostizieren für den europäischen Telematikmarkt ein Wachstum von 22,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 67,5 Milliarden US-Dollar bis 2034.
Auch andere Fahrzeughersteller aktualisieren ihre Software-Umgebungen. Tesla implementierte mit dem Update 2026.20 erweiterte Kindersicherungsfunktionen, mit denen der Zugriff auf Web-Browser und Spiele-Anwendungen pro Profil reglementiert werden kann. Rivian bestätigte am 27. August 2026, dass Warnmeldungen des Navigationsdienstes Waze, etwa zu Geschwindigkeitskontrollen, künftig nativ in das RivianOS integriert werden.
Im Bereich der autonomen Mobilität genehmigten die Behörden in Nevada am 20. August 2026 den Betrieb von insgesamt 8.000 Robotaxis für Las Vegas. Das Kontingent verteilt sich auf Tesla mit bis zu 5.000 Fahrzeugen sowie Waymo und Aviari mit jeweils 1.000 Einheiten. Tesla wird den Betrieb zunächst mit einer Testflotte von zehn Fahrzeugen unter strengen Auflagen aufnehmen.
