Apple-Warnungen, BSI

Apple-Warnungen: BSI rÀt Politikern, ihre iPhones als kompromittiert zu behandeln

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 00:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple meldete Spionagesoftware auf iPhones; ob GerÀte von Abgeordneten und Regierungsmitgliedern erfolgreich angegriffen wurden, bleibt ungeklÀrt.
Ein minimalistischer, modern gestalteter Flur in einem RegierungsgebÀude mit klaren architektonischen Linien und Schatten. Illustration mit AI erstellt.

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat einen möglichen Hackerangriff auf mobile EndgerĂ€te von Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern bestĂ€tigt. Der Minister Ă€ußerte sich dazu in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Zuvor hatten Berichte ĂŒber gezielte AusspĂ€hversuche im politischen Raum SicherheitsĂŒberprĂŒfungen ausgelöst.

Apple versendet Warnhinweise vor Spionagesoftware

Auslöser fĂŒr die Alarmierung waren Erkenntnisse des Technologiekonzerns Apple. Das Unternehmen versandte seit Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, Bedrohungsbenachrichtigungen an iPhones ĂŒber den Nachweis von sogenannter Söldner-Spionagesoftware. Welche Politikerinnen und Politiker konkret im Fokus der Angreifer standen oder entsprechende Meldungen erhielten, ist öffentlich nicht bekannt.

BSI rÀt Betroffenen vorsorglich von Kompromittierung auszugehen

Auf Grundlage dieser Warnungen schaltete sich das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein. Die Cybersicherheitsbehörde warnte Bundestagsabgeordnete und Mitglieder der Bundesregierung vor potenziellen Spionageangriffen auf iPhones.

Das BSI informierte alle Betroffenen schriftlich und sprach die Empfehlung aus, vorsorglich von einer tatsÀchlichen Kompromittierung der jeweiligen GerÀte auszugehen. Ob die Attacken in den einzelnen FÀllen erfolgreich waren, geht aus den Benachrichtigungen der Behörde allerdings nicht hervor.

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Nach EinschĂ€tzung des BSI sind die technischen FĂ€higkeiten der eingesetzten Schadprogramme weitreichend. Angreifer könnten bei einer erfolgreichen Infektion Zugriff auf Kommunikationsinhalte erhalten, wozu neben standardmĂ€ĂŸigen Anrufen auch Textnachrichten ĂŒber verschlĂŒsselte Messenger-Dienste zĂ€hlen.

Ebenso seien Kontakte, KalendereintrĂ€ge und Standortdaten einsehbar. DarĂŒber hinaus bestehe das Risiko, dass Kamera und Mikrofon der GerĂ€te unbemerkt eingeschaltet werden können.

Schnelle Reaktion der Behörden und offene Fragen zur Urheberschaft

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Digitalminister Wildberger betonte, dass das BSI ausgesprochen schnell reagiert und die betroffenen Personen ĂŒber erforderliche Schutzmaßnahmen unterrichtet habe. Einzelheiten zu den GerĂ€ten oder zu möglichen Urhebern nannte der Minister nicht. Er verwies darauf, dass Mutmaßungen ĂŒber die HintergrĂŒnde zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation seien und die weiteren Ermittlungen abgewartet werden mĂŒssten.

Einen zwingenden Zusammenhang mit dem Einsatz moderner Systeme kĂŒnstlicher Intelligenz sah Wildberger nicht, da derartige Spionagesoftware bereits seit lĂ€ngerer Zeit existiere. Ungeachtet dessen bezeichnete der Minister den Vorfall als besorgniserregend und hob hervor, dass die Lage den Verantwortlichen große Sorgen bereite.

Mehr zum Thema bei DER SPIEGEL: „BSI warnt: Mögliche SpĂ€hsoftware auf iPhones von Politikern“

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