Apple Watch Series 11: Tests belegen Genauigkeit auch am Knöchel
26.05.2026 - 01:30:14 | boerse-global.deTests belegen hohe Genauigkeit – und zeigen neue Einsatzmöglichkeiten für das Wearable.
Die Apple Watch Series 11 liefert selbst dann verlässliche Gesundheitsdaten, wenn sie nicht am Handgelenk getragen wird. Aktuelle Tests vom 25. Mai 2026 belegen eine nahezu identische Messgenauigkeit bei der Positionierung am Knöchel. Das kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Die Produktlinie hat zwar rund 100 Milliarden Euro Umsatz erzielt, steht aber unter wachsendem Druck von Konkurrenten ohne Bildschirm und durch einen bevorstehenden Führungswechsel beim iPhone-Konzern.
Ankle-Test: Nur minimale Abweichungen
In einer Vergleichsstudie absolvierte ein Proband einen 3,57 Kilometer langen Fußmarsch – einmal mit der Uhr am Handgelenk, einmal am Knöchel. Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Die Herzfrequenz lag im Schnitt bei 121 Schlägen pro Minute (Handgelenk) gegenüber 120 Schlägen (Knöchel). Beim Kalorienverbrauch zeigte sich ein ähnliches Bild: 202 Kalorien am Handgelenk, 200 am Knöchel. Bei den aktiven Kalorien betrug die Differenz lediglich vier Kalorien (138 zu 134).
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Für Sportler, die ihre Handgelenke freihaben möchten oder eine diskretere Trageweise suchen, eröffnet das neue Möglichkeiten. Die Sensoren der elften Generation scheinen ausgereift genug, um auch an unkonventionellen Positionen verlässliche Werte zu liefern. Experten weisen allerdings darauf hin, dass die Handgelenksposition weiterhin die optimale Platzierung bleibt – insbesondere bei Herzfrequenzmessungen unter extremen Bedingungen.
Markt im Umbruch: Screenless-Rivalen auf dem Vormarsch
Doch so präzise die Technik auch ist: Die Apple Watch verliert an Marktdynamik. Seit dem 24. Mai 2026 mehren sich Berichte über nachlassendes Wachstum. Nach elf Jahren am Markt machen vor allem „screenlose" Konkurrenten wie Whoop und Oura Apple das Leben schwer. Oura hat kürzlich in den USA einen vertraulichen Börsengang beantragt – ein klares Zeichen für das gestiegene Vertrauen in den Nischenmarkt.
Besonders der Fitbit Air, ein bildschirmloses Gerät für rund 90 Euro, setzt auf das Prinzip „weniger ist mehr". Whoop punktet mit Abomodellen und detaillierter Schlafanalyse. Die beiden Lager – All-in-One-Uhr versus Spezialtracker – definieren derzeit die Wearable-Branche.
Apple reagiert mit einer Zweigleisstrategie: Hardware-Verfeinerung und globale Feature-Expansion. Am 24. Mai führte der Konzern unter anderem die Hörgerätefunktion für AirPods Pro 2 und 3 in Italien ein, Bluthochdruck-Benachrichtigungen für die Watch Series 9 und Ultra 2 in Taiwan sowie Schlafapnoe-Erkennung für das günstigere Watch SE 3 in Indien.
watchOS 27: Stabilität statt Revolution
Die für den 8. Juni 2026 angekündigte Worldwide Developers Conference (WWDC) wird voraussichtlich keine radikale Neugestaltung der Benutzeroberfläche bringen. Stattdessen setzt watchOS 27 auf Systemstabilität, verbesserte Herzfrequenz-Algorithmen und ein neues „Modular Ultra"-Zifferblatt. Hinzu kommen erweiterte Satellitenkonnektivität für Apple Maps und Fotos in abgelegenen Gebieten.
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Ein besonderes Projekt aber liegt auf Eis: Der KI-gestützte Fitness-Coach „Project Mulberry", der Echtzeit-Trainingseinblicke liefern sollte, wurde Berichten zufolge unter die Leitung von Eddy Cue gestellt und verzögert sich. Frühestens im späteren iOS-27-Zyklus soll die Funktion erscheinen.
Führungswechsel: Eine Ära geht zu Ende
Die Verzögerung fällt in eine Zeit des personellen Umbruchs. CEO Tim Cook wird voraussichtlich im September 2026 zurücktreten, COO Jeff Williams hat seinen Ruhestand angekündigt. Auch Fitness- und Gesundheitsexperte Jay Blahnik verlässt das Unternehmen. Damit verabschiedet sich nach und nach das Führungsteam, das die Apple Watch vor einem Jahrzehnt auf den Markt gebracht hat.
Ausblick: Vom Disruptor zur Gesundheitsplattform
Der Trend zu flexibleren Trageoptionen – wie dem Knöchel – zeigt: „Unsichtbarkeit" und Integration werden für Wearables immer wichtiger. Während Apple mit der Watch ein Milliarden-Geschäft aufgebaut hat, beweisen Oura-Ringe und Whoop-Armbänder, dass viele Nutzer liefer auf ständige Bildschirminteraktion verzichten.
Nach der WWOC-Vorschau im Juni folgt im Juli eine öffentliche Beta von watchOS 27, die finale Version erscheint im September. Es wird der letzte große Produktlaunch unter der aktuellen Führung sein. Die Zukunft der Apple Watch wird sich daran messen lassen müssen, ob der Übergang vom Wachstumsmotor zur stabilen Gesundheitsplattform gelingt – in einem Markt, der zunehmend spezialisierter und wettbewerbsintensiver wird.
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