Arm-PCs, Nvidia

Arm-PCs knacken 15 Prozent: Nvidia und Qualcomm greifen an

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 22:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Windows on Arm gewinnt an Bedeutung: Microsoft investiert weiter, während Arm-CPUs 15,3 Prozent Marktanteil erreichen und neue Wettbewerber wie Nvidia auf den Plan treten.

Microsoft treibt Windows on Arm voran: Marktanteile und neue Konkurrenz
Ein schlanker, moderner Laptop auf einem minimalistischen Schreibtisch in einem hellen, professionellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat Fortschritte bei Windows 11 auf Arm-basierter Hardware (WoA) gemeldet und wachsende Kundennachfrage für die Plattform beobachtet. Das Unternehmen etabliert Windows on Arm zunehmend als primäre Plattform für unterschiedliche Workloads. Parallel dazu kündigte Microsoft die größte Überarbeitung der Benutzeroberfläche von Windows 11 an und will weiter in die WoA-Plattform investieren.

Nvidia und Qualcomm mischen den Markt auf

Der Vorstoß fällt in eine Phase wachsender Konkurrenz im Arm-PC-Segment. Nvidia plant den Einstieg in den WoA-Markt mit den Chips N1X und N1, die auf dem GB10-Superchip aus dem DGX-Spark-System basieren.

Als erstes Notebook mit dem N1-SoC gilt möglicherweise ein Dell-XPS-Modell. Gleichzeitig lockert Qualcomm seine bisherige Ausrichtung: Der Chiphersteller beendet die Windows-Exklusivität für Snapdragon-PCs.

Linux-Unterstützung besteht bereits seit 2021, offiziell für den X Elite seit dem 14. Mai 2024. Zudem unterstützt der Snapdragon X inzwischen Googles Aluminium OS. Die saudische Firma Humain zeigte den Snapdragon X2 Elite bereits mit einem Nicht-Windows-Betriebssystem.

Arm gewinnt Marktanteile, AMD knackt Marke bei x86

Wie aktuelle Marktzahlen zeigen, kamen Arm-Prozessoren im zweiten Quartal 2026 auf einen Anteil von 15,3 Prozent am gesamten PC-CPU-Markt. Im x86-Segment erreichte AMD im selben Zeitraum erstmals einen Marktanteil von über 30 Prozent (30,3 Prozent), verglichen mit 21,1 Prozent vor zwei Jahren.

Im Desktop-Bereich lag AMD bei 34,9 Prozent, im Mobile-Segment bei 28,9 Prozent. Gleichzeitig verzeichneten die Desktop-CPU-Verkäufe im zweiten Quartal 2026 einen Rückgang von über 20 Prozent im Jahresvergleich, während Notebooks moderat wuchsen und im Client-Segment einen Marktanteil von über 80 Prozent hielten.

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Konkrete Hardware am Markt

Die wachsende Reife der Plattform zeigt sich auch an aktuellen Geräten. Das ASUS Zenbook A14 (UX3407NA) wiegt lediglich 0,99 Kilogramm und ist mit dem Snapdragon X2 Elite X2E88100 (18 Kerne, bis zu 4,7 GHz), 16 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher, 512 GB SSD sowie einem 14-Zoll-OLED-Display mit 1920x1200 Pixeln und 60 Hz ausgestattet.

Der Akku fasst 70 Wh, geladen wird mit bis zu 100 Watt über USB-C. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1.349 US-Dollar, bei Best Buy wurde das Gerät für 999,99 US-Dollar angeboten. Kritisiert wurde die 60-Hz-Bildwiederholrate, gelobt hingegen die Akkulaufzeit.

Auch Lenovo bringt mit dem ThinkPad T14s Gen 6 ein Snapdragon-X-Elite-Modell an den Start. Im Geekbench-6-Multi-Test erreichte das Gerät 19853 Punkte – ein Plus von 72 Prozent gegenüber dem Vorgänger, wenngleich ein Intel Ultra 7 155H mit 22416 Punkten weiterhin vorn liegt.

Die PCMark-10-Akkulaufzeit lag bei 10 Stunden und 23 Minuten. Bei der Kompatibilität zeigten sich jedoch Schwächen: OneDrive-Pfadfehler bei mehr als sieben Ordnerebenen, eine VMware-USB-Durchreichung mit 43 Prozent Fehlerquote sowie Einschränkungen bei Citrix-Dual-Screen-Betrieb auf 30 Hz.

Sicherheitsfunktionen wie fTPM und Secure Boot blockieren zudem die Installation von Linux, während das Fingerabdruck-Matching nach fünf Versuchen eine Trefferquote von 89,3 Prozent erreichte.

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Ausblick auf die Softwareseite

Auf Windows-Ebene bleibt die WoA-Entwicklung eng mit dem allgemeinen Update-Zyklus verknüpft. Windows 11 26H2, das Ende September oder Anfang Oktober 2026 als kleines Enablement-Paket erscheinen soll, basiert auf derselben Plattform („Germanium“) wie 24H2 und 25H2 und bringt keine neuen Funktionen.

Für kommende Arm-Hardware wie den Snapdragon X2 oder RTX-Spark-Systeme, die auf der neueren „Bromine“-Plattform laufen, ist 26H2 hingegen nicht vorgesehen. Die insgesamt steigende Investitionsbereitschaft von Microsoft in Windows on Arm signalisiert dennoch, dass die Plattform aus einer Nischenrolle heraustritt und sich als ernstzunehmende Alternative im PC-Markt etabliert.

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