Arthritis: Semaglutid hemmt Entzündung unabhängig vom Gewicht
01.06.2026 - 08:42:09 | boerse-global.deDie Nachfrage nach alternativen Methoden zur Behandlung von Rücken- und Gelenkschmerzen steigt rasant – doch Mediziner mahnen zur Vorsicht.
Reflexzonen und manuelle Therapien im Aufwind
Ende Mai 2026 rückten Reflexzonenmassage und Akupressur verstärkt in den Fokus von Gesundheitsexperten. Die Techniken sollen durch gezielte Fußmassagen die Durchblutung fördern und Stress reduzieren. Für viele Patienten mit chronischen Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden sind sie Teil einer umfassenden Selbstbehandlungsstrategie.
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Dr. Kuerten erläuterte Ende Mai in sozialen Netzwerken, wie sich Rücken- und Gelenkprobleme selbst behandeln lassen – insbesondere im Zusammenhang mit Migräne und Kopfschmerzen. Die richtige Anwendung der Reflexzonentherapie stehe im Mittelpunkt, so der Mediziner. Dabei gehe es auch um die Koordination zwischen Gehirn und Körper: Bestimmte Übungen könnten die Körperwahrnehmung und Bewegungsfähigkeit verbessern.
Akupressur gilt als Methode zur Wiederherstellung des Energieflusses und zum Lösen von Verspannungen. Schweizer Therapeuten betonten Ende Mai, dass diese Techniken häufig gegen Erschöpfung und stressbedingte körperliche Steifheit eingesetzt werden. In Deutschland zeigt sich das wachsende kommerzielle Interesse an manuellen Therapien durch Neueröffnungen wie das Studio „Adnela Vital Ästhetik" in Bad Zwesten, das auf manuelle Lymphdrainage und Maderotherapie spezialisiert ist.
Neue Wege in der Gelenktherapie
Die Forschung liefert parallel neue Erkenntnisse zur Behandlung entzündlicher Gelenkerkrankungen. Eine am 28. Mai 2026 im Fachblatt The Lancet Rheumatology veröffentlichte Studie der Universität Aarhus identifizierte GLP-1-Rezeptoren in der Gelenkflüssigkeit von Arthritis-Patienten. Die Ergebnisse legen nahe, dass Medikamente wie Semaglutid entzündungsfördernde Botenstoffe wie TNF-? und IL-6 hemmen können – und das offenbar unabhängig von einer Gewichtsabnahme.
Auch die Ernährung bleibt ein zentraler Baustein der Gelenkgesundheit. Aktuelle Empfehlungen setzen auf Omega-3-Fettsäuren aus Leinöl, Hering und Makrele zum Schutz des Knorpels. Zucker, gesättigte Fette und arachidonsäurereiche Lebensmittel wie Fleisch und bestimmte Milchprodukte sollten dagegen gemieden werden.
Für den Muskelaufbau genügen bereits zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche. Das geht aus aktualisierten Richtlinien des American College of Sports Medicine (ACSM) vom 30. Mai hervor. Die Analyse von 137 Studien mit über 30.000 Teilnehmern zeigt: Ob mit Geräten, freien Gewichten oder dem eigenen Körpergewicht trainiert wird, spielt keine entscheidende Rolle.
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Der Wellness-Markt boomt – doch die Kritik wächst
Die globale Wellness-Wirtschaft erreichte 2024 einen Wert von umgerechnet rund 6,3 Billionen Euro. Bis 2029 werden 9,1 Billionen Euro prognostiziert. Doch das Wachstum geht mit zunehmender Skepsis einher.
Eine Studie des GDI vom 30. Mai zeigt: Besonders 16- bis 24-Jährige empfinden Wellness zunehmend als Stressfaktor. Zwar greifen 84 Prozent dieser Altersgruppe zu Nahrungsergänzungsmitteln, und neun Prozent haben bereits GLP-1-Medikamente zur Gewichtsreduktion genutzt. Doch rund 74 Prozent betrachten aktuelle Schönheits- und Wellnesstrends vor allem als Geschäftemacherei.
Mediziner schlagen Alarm wegen ungeprüfter Gesundheitstrends in sozialen Medien. Endokrinologen und Adipositas-Spezialisten warnten Ende Mai vor einem „Cortisol-Panik"-Trend aus den USA, der auf Missverständnissen der Hormongesundheit beruhe. Die Schweizerische Gesellschaft für Radiologie riet zudem von Ganzkörper-MRT-Untersuchungen bei gesunden Menschen ab. Diese Scans kosten bis zu 2.390 Franken und führen in rund 30 Prozent der Fälle zu Zufallsbefunden – ohne nachgewiesenen klinischen Nutzen für beschwerdefreie Patienten.
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