Arthrose, TAPE-Methode

Arthrose: TAPE-Methode macht Patienten schmerzfrei ohne OP

26.05.2026 - 21:30:14 | boerse-global.de

Sana Klinikum Duisburg präsentiert nicht-invasive TAPE-Methode gegen Arthrose. Erster Patient nach Behandlung schmerzfrei.

Arthrose: TAPE-Methode macht Patienten schmerzfrei ohne OP - Foto: über boerse-global.de
Arthrose: TAPE-Methode macht Patienten schmerzfrei ohne OP - Foto: über boerse-global.de

Die sogenannte TAPE-Methode bietet eine nicht-invasive Alternative zu herkömmlichen Gelenkoperationen – und könnte vielen Betroffenen den Gang unter das Skalpell ersparen.

Ein 62-jähriger Patient gilt als erster Erfolgsfall: Nach der Anwendung des neuen Verfahrens sei er vollständig schmerzfrei, berichten die Ärzte. Die Vorstellung der Methode fällt in eine Zeit, in der die medizinische Versorgung im Rhein-Ruhr-Raum zunehmend auf technologische Innovationen und spezialisierte Behandlungsansätze setzt.

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Robotik aus Hongkong erobert den europäischen Markt

Die Entwicklung in Duisburg ist Teil einer größeren Welle medizintechnischer Fortschritte, die derzeit den europäischen Markt erreichen. Erst gestern gab das Hongkonger Unternehmen Cornerstone Robotics bekannt, dass sein endoskopisches Chirurgiesystem Sentire die CE-Zertifizierung nach der neuen Medizinprodukteverordnung (MDR) erhalten hat. Damit darf das System in der gesamten EU für Eingriffe in der Allgemeinchirurgie, Gynäkologie, Thoraxchirurgie und Urologie eingesetzt werden.

Das System wird seit 2025 in Zusammenarbeit mit dem Portsmouth Hospitals University NHS Trust in Großbritannien klinisch erprobt. Die Entwicklung solcher Präzisionsinstrumente wird durch erhebliche Investitionen ermöglicht – allein eine Finanzierungsrunde im November 2025 spülte rund 190 Millionen Euro in die Kassen des Unternehmens.

Doch nicht nur die Robotik macht Fortschritte. Mediziner wie Dr. Elias Jean-Jacques Khoury betonen zunehmend die Bedeutung des Weichteilmanagements in der Implantologie. Techniken wie freie Bindegewebstransplantate oder die sogenannte Kazanjian-Vestibuloplastik gelten als entscheidend für den Langzeiterfolg von medizinischen Implantaten.

Gericht gibt grünes Licht für Hüft-OPs in Benrath

Die Einführung neuer Behandlungen in Duisburg erfolgt vor dem Hintergrund bedeutender regulatorischer Veränderungen für den Sana-Konzern. Bereits am 13. Mai 2026 fällte das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen eine wegweisende Entscheidung zur Sana Klinik Düsseldorf-Benrath. Das Gericht hob ein zuvor verhängtes Verbot für Hüftendoprothetik (Leistungsgruppe 14.1) auf – die Klinik darf nun bis zu einer endgültigen Entscheidung im Hauptverfahren wieder Hüftimplantationen durchführen.

Für die Patientenversorgung in der Region ist das ein wichtiges Signal. Es zeigt den anhaltenden Spagat zwischen zentralisierter Krankenhausplanung und den operativen Möglichkeiten einzelner Kliniken.

Forschung für die Implantate von morgen

Parallel zu diesen Entwicklungen wird die regionale MedTech-Landschaft durch gezielte Forschungsprojekte gestärkt. Die AGIT-Agentur hat kürzlich ihr Projekt reACT abgeschlossen, das sich mit der Entwicklung resorbierbarer Implantate befasste. An dem Vorhaben waren 21 Partner aus Universitäten, Unternehmen und Kliniken beteiligt.

Als Ergebnis wurde ein neuer Leitfaden für Geschäftspläne von Medizintechnik-Start-ups veröffentlicht. Ziel ist es, den Weg von der akademischen Forschung zur klinischen Anwendung in der Region Aachen und ganz Nordrhein-Westfalen zu ebnen.

Künstliche Intelligenz: Von der Brücke bis zur Mülltonne

Die Digitalisierung macht auch vor der Infrastruktur des Ruhrgebiets nicht halt. In Mülheim läuft ein Pilotprojekt an der A52-Brücke über die Ruhr: 150 Sensoren überwachen dort die Bausubstanz. Das System erzeugt 100.000 Messwerte pro Sekunde, die in Echtzeit von einer KI der Firma Irmos analysiert werden. Ziel ist es, ungeplante Sperrungen zu verhindern – der ADAC hatte den Zustand vieler Brücken im Land als hochgradig sanierungsbedürftig bezeichnet.

Auch in der Industrie kommt KI zum Einsatz. Die Duisburger Recyclingfirma Blumenroth, die jährlich rund 38.000 Tonnen Gewerbemüll verarbeitet, hat gestern ein neues KI-Projekt vorgestellt. Das System soll Altbatterien im Abfallstrom erkennen und so Brände verhindern – ein wachsendes Sicherheitsproblem in der Recyclingbranche.

Bewegung gegen Demenz: Neue Angebote für Senioren

Der Mülheimer Sportbund (MSB) bietet in diesem Jahr erstmals ein spezielles Bewegungsprogramm unter dem Titel „Sport & Demenz trotz(t) Demenz“ an. Die Kurse finden im Hildegardis Quartier und im Christophorus Quartier statt, die Termine wechseln alle zwei Wochen. Die Nachfrage ist so groß, dass sich bereits Wartelisten gebildet haben.

Ebenfalls neu: Ein Zumba-Kurs für Mütter mit Babys am Duisburger Innenhafen. Das Programm startete bereits am 10. Februar 2026 in der KEFB-Turnhalle und richtet sich an junge Eltern, die nach der Geburt wieder in Bewegung kommen wollen.

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DVV-Mitarbeiter spenden Rekordsumme

Ein starkes Zeichen für soziales Engagement: Die Mitarbeiter der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV) haben im vergangenen Jahr 9.362,02 Euro an das KipsE-Netzwerk gespendet. Der Verein unterstützt Kinder psychisch kranker Eltern. Die Summe, die über das „Rest-Cent“-Spendenprogramm zusammenkam, ist die höchste seit dem Start der Initiative im Jahr 2010.

Ausblick: Was kommt als Nächstes?

Die TAPE-Methode in Duisburg ist kein Einzelfall, sondern Teil einer umfassenden Modernisierung der Gesundheits- und Infrastrukturlandschaft in Nordrhein-Westfalen. Die Region entwickelt sich zunehmend zum Testfeld für die Verbindung von klinischer Exzellenz und digitalen High-Tech-Lösungen.

Branchenexperten trafen sich heute in Essen, um über die Magnetschwebebahn Transport System Bögl (TSB) zu diskutieren. Das System gilt als serienreif für den öffentlichen Nahverkehr. Und auch das Stadtbild verändert sich: Das geplante Café-Projekt B8LICH am Kometenplatz in Duisburg-Walsum stößt auf großes Interesse – über 200 Gäste kamen gestern zu einer Informationsveranstaltung. Der Baubeginn steht allerdings noch unter Vorbehalt der endgültigen Genehmigung durch die Stadt Duisburg.

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