Arthrose, Wassergehen

Arthrose: Wassergehen reduziert Knieschmerzen um 30 Prozent

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 20:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Wasserbasierte Übungen reduzieren Gelenkbelastung und fördern Muskelaufbau. Studien zeigen: Wassergehen kann Knieschmerzen in sechs Wochen um 30 Prozent senken.

Schwimmen gegen Arthrose: Wie Wassergymnastik Gelenke schont und Schmerzen lindert
Eine Person beim Schwimmen in einem hellen Hallenbad zur therapeutischen Behandlung von Gelenkbeschwerden. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In einer aktuellen Einschätzung haben medizinische Experten die Bedeutung von Schwimmtraining und Bewegung im Wasser für die Behandlung von chronischen Arthrosebeschwerden hervorgehoben. Die Experten betonen, dass wasserbasierte Aktivitäten nicht nur die Gelenke entlasten, sondern auch signifikante Vorteile für die allgemeine körperliche und mentale Gesundheit bieten. Durch den natürlichen Widerstand des Wassers wird ein effektives Ganzkörpertraining ermöglicht, das den Muskelaufbau fördert und gleichzeitig das Körpergewicht sowie den Fettanteil reduzieren kann.

Ganzkörpertraining und Kalorienverbrauch im Wasser

Ein zentraler Aspekt der Expertenanalyse ist die Effizienz des Schwimmens beim Kalorienverbrauch. Da das Wasser einen höheren Widerstand als Luft bietet, wird die Muskulatur während der gesamten Bewegung gefordert. Fachleute verweisen darauf, dass eine Person mit einem Körpergewicht von 70 Kilogramm bei einem mäßigen Tempo in 30 Minuten etwa 223 Kalorien verbrennt. Wird die Intensität des Schwimmens gesteigert, erhöht sich der Energieumsatz bei derselben Person in der gleichen Zeitspanne auf rund 372 Kalorien.

Diese Kombination aus Muskelaufbau und Gewichtsreduktion ist für Patienten mit Gelenkerkrankungen von hoher Bedeutung. Durch die Verringerung des Körperfetts wird die mechanische Belastung auf die betroffenen Gelenke dauerhaft gesenkt, während die gestärkte Muskulatur für eine bessere Stabilisierung des Bewegungsapparates sorgt.

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Über die Behandlung von Arthrose hinaus identifizieren medizinische Experten eine Vielzahl weiterer Einsatzgebiete für das Schwimmtraining. Die positiven Effekte erstrecken sich demnach auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit sowie die Linderung von Rückenschmerzen. Auch bei Erkrankungen wie Arthritis oder Alzheimer sowie bei psychischen Belastungen wie Angstzuständen wird das Training im Wasser als vorteilhaft eingestuft.

Besondere Bedeutung bemessen die Fachleute der Anwendung in unterschiedlichen Lebensphasen bei. So wird Schwimmen für Schwangere und Kinder ebenso empfohlen wie für ältere Menschen. Bei Senioren trage das Training maßgeblich zur Verbesserung der allgemeinen Ausdauer bei. Die Vielseitigkeit der Sportart ermögliche es, die Intensität individuell an den Gesundheitszustand und das Alter der Trainierenden anzupassen.

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Ein entscheidender physikalischer Vorteil des Wassers ist die Auftriebskraft, die das auf den Gelenken lastende Eigengewicht massiv reduziert. Experten erläutern, dass der Körper im Wasser bis zur Taille nur noch 50 Prozent seines eigentlichen Gewichts tragen muss. Befindet sich die Person bis zur Brust im Wasser, reduziert sich die Belastung um 75 Prozent. Bei einer Wassertiefe bis zum Hals wird der Körper um 90 Prozent entlastet.

Diese Entlastung ermöglicht Bewegungsabläufe, die an Land oft mit starken Schmerzen verbunden wären. Insbesondere das sogenannte Wassergehen hat sich in der Therapie bewährt. Fachleute verweisen auf Studien, nach denen regelmäßiges Wassergehen Knieschmerzen innerhalb von sechs Wochen um bis zu 30 Prozent verringern kann. Für Patienten mit Arthrose wird konkret empfohlen, wöchentlich zwei bis drei Sitzungen Wassergehen von jeweils 45 Minuten Dauer durchzuführen, um eine nachhaltige Schmerzlinderung und Mobilitätsverbesserung zu erzielen.

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