Asahi Linux: M3-Unterstützung kurz vor Release mit USB 3.0
Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 09:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Asahi-Linux-Projekt, das Linux auf Apple-Silicon-Rechnern portiert, steht laut einem Statusupdate kurz vor dem Release der Unterstützung für Apples M3-Chip. Wie die Entwickler mitteilten, funktionieren USB 3.0 und Thunderbolt bereits auf M3-Geräten, zudem wurde die Unterstützung für die eingebaute Webcam ergänzt.
Fortschritt bei zentralen Hardwarekomponenten
Damit rücken zwei praxisrelevante Bausteine für Nutzer näher: schnelle Datenübertragung über USB 3.0 sowie Thunderbolt-Anschlüsse gelten für viele Anwender als Voraussetzung, um Apple-Silicon-Geräte im Alltag produktiv unter Linux zu betreiben. Auch die Webcam-Unterstützung schließt eine Lücke, die bislang Videotelefonie und ähnliche Anwendungen auf M3-Hardware unter Asahi Linux erschwerte.
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Parallel dazu laufen laut dem Projekt weiterhin Arbeiten am Power-Management für M3-Chips. Dieser Bereich gilt traditionell als einer der aufwendigsten bei der Portierung neuer Apple-Silicon-Generationen, da Apple die entsprechenden Schnittstellen nicht offenlegt und die Asahi-Entwickler sie eigenständig per Reverse Engineering erschließen müssen.
Bereits Arbeiten an M4 und M5
Während die M3-Unterstützung ihrer Fertigstellung entgegengeht, arbeitet das Team laut eigenen Angaben bereits parallel an den Nachfolgegenerationen M4 und M5. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf sogenanntem GPU-Direct-Scan-out, einer Technik, die die Grafikausgabe direkter über die GPU steuert und potenziell Leistung sowie Effizienz verbessern kann. Diese Arbeiten befinden sich dem Update zufolge noch in der Entwicklung.
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Ökosystem zieht nach
Der Fortschritt bei Asahi Linux spiegelt sich auch in begleitenden Werkzeugen der Linux-Community wider. Kurz vor dem Statusupdate wurde die Version 2.66 des Systeminformations-Tools Fastfetch veröffentlicht, die einen Fehler bei der GPU-Kernzählung unter Asahi Linux behebt. Solche Anpassungen zeigen, dass sich die Unterstützung für Apple-Silicon-Hardware zunehmend auch außerhalb des Kernprojekts in der Linux-Werkzeuglandschaft niederschlägt.
Für Nutzer von Apple-Rechnern mit M3-Chip bedeutet der gemeldete Stand, dass zentrale Alltagsfunktionen unter Linux absehbar nutzbar werden, auch wenn mit dem noch offenen Power-Management ein wichtiger Aspekt für Akkulaufzeit und Wärmeentwicklung weiterhin in Arbeit ist. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum für die vollständige M3-Unterstützung nannte das Projekt in seinem Update nicht.
