Asiatische Hornisse: Neue Sichtungen im Landkreis Bamberg
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 21:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach einem warmen und trockenen FrĂŒhjahr steht Deutschland eine intensive Wespensaison bevor. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Rund 62 Prozent der Menschen fĂŒhlen sich durch Wespennester gestresst. Dabei sind nur zwei Arten â die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe â wirklich an menschlicher Nahrung interessiert. Begegnungen im Garten oder auf dem Balkon fĂŒhren trotzdem regelmĂ€Ăig zu Konflikten.
Was hilft wirklich gegen die Plagegeister?
Viele Hausmittel versprechen mehr, als sie halten können. Ein Wespenberater aus NĂŒrnberg rĂ€umt mit den gröĂten Mythen auf. Das Verbrennen von Kaffeesatz erzeugt zwar Rauch, der abschreckend wirken kann. FĂŒr einen nachhaltigen Schutz wĂ€ren jedoch unverhĂ€ltnismĂ€Ăig groĂe Mengen glĂŒhenden Kaffeesatzes nötig.
Auch Ă€therische Ăle wie Pfefferminz, Eukalyptus oder Nelke halten die Insekten meist nicht dauerhaft fern. Gleiches gilt fĂŒr Duftpflanzen wie Basilikum, Lavendel oder Tomaten. Sie werden zwar hĂ€ufig empfohlen, bieten aber keinen verlĂ€sslichen Schutz vor hungrigen Wespen.
Als ĂŒberraschend effektiv erweist sich eine simple Methode: Wasser aus einer feinen ZerstĂ€uberflasche. Eine Naturschutzexpertin aus Bayern empfiehlt diesen Trick, weil er fĂŒr die Tiere wie Regen wirkt. Die Wespen flĂŒchten daraufhin in ihr Nest â allerdings nur fĂŒr kurze Zeit, wie ein Fachberater einschrĂ€nkt.
Die einzig wirklich zuverlĂ€ssige Methode ist die AblenkungsfĂŒtterung. Platziert fĂŒnf bis zehn Meter vom Esstisch entfernt im Schatten aufgeschnittene Weintrauben oder gerĂ€ucherten Schinken. Die Tiere werden dann gezielt dorthin gelockt und lassen euch in Ruhe.
Das sagt das Gesetz
Wespen stehen unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes (§ 39). Ihr dĂŒrft die Tiere nicht ohne vernĂŒnftigen Grund beunruhigen, fangen, verletzen oder töten. Immerhin 72 Prozent der Bevölkerung sind sich dieser Strafbarkeit bewusst. Besonders tĂŒckisch: Fangfallen sind illegal, weil sie auch viele andere Insektenarten anlocken und töten.
Entsteht ein Nest an einer kritischen Stelle, etwa direkt am Hauseingang, ist fachlicher Rat nötig. Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen warnt jedoch vor betrĂŒgerischen SchĂ€dlingsbekĂ€mpfern. Sie nutzen den Zeitdruck der Betroffenen aus und verlangen vierstellige BetrĂ€ge fĂŒr eine Nestentfernung. Seriöse Anbieter, die ĂŒber UmweltĂ€mter oder Imkervereine vermittelt werden, berechnen zwischen 150 und 250 Euro.
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Gefahr durch die Asiatische Hornisse
Ein wachsendes Problem ist die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina). Im Juli 2026 wurden Sichtungen im Landkreis Bamberg bestÀtigt. In Niedersachsen mussten mehrere Nester durch FachkrÀfte entfernt werden. Die Art breitet sich mit etwa 100 Kilometern pro Jahr aus und bedroht die heimische Honigbiene.
Experten raten dringend davon ab, Nester selbst zu entfernen. Haltet einen Sicherheitsabstand von mindestens drei bis fĂŒnf Metern ein. Die Tiere verteidigen ihren Nestbereich energisch.
Erste Hilfe bei Stichen
Bei Stichen, insbesondere von Bienen, gilt eine wichtige Regel: Den Stachel vorsichtig mit einer Karte seitlich wegzuschieben. So verhindert ihr, dass weiteres Gift aus der Giftblase in die Einstichstelle gedrĂŒckt wird. Eine Pinzette kann genau diesen Effekt haben.
Zeigen sich Anzeichen von Atemnot, starken Schwellungen oder Erbrechen, sofort medizinische Hilfe holen. Das können Symptome eines anaphylaktischen Schocks sein.
BetrĂŒgerische SchĂ€dlingsbekĂ€mpfer nutzen die Angst vor Wespennestern aus und verlangen vierstellige BetrĂ€ge. Mit der Checkliste in diesem Ratgeber erkennen Sie seriöse Anbieter und sparen bares Geld. Betrugs-Checkliste jetzt sichern
So vermeidet ihr Stiche
Die beste Strategie ist einfaches prĂ€ventives Verhalten. Deckt Speisen und GetrĂ€nke im Freien konsequent ab. Verzichtet darauf, Wespen wegzupusten â das Kohlendioxid im Atem macht die Tiere aggressiv. Auch schnelle Bewegungen werden als Bedrohung wahrgenommen. Helle Kleidung ist in NestnĂ€he vorteilhafter als dunkle, da sie seltener Angriffe provoziert.
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