Ausstellung Ansbach: Weniger Müll = Mehr Wert vom 6. bis 25. Juli
Veröffentlicht: 04.07.2026 um 13:48 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Volkshochschulen und Kultureinrichtungen setzen im zweiten Halbjahr 2026 verstärkt auf Kurse zu Müllvermeidung, mentaler Reduktion und traditionellem Handwerk. Das Programm spiegelt ein wachsendes gesellschaftliches Interesse an Suffizienz wider.
„Weniger Müll = Mehr Wert“
Praktisches Wissen zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks steht im Fokus vieler Angebote. Das Brücken-Center Ansbach zeigt vom 6. bis 25. Juli eine interaktive Ausstellung unter dem Titel „Weniger Müll = Mehr Wert“. Die Exponate reichen von der Abfallgeschichte der Steinzeit bis zu Mitmach-Stationen zu Recycling.
Ergänzt wird das Angebot durch Repaircafés. In Schönau fand heute eine Veranstaltung im Alten Schulhaus statt, bei der Ehrenamtliche Elektrogeräte und Textilien reparierten. Weitere Termine sind für August und September in Tuntenhausen und Ostermünchen geplant.
Auf Bundesebene startet vom 29. September bis 6. Oktober die Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“. Sie ruft Vereine und Schulen auf, Projekte gegen Lebensmittelverschwendung einzureichen.
Ruhe finden durch Reizreduktion
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Neben der materiellen Reduktion gewinnt der mentale Minimalismus an Bedeutung. Die VHS Vorpommern-Greifswald und die VHS Bremerhaven bieten im Herbstsemester zahlreiche Kurse zu Entspannungstechniken an. Dazu zählen Taijiquan, Waldbaden und verschiedene Yoga-Formen.
In Hamburg ist für morgen ein Workshop unter dem Motto „Sound into Silence“ geplant. Er verbindet Yin Yoga mit Klangheilung. Ziel ist es, durch Reduktion äußerer Reize innere Ruhe zu fördern.
Auch die berufliche Weiterbildung reagiert auf den Trend. Am 7. Juli findet im Klinikum am Weissenhof eine Fortbildung für Pflegekräfte statt. Sie vermittelt Autogenes Training und Atemtechniken zur Stressbewältigung.
Weniger Technik, mehr Natur im Bau
Der minimalistische Gedanke hält auch Einzug in die Architektur. Experten wie Gerhard Lüdtke plädieren für eine „technische Befreiung“ beim Bauen. Durch Reduktion von Komplexität und den Einsatz natürlicher Materialien wie Lehm, Holz und Kalk ließe sich die Wartungsanfälligkeit von Gebäuden senken.
Diese Theorie wird durch handwerkliche Kurse an Volkshochschulen flankiert. In der FRAKIMA-Werkstatt Bernau beginnt im Juli ein neuer Keramikkurs. Die VHS Vorpommern-Greifswald bietet in ihren Außenstellen traditionelle Techniken wie Stricken, Nähen und Obstbaumschnitt an. Die Idee: Produkte länger nutzen oder selbst herstellen, statt neu zu kaufen.
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Regionale Schwerpunkte im Herbst
Die Programmplanungen zeigen deutliche regionale Unterschiede. Die VHS Zweibrücken setzt von August bis Dezember auf digitale Souveränität – mit Vorträgen zur elektronischen Patientenakte und KI-Protokollen. Die VHS Hannover erweitert ihr Portfolio ab Juli um mehrsprachige Angebote und neue Gesundheitsformate.
In Bremerhaven steht das Herbstprogramm unter dem Motto „Gemeinsam…!“. Es umfasst über 600 Veranstaltungen, darunter auch anerkannte Bildungszeiten für Berufstätige.
Soziale Formate ohne kommerziellen Konsum werden ebenfalls erprobt. Die Kreisvolkshochschule Joseph Meyer in Hildburghausen organisierte Anfang Juli ein gemeinschaftliches Abendessen im öffentlichen Raum. Die Teilnehmer brachten alles selbst mit – von der Ausstattung bis zur Verpflegung. Solche Initiativen stellen den Wert von Gemeinschaft und geteilten Ressourcen über den individuellen Besitz.
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