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Autonome Taxis: Uber und Pony.ai starten 2.000 Fahrzeuge in Europa

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 12:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Uber und Pony.ai erweitern ihre Kooperation: Über 2.000 Roboter-Taxis sollen in fünf europäischen Städten, darunter Zagreb, eingesetzt werden.

Uber und Pony.ai: 2.000 autonome Taxis für fünf europäische Städte geplant
Ein autonomes Robotaxi fährt durch eine sonnige Straße in der historischen Altstadt von Zagreb. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Fahrdienstvermittler Uber und das Technologieunternehmen Pony.ai haben am 14. August 2026 eine signifikante Ausweitung ihrer strategischen Partnerschaft angekündigt. Ziel der Kooperation ist die Bereitstellung von mehr als 2.000 autonom fahrenden Taxis in insgesamt fünf europäischen Städten. Als einer der zentralen Standorte wurde dabei die kroatische Hauptstadt Zagreb benannt.

Integration in die Uber-Plattform und operative Struktur

Die aktuelle Vereinbarung baut auf bereits bestehenden Operationen in Zagreb auf, die im Frühjahr 2026 als erster Dienst dieser Art in Europa gestartet wurden.

Die Partnerschaft sieht eine klare Aufgabenteilung vor: Pony.ai liefert die erforderliche Level-4-Technologie für das autonome Fahren, während Uber seine globale Plattform für die Vermittlung der Fahrten zur Verfügung stellt. In Zagreb wird der Dienst direkt in die bestehende Uber-App integriert.

Für das Flottenmanagement, das die Wartung, Reinigung und den Ladevorgang der Fahrzeuge umfasst, sind lokale Partner verantwortlich. In Kroatien übernimmt diese Rolle das Unternehmen Verne, das zur Rimac-Gruppe gehört. Die Zusammenarbeit mit Verne wurde bereits im Mai validiert.

Pony.ai-CEO Peng Jun und Sarfraz Maredia von Uber äußerten sich positiv über die Fortführung der Kooperation, die ursprünglich im Mai 2025 mit einem Fokus auf den Nahen Osten begonnen hatte. Berichten zufolge soll auch die Zusammenarbeit in jener Region weiter vertieft werden, wobei Pony.ai derzeit Gespräche mit Katar führt.

Technologische Basis und wirtschaftliche Kennzahlen

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Pony.ai setzt bei der Expansion auf sein Robotaxi der siebten Generation, das laut Unternehmensangaben bereit für die Massenproduktion ist. In China habe das Modell bereits positive „Unit Economics“ erzielt, was die Wirtschaftlichkeit pro Fahrzeug unterstreicht. Zum Stand Juni 2026 betrieb Pony.ai eine globale Flotte von rund 1.700 Fahrzeugen in insgesamt vier chinesischen Städten. Bis zum Jahresende wird ein Ziel von 3.500 Fahrzeugen angestrebt.

Finanziell verzeichnete Pony.ai im ersten Quartal einen Umsatz von 34,3 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von 145 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Aktuelle Quartalsergebnisse für das zweite Quartal werden für den kommenden Dienstag erwartet.

Uber wiederum wies für das zweite Quartal Bruttobuchungen in Höhe von 58 Milliarden US-Dollar aus, wovon 25 Milliarden US-Dollar an die Fahrer ausgezahlt wurden. Mit 208 Millionen monatlich aktiven Kunden verfügt Uber über eine breite Basis für den Roll-out autonomer Dienste. Das Unternehmen unterhält mittlerweile Partnerschaften mit über 30 Firmen im Bereich autonomer Fahrzeuge (AV).

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Wettbewerb im europäischen Markt für autonomes Fahren

Während die weiteren vier Städte für die Expansion von Pony.ai und Uber noch nicht namentlich bekannt gegeben wurden, nimmt der Wettbewerb in Europa zu. Uber plant bereits weitere Pilotprojekte, unter anderem zusammen mit dem Unternehmen WeRide in Madrid noch in diesem Jahr. Auch der Konkurrent Waymo verfügt weltweit über rund 5.000 Fahrzeuge und führt Tests in London durch.

Zusätzlich drängen weitere chinesische Akteure auf den Markt. Das Unternehmen Momenta erhielt im vergangenen Monat als erste chinesische Firma eine deutschlandweite Level-4-Testgenehmigung vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). In Kooperation mit Uber sollen ab 2026 Tests in München starten.

Momenta, das vor einem Monat bei seinem Börsengang in Hongkong 5,9 Milliarden HK-Dollar einnahm, arbeitet bereits mit Herstellern wie Mercedes-Benz und BMW zusammen. Parallel dazu startete Stellantis zusammen mit Pony.ai erste Versuche in Luxemburg mit elektrischen Transportern des Typs Peugeot e-Traveller, mit dem Ziel einer weiteren Expansion in Europa ab dem kommenden Jahr.

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