AWS, Windows

AWS Windows Server 2025: UEFI-Boot und neue Instanzen mit +43%

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 14:17 Uhr, Redaktion boerse-global.de

AWS migriert Windows Server AMIs zu UEFI und Nitro-Plattform. Neue Instanzen mit Intel Xeon 6 und höherer Bandbreite verfügbar.

AWS stellt Windows-Server-Images auf UEFI-Boot um
Moderner Serverraum mit blauen und grünen Datenströmen, betont fortschrittliche Cloud-Infrastruktur und Hochleistungsrechnen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Amazon Web Services stellt seine Windows-Server-Images auf moderne Boot-Modi um – das hat Folgen für Unternehmen.

Der Cloud-Riese hat am heutigen Samstag weitreichende Änderungen an seinen Windows Server Amazon Machine Images (AMIs) bekannt gegeben. Konkret setzt AWS bei den neuen Windows-Server-2025-Images nun standardmäßig auf den UEFI-Boot-Modus. Gleichzeitig schränkt der Anbieter die Hardware-Kompatibilität ein: Die Images laufen künftig ausschließlich auf Nitro-basierten EC2-Instanzen und setzen gp3-EBS-Volumes voraus.

Abschied von alten Tools

Für Administratoren bedeutet der Wechsel auch eine Änderung der Verwaltungswerkzeuge. Bei Windows-Server-Versionen von 2016 bis 2022 ersetzt AWS den langjährigen EC2Config-Dienst durch das modernere EC2Launch-Framework. Zudem empfiehlt das Unternehmen, die paravirtualisierten Treiber (PV-Treiber) auf Windows-Instanzen zu aktualisieren.

Der Upgrade-Prozess löst automatisch einen Neustart aus – mit einer Ausfallzeit von bis zu 15 Minuten. Besondere Vorsicht ist bei Domain-Controllern geboten: Hier ist ein spezielles Verfahren nötig, um Synchronisationsprobleme zu vermeiden.

Neue Hochleistungs-Instanzen

Parallel zu den Software-Anpassungen hat AWS am Freitag mehrere neue Instanz-Typen in zusätzlichen Regionen verfügbar gemacht. Die Modelle R8in, R8ib, R8idn und R8idb – basierend auf Intel-Xeon-Scalable-Prozessoren der sechsten Generation und moderner Nitro-Hardware – sind nun auch in den Rechenzentren in Frankfurt, Tokio und Irland nutzbar.

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Die neuen Instanzen bieten eine Netzwerkbandbreite von bis zu 600 Gbit/s. Die Rechenleistung pro vCPU soll im Vergleich zu den Vorgängermodellen um bis zu 43 Prozent gestiegen sein.

Ebenfalls neu: Die speicheroptimierten I7ie-Instanzen mit Intel-Xeon-Prozessoren der fünften Generation und bis zu 120 TB NVMe-Speicher. Sie sind ab sofort in der Region Hyderabad verfügbar und versprechen eine um 20 Prozent bessere Preis-Leistung als die bisherigen I3en-Modelle.

Microsoft verschärft Sicherheitsvorgaben

Die AMI-Updates fallen in eine Phase zunehmender Sicherheitsanforderungen für Windows-Umgebungen. Bereits am kommenden Dienstag, dem 14. Juli 2026, entfernt Microsoft endgültig den RC4-Registry-Key. Damit wird die Möglichkeit gestrichen, zum veralteten RC4-Kerberos-Authentifizierungsprotokoll zurückzukehren. Betroffen sind vor allem Dienstkonten, die noch nicht auf sicherere Verschlüsselungsstandards umgestellt wurden.

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Hintergrund der Maßnahmen sind aktuelle Sicherheitsvorfälle: Nach der Entdeckung der RoguePlanet-Zero-Day-Lücke (CVE-2026-50656) und des Golang-basierten GigaWiper-Backdoors hat Microsoft seine Patch-Empfehlungen verschärft. Aufgrund der zunehmenden Geschwindigkeit von Exploit-Entwicklungen – nicht zuletzt durch den Einsatz künstlicher Intelligenz – rät der Software-Konzern nun, Qualitäts-Updates innerhalb eines Tages nach Veröffentlichung zu installieren. Die maximale Schonfrist beträgt zwei Tage.

Um diesen schnelleren Rhythmus zu unterstützen, erhält Windows Autopatch neue Sicherheits-Dashboards. Zudem setzt Microsoft verstärkt auf Hotpatching, um die Zahl der erforderlichen Neustarts zu reduzieren.

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