Azure-Breach, Hacker

Azure-Breach: Hacker bietet 1,7 Mio. McDonald's-Mitarbeiterdaten an

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 08:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bedrohungsakteur will Azure-Zugänge von neun Firmen kompromittiert haben. Sicherheitsfirma Hudson Rock bestätigt die Echtheit der Datenproben.

Hacker bietet Millionen Mitarbeiterdatensätze von Großkonzernen zum Verkauf an
Nahaufnahme einer modernen Serverinfrastruktur mit blau leuchtenden LED-Statusanzeigen in einem Rechenzentrum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein unter dem Pseudonym „TheHatman“ agierender Bedrohungsakteur behauptet aktuell, Zugriff auf interne Mitarbeiterverzeichnisse aus den Azure- beziehungsweise Entra-ID-Mandanten von neun multinationalen Konzernen erlangt zu haben. Die betroffenen Datensätze werden derzeit zum Verkauf angeboten. Sicherheitsanalysten haben bereits erste Untersuchungen zur Glaubwürdigkeit dieser Behauptungen eingeleitet.

Umfang der betroffenen Mitarbeiterdaten

Den vorliegenden Informationen zufolge variiert das Ausmaß des mutmaßlichen Datenabflusses je nach Unternehmen erheblich. Der Bedrohungsakteur führt in seinem Angebot konkrete Zahlen zu den entwendeten Datensätzen an. Demnach entfallen auf den Systemgastronomie-Konzern McDonald's 1,7 Millionen Datensätze, während für den IT-Dienstleister TCS 800.000 Einträge gelistet werden.

Weitere betroffene Unternehmen sind der Telekommunikationsanbieter Vodafone mit 425.000 und das Technologieunternehmen HCL mit 250.000 Datensätzen. Für die Hotelgruppe IHG werden 185.000 und für den IT-Infrastrukturdienstleister Kyndryl 170.000 Datensätze angegeben.

Die Modekette Gap ist mit 80.000 Einträgen vertreten, gefolgt vom IT-Unternehmen Hexaware mit 20.000 sowie der Hotelgruppe Wyndham mit 9.000 Datensätzen.

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Art der exfiltrierten Informationen

Die zum Verkauf stehenden Informationen sollen sensible Details aus der internen Unternehmensstruktur preisgeben. Berichten zufolge umfassen die Daten neben Namen und E-Mail-Adressen auch Telefonnummern, Postanschriften sowie Jobtitel der Angestellten.

Darüber hinaus sollen Informationen über Vorgesetzte, Gruppenmitgliedschaften innerhalb der Organisation und Details zu Dienstkonten enthalten sein. Besonders kritisch wird die Nennung von Namen der globalen Administratoren gewertet, die über weitreichende Zugriffsrechte in den jeweiligen IT-Umgebungen verfügen.

Analysen zur Authentizität und Herkunft

Das Sicherheitsunternehmen Hudson Rock hat die von dem Akteur bereitgestellten Datenproben untersucht und stuft diese als glaubwürdig ein. In einer aktuellen Analyse bestätigten die Experten die Authentizität der Daten. Dabei wurde ein Zusammenhang mit Infostealer-Software festgestellt, durch die Anmeldedaten für Azure-Umgebungen kompromittiert worden sein sollen.

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Laut den Untersuchungen konnten spezifische Verbindungen zu Infostealer-Infektionen bei den Unternehmen TCS, Gap, HCL und Kyndryl identifiziert werden. Dies deutet darauf hin, dass die Exfiltration der Mitarbeiterlisten aus den Azure/Entra-Mandanten durch zuvor entwendete Zugangsdaten ermöglicht wurde.

Die Kampagne zur Datenexfiltration soll nach Angaben von Branchenbeobachtern in den vergangenen Tagen gezielt auf diese Cloud-Infrastrukturen ausgerichtet gewesen sein.

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