BaFin warnt: Zwei neue Betrugsmaschen überfluten WhatsApp
13.06.2026 - 19:46:52 | boerse-global.de
Gleich zwei neue Betrugsmaschen überschwemmen aktuell WhatsApp und soziale Netzwerke.
Falsche Professoren locken mit Aktientipps
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Kriminelle haben WhatsApp-Gruppen mit Namen wie „IK Kern-Austauschkreis“ oder „Leuchtturm Navigation“ gegründet. Dahinter steckt keine seriöse Beratung, sondern dreister Identitätsdiebstahl.
Die Täter geben sich als „Professor Kern“, „Professor Grob“ oder „Assistentin Anna“ aus. Sie behaupten, für die britische Firma IK Investment Partners Limited zu arbeiten. Die BaFin stellt klar: Die App „IK Markets Max“ hat keinerlei Erlaubnis für Finanzgeschäfte.
Opfer werden mit hohen Renditeversprechen geködert. Zeitdruck soll sie zu schnellen Überweisungen drängen. Wer bereits gezahlt hat, soll Strafanzeige erstatten.
DWS-Marke missbraucht
Parallel warnt die DWS Investment GmbH vor Betrügern, die ihren Namen nutzen. Die Domain dws-markets.trade führt nachweislich auf eine Fake-Seite. Auch gefälschte Facebook-Profile und WhatsApp-Gruppen sind im Umlauf.
Das Unternehmen betont: Es gibt keine offiziellen Beratungskanäle über WhatsApp oder Facebook-Botschafter. Wer dort persönliche Daten eingibt, spielt den Kriminellen direkt in die Hände.
44-Jähriger verliert fünfstelligen Betrag
Die Polizei Regenstauf meldet einen konkreten Fall: Ein Mann aus der Region überwies nach Kontaktaufnahme über soziale Medien Geld auf ausländische Konten. Als er seine Gewinne auszahlen wollte, brachen die Betrüger den Kontakt ab.
Sein Schaden: eine hohe fünfstellige Summe.
Joker-Malware im Play Store
Doch nicht nur Investment-Betrug ist gefährlich. Sicherheitsbehörden entdeckten acht Android-Apps im Google Play Store, die mit der „Joker“-Malware infiziert waren. Titel wie „Auxiliary Message“ und „Element Scanner“ installierten Spyware und buchten teure Abos.
Die Kosten pro App: bis zu 240 Britische Pfund jährlich.
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KI macht Betrug zur Massenware
Die aktuellen Fälle sind kein Einzelfall. Die Bedrohungslage hat sich 2026 drastisch verschärft. KI-gesteuerte Phishing-Angriffe haben sich verzehnfacht. Über 82 Prozent aller Phishing-Mails werden mittlerweile mit künstlicher Intelligenz erstellt.
Das FBI beziffert die weltweiten Verluste durch Cyberkriminalität für 2025 auf rund 19,5 Milliarden Euro. Besonders gefährdet: Menschen unter 35 Jahren. Sie werden statistisch doppelt so häufig Opfer wie ältere Generationen.
