Batterierahmen-Revolution, GussstĂĽck

Batterierahmen-Revolution: VW ersetzt 123 Teile durch GussstĂĽck

Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 16:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Volkswagen plant ab 2029 Batterierahmen aus einem Gussstück. Das senkt Gewicht und Kosten, verändert aber auch die Zuliefererstruktur.

VW setzt auf Riesen-Gussrahmen: Ein Teil ersetzt 123 Komponenten
Hochwertige Industriewerkzeuge auf einer Werkbank in einer professionellen Fertigungsumgebung. Illustration mit AI erstellt ĂĽbermittelt durch boerse-global.de

Volkswagen will ab 2029 Batterierahmen aus einem einzigen Gussteil fertigen. Das spart Kosten und Gewicht – und verändert die Zuliefererlandschaft.

Ein Teil statt 123 Einzelteile

Im Projekt „Gamechanger“ ersetzt VW Batterierahmen aus 123 Einzelteilen durch ein einziges Gussstück. Die Maschinen dafür haben eine Schließkraft von 92.000 kN. Das Ergebnis: rund 10 Prozent weniger Gewicht und etwa 15 Prozent niedrigere Kosten.

Die Produktion von 500.000 Einheiten pro Jahr ist geplant. Klassische Blechteile-Zulieferer verlieren dadurch an Bedeutung, das Guss-Kompetenzzentrum in Kassel wird gestärkt. Betroffen sind künftige Modelle der SSP-Plattform wie der elektrische Golf und der E-T-Roc.

Maschinenpark clever umbauen

Nicht nur neue Hardware steigert die Effizienz. Wer den gesamten Maschinenpark strategisch analysiert, kann Kapazitäten deutlich erhöhen. Ein Beispiel aus der Pharmabranche: Vier alte Tablettenpressen wurden durch zwei optimierte Maschinen ersetzt – die Kapazität stieg um 50 Prozent.

Der Prozess folgt einem klaren Muster: Standortanalyse, Strategieanpassung, Roll-out. Ähnliches gilt für Spritzgusswerkzeuge. Bis zu 80 Prozent der späteren Kosten entstehen bereits in der Designphase. Eine gleichmäßige Wandstärke von 2,0 bis 2,5 mm reduziert die Bearbeitungszeit um bis zu 25 Prozent.

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VW plant, Batterierahmen künftig aus einem einzigen Gussteil zu fertigen – ein Teil statt 123. Für Zulieferer heißt das: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den eigenen Maschinenpark strategisch zu analysieren und anzupassen. Unser Leitfaden zeigt in 3 Schritten, wie Sie Kapazitäten steigern und Kosten senken – von der Materialwahl bis zur Oberflächenhärtung. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern

Die Wahl des Materials entscheidet über die Wirtschaftlichkeit. Aluminiumformen sind günstiger in der Anschaffung. Bei über 100.000 Zyklen lohnen sich jedoch Stahlformen – sie senken die Kosten pro Stück um etwa 60 Prozent.

Härter, widerstandsfähiger, langlebiger

Das S3P-Niedertemperatur-Randschichthärten macht korrosionsbeständige Stähle härter, ohne ihren Schutz zu beeinträchtigen. Bei Temperaturen unter 500 °C erreichen Oberflächen Härtewerte von 800 bis 1300 HV0,05. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die Verschleißspurtiefe sinkt um bis zu 96 Prozent, der Kaltverschweißwiderstand steigt bei bestimmten Edelstählen um das 18-fache. In korrosiven Umgebungen prognostizieren Experten eine zehnfach längere Lebensdauer.

Klassisch bleibt die Hartverchromung: Das elektrochemische Verfahren ist weiterhin Standard für Präzisionsteile in Luft- und Raumfahrt sowie Medizintechnik. Entscheidend ist die Vorbereitung der Grundmetalle wie Stahl, Kupfer oder Titan – sie bestimmt Maßhaltigkeit und Korrosionsschutz.

Werkzeug-Trends: Hybrid-Fertigung und dicke Rabatte

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Bis zu 80 Prozent der Werkzeugkosten entstehen bereits in der Designphase. Wer die richtige Materialwahl trifft und moderne Härteverfahren einsetzt, kann die Lebensdauer seiner Bauteile deutlich verlängern – und damit Kosten sparen. Unser Leitfaden erklärt, wann sich Alu- oder Stahlformen lohnen und wie das S3P-Verfahren die Verschleißfestigkeit steigert. Leitfaden zur Werkzeug-Optimierung jetzt sichern

Die US Navy setzt auf hybride Systeme aus additiver Fertigung und CNC-Bearbeitung. Damit repariert sie komplexe Metallkomponenten direkt vor Ort – expeditionäre Fertigung für die Flotteninstandhaltung.

Im Handel lockt derweil ein Preiskampf bei Markenwerkzeugen. Anfang August 2026 gab es bei Großhändlern und Online-Plattformen Rabatte von teilweise über 40 bis 60 Prozent auf Akku-Schlagbohrschrauber, Werkzeugsets und Sägesysteme von Makita, DeWalt und Einhell. Auch Schraubendrehersätze und modulare Werkzeugkoffer waren deutlich reduziert. Das senkt die Schwelle für Investitionen in langlebige Industriestandards – für Profis wie ambitionierte Heimwerker.

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