Bauchspeicheldrüsenkrebs, Vitamin

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Vitamin C verdoppelt Überlebenszeit

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 03:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue Studiendaten zeigen: Hochdosiertes Vitamin C in Kombination mit Chemotherapie verdoppelt die Überlebenszeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Phase-II-Studie: Vitamin C verdoppelt Überlebenszeit bei Krebs
Eine medizinische Infusionslösung in einer klinischen Laborumgebung als Symbol für onkologische Forschung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Hochdosiertes Vitamin C verdoppelt Überlebenszeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das zeigen aktuelle Daten einer Phase-II-Studie der University of Iowa.

Überlebenszeit verdoppelt

Der Onkologe Milan Risteski veröffentlichte am 23. Juli 2026 die Ergebnisse: 75 Gramm intravenöses Vitamin C dreimal wöchentlich, kombiniert mit einer Chemotherapie aus Gemcitabin und Nab-Paclitaxel, verdoppelte das Gesamtüberleben. Auch die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung verlängerte sich deutlich.

Die Patienten berichteten zudem von einer besseren Lebensqualität. Entscheidend ist die richtige Formulierung: Pharmakologisches Ascorbat mit neutralem pH-Wert ist zwingend erforderlich. Herkömmliche Vitamin-C-Ampullen aus Apotheken seien ungeeignet – ihre Osmolarität und ihr pH-Wert könnten Gefäß- und Nierenschäden verursachen.

Die zugrunde liegende Forschungsarbeit wurde bereits im November 2024 im Fachjournal Redox Biology publiziert.

Schutz vor krebserregenden Stoffen

Auch in der Prävention zeigt Vitamin C Wirkung. Studien im Journal of Theoretical Biology vom Juli 2026 deuten darauf hin: Vitamin-C-Supplemente können die Bildung krebserregender Chemikalien aus Nitriten reduzieren. Diese Stoffe kommen häufig in verarbeitetem Fleisch vor.

Parallel dazu untersuchten Forscher in PLOS One den Zusammenhang zwischen Vitamin-C-Status und Hirngesundheit. Ältere Menschen mit niedrigen Vitamin-C-Blutspiegeln wiesen demnach eine reduzierte kognitive Funktion und ein geringeres Hirnvolumen auf.

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 90 mg für Männer und 75 mg für Frauen. Die Obergrenze: 2000 mg pro Tag.

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Vitamin D: Pflicht in der Krebstherapie

Die aktualisierte S3-Leitlinie Komplementärmedizin bei Krebs vom Juli 2026 spricht eine klare Empfehlung aus: Die Messung und Substitution des Vitamin-D-Spiegels wird ausdrücklich angeraten. Anders sieht es bei der Misteltherapie aus – hier gibt es lediglich eine „Kann-Empfehlung“, die zudem nicht für alle Krebsarten gilt.

Wie wichtig eine gute Vitamin-D-Versorgung ist, zeigen Daten aus JAMA Dermatology vom 22. Juli 2026. Eine Gabe von 100.000 IE Vitamin D führte bei 87 Prozent der Patienten mit Hautschäden durch Strahlen- oder Chemotherapie innerhalb von durchschnittlich fünf Tagen zu einer Besserung.

Die Folge: Die meisten Patienten konnten ihre onkologische Behandlung ohne Unterbrechung fortsetzen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) schätzt, dass eine flächendeckende, optimale Vitamin-D-Versorgung die Krebssterblichkeit um rund 12 Prozent senken könnte.

Vorsicht bei Selbstmedikation

Trotz der vielversprechenden Ergebnisse warnen Experten vor unkontrollierter Selbstmedikation. Hochdosierte Gaben können mit herkömmlichen Therapeutika wechselwirken. Die S3-Leitlinie warnt explizit vor dem Konsum von Grapefruit und rät zur Vorsicht bei Johanniskraut oder Kurkuma während einer Krebstherapie.

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Auch die Qualität der Präparate am Markt ist ein Problem. Ein Bericht der Stiftung Warentest vom Januar 2026 bewertete nur zwei von 25 untersuchten Vitamin-D-Präparaten als empfehlenswert.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät für die tägliche Ergänzung zu maximal 800 IE (20 µg) – sofern keine medizinische Indikation für höhere Dosen vorliegt. Die Botschaft der Forscher: Supplementierung immer unter ärztlicher Aufsicht und mit Blick auf die spezifische onkologische Medikation durchführen.

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