Seltenes PhÀnomen: Manche Vögel bleichen aus
13.04.2024 - 09:23:36 | dpa.de
Sie sind eine seltene Laune der Natur: In GĂ€rten und Parkanlagen fallen immer mal wieder Amseln mit weiĂen Gefiederanteilen auf. Oft betroffen sind nach Auskunft von Stefan Bosch vom Naturschutzbund Nabu Baden-WĂŒrttemberg auch Haussperlinge, Dohlen und RabenkrĂ€hen. «Vor allem schwarze Vogelarten mit weiĂen Federn fallen besonders auf und beschĂ€ftigen die Menschen.»
Genaue Zahlen gebe es mangels systematischer Erhebungen nicht. Vermutlich liege der Anteil im unteren einstelligen Prozentbereich. «Eine offensichtliche HĂ€ufung in StĂ€dten und Siedlungen kann mit Defiziten im Nahrungsangebot aber auch mit der erhöhten Beobachtungswahrscheinlichkeit zusammenhĂ€ngen», erklĂ€rte Bosch. KĂŒrzlich hatte die «Pforzheimer Zeitung» ĂŒber eine in der Stadt gesichtete gefleckte Amsel berichtet.
Die sogenannten WeiĂlinge seien in der Regel nicht beeintrĂ€chtigt und verhielten sich arttypisch, so Bosch. «Allerdings haben sie ein erhöhtes Risiko, keinen Partner zu finden oder von einem Beutegreifer erwischt zu werden.»
Verschiedene Ursachen
Der Grund fĂŒr weiĂe Federn ist Bosch zufolge, dass schwarze Farbpigmente fehlen. Das könne verschiedene Ursachen haben - wie erbliche Faktoren, Krankheiten oder ErnĂ€hrungsdefizite. Bei RabenkrĂ€hen und Dohlen beispielsweise gingen weiĂe Abschnitte in den FlĂŒgelfedern oft auf Nahrungsdefizite zurĂŒck und mit einer miserablen FederqualitĂ€t einher. «Diese VerfĂ€rbungen sind hĂ€ufiger zu beobachten und hĂ€ngen nachweislich mit ErnĂ€hrungsdefiziten oft im stĂ€dtischen Umfeld zusammen.»
Bei genetischer Ursache bleichen Vögel dem Experten zufolge mit fortschreitendem Alter oft bis zum weitgehend weiĂen Vogel aus. Allerdings sei dieses PhĂ€nomen sehr selten. Möglich, aber noch seltener ist Albinismus in der Vogelwelt, bei dem meist alle Körperteile entfĂ€rbt sind und der durchblutete Augenhintergrund die Augen blutrot erscheinen lĂ€sst.
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