USA, Medien

Trump-Schwiegersohn zieht sich aus Warner-Gebot zurĂŒck

17.12.2025 - 01:35:25 | dpa.de

Beim Gebot von Paramount fĂŒr das Hollywood-Urgestein Warner Brothers sorgte fĂŒr Aufsehen, dass PrĂ€sidenten-Schwiegersohn Jared Kushner als Geldgeber mit an Bord war. Damit ist nun Schluss.

Um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers ist eine Bieterschlacht entbrannt. (Archivbild) - Foto: Jae C. Hong/AP/dpa

Der Schwiegersohn von US-PrĂ€sident Donald Trump, Jared Kushner, hat sich aus der Bieterschlacht um den Hollywood-Konzern Warner Brothers zurĂŒckgezogen. Kushners Investmentfirma Affinity Partners war unter den Geldgebern des Warner-Rivalen Paramount bei dessen 108,4 Milliarden Dollar schwerem Gebot. Affinity habe entschieden, den Plan nicht weiterzuverfolgen, sagte ein Sprecher dem Finanzdienst Bloomberg. 

Nach Bloomberg-Informationen wollte Affinity rund 200 Millionen Dollar zu Paramounts Gebot beitragen. In den USA sorgte aber die Beteiligung eines Mitglieds der PrĂ€sidentenfamilie in den vergangenen Tagen fĂŒr Kritik. Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet.

Der Streaming-Riese Netflix hatte sich beim Warner-Management mit einem Angebot von knapp 83 Milliarden Dollar nur fĂŒr das Studio- und Streaming-GeschĂ€ft durchgesetzt. Paramount will hingegen den gesamten heutigen Konzern Warner Bros. Discovery samt der TV-Sender kaufen - darunter auch CNN.

Trump will neuen Besitzer fĂŒr CNN 

Trump forderte, dass bei einem Warner-Deal unbedingt auch der Nachrichtensender den Besitzer wechseln mĂŒsse. Bei CNN wird der US-PrĂ€sident oft kritisiert. Paramount gehört seit wenigen Monaten der Familie des Software-MilliardĂ€rs Larry Ellison, der als Trump-UnterstĂŒtzer bekannt ist. In der Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS gab es nach der Übernahme einen Umbau. Die neue Chefredakteurin Bari Weiss bot zudem eine Plattform fĂŒr Erika Kirk, die Witwe des von einem AttentĂ€ter getöteten rechten Aktivisten Charlie Kirk.

Da Warner das Netflix-Gebot vorzog, beschloss Paramount, sich mit einem Angebot direkt an die AktionÀre zu wenden. Sie haben zunÀchst bis Anfang Januar Zeit, es anzunehmen. Dem Warner-Management bereitete unter anderem Bauchschmerzen, dass das Paramount-Angebot auch 24 Milliarden Dollar der Staatsfonds von Saudi-Arabien, Abu Dhabi und Katar enthÀlt. Diese wollen aber auf ein Mitspracherecht im GeschÀft etwa durch einen Sitz im Verwaltungsrat verzichten.

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