Benevity-App im Teams Store: Für Bestandskunden ohne Aufpreis
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 00:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwareanbieter Benevity Inc. hat seine Anwendung für Microsoft Teams im Microsoft Teams Store veröffentlicht. Wie aus Unternehmensberichten hervorgeht, steht die App bestehenden Kunden des Anbieters aus Calgary, die über aktive Module für Spenden oder Freiwilligenarbeit verfügen, ohne zusätzliche Kosten innerhalb ihres bestehenden Abonnements zur Verfügung. Damit lassen sich Initiativen zur unternehmerischen Sozialverantwortung unmittelbar in die alltägliche Kommunikationsumgebung einbinden.
Direkte Abwicklung im Chat und automatisierte Prüfung
Über die neu im Store bereitgestellte Anwendung können Beschäftigte mit verknüpftem Microsoft- und Benevity-Konto gemeinnützige Aktionen sowie Ehrenamtsangebote in den jeweiligen Teams-Kanälen teilen. Der Abschluss von Spendentransaktionen erfolgt anschließend über einen privaten Chat mit dem Benevity-Bot.
Für Zahlungen stehen mehrere Optionen bereit: Nutzer können auf Unternehmensprämien, persönliche Guthaben auf dem Spendenkonto oder Gehaltsabzüge zurückgreifen. Die Plattform überprüft dabei unternehmensspezifische Förderkriterien und Matching-Regeln in Echtzeit, während Termine für ehrenamtliche Einsätze automatisch mit den Kalendern der Beschäftigten synchronisiert werden.
Benevity-CEO Soraya Alexander betonte hierzu, das Ziel bestehe darin, soziales Engagement direkt in jene digitalen Werkzeuge zu überführen, die Mitarbeiter ohnehin für ihre tägliche Arbeit nutzen.
Niedrige Beteiligungsquoten und geplante Erweiterungen
Hintergrund der tieferen Integration in bestehende Arbeitsabläufe sind die oft geringen Beteiligungsraten bei traditionellen Programmen. Laut dem Bericht „State of Corporate Volunteering“ der Forschungsinitiative Benevity Impact Labs liegt die durchschnittliche Teilnahmequote von Mitarbeitern in unternehmenseigenen Programmen für Freiwilligenarbeit lediglich zwischen 10,8 Prozent und 13,6 Prozent.
Viele CSR-Programme erreichen nur einen Bruchteil der Belegschaft, weil Spenden und Ehrenamt außerhalb der täglichen Arbeitsabläufe stattfinden. Der neue Praxis-Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Spenden und Ehrenamt direkt in Ihre Kommunikationsumgebung verlagern — von der Kontoverknüpfung bis zur ersten Kampagne im Kanal. Kostenlosen Praxis-Leitfaden anfordern
Um die Reichweite über klassische Büroarbeitsplätze hinaus zu vergrößern, plant das Unternehmen bereits weitere Schritte. So sollen künftig zusätzliche Kollaborationsplattformen wie Slack angebunden werden.
Zudem ist ein QR-Code-basierter Zugang vorgesehen, um weltweit schätzungsweise 2,7 Milliarden Beschäftigte ohne festen PC-Arbeitsplatz zu erreichen. Diese Gruppe umfasst rund 80 Prozent der weltweiten Erwerbsbevölkerung in operativen Frontline- oder Deskless-Rollen.
Bisheriges Spendenvolumen der Plattform
Das kanadische Unternehmen wickelt seit 2008 Spenden- und Ehrenamtsprogramme für Firmenkunden ab. Nach Angaben von Benevity wurden über das System seitdem mehr als 36 Milliarden US-Dollar an über 560.000 gemeinnützige Organisationen weltweit weitergeleitet, während sich mehr als 7,7 Millionen sogenannte Changemaker über die Plattform engagiert haben.
Frontline- und Deskless-Beschäftigte ohne festen PC-Arbeitsplatz bleiben bei klassischen CSR-Programmen meist außen vor. Der Leitfaden zeigt, wie ein QR-Code-basierter Zugang und die Chat-Abwicklung diese Gruppe erreichen — und was heute schon möglich ist. QR-Code-Zugang für Deskless-Teams einordnen
Durch die Einbindung in Standardanwendungen wie Microsoft Teams soll der Zugang zu solchen Initiativen für Belegschaften künftig mit weniger bürokratischem Aufwand verbunden sein.
