Betrug in Bielefeld: Schockanrufer setzen erstmals Kinder als Abholer ein
Veröffentlicht: 02.07.2026 um 15:10 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Polizei Koblenz sowie Dienststellen in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg schlagen Alarm: BetrĂŒger nutzen derzeit vermehrt perfide Maschen, um vor allem Senioren um ihren Schmuck und ihr Erspartes zu bringen. Im Fokus steht der sogenannte Kettentrick.
So lÀuft der Kettentrick ab
Die TĂ€ter sind Ă€uĂerst geschickt. Sie sprechen ihre Opfer meist auf offener StraĂe an und bitten unter einem Vorwand um Hilfe oder Informationen. WĂ€hrend des GesprĂ€chs versuchen sie, den Betroffenen Modeschmuck als vermeintliches Dankeschön um den Hals zu legen.
Genau in diesem Moment der Ablenkung tauschen die Diebe den echten, hochwertigen Schmuck der Opfer unbemerkt gegen die wertlosen Imitate aus. Besonders Senioren stehen im Visier der TĂ€tergruppen.
Die Polizei rĂ€t: Wertvollen Schmuck nur bedacht in der Ăffentlichkeit tragen. Bei aufdringlichen Personen distanziert bleiben. Im Zweifelsfall sofort den Notruf 110 wĂ€hlen.
Falsche Handwerker in Bottrop, Gladbeck und Cottbus
Neben dem Kettentrick hĂ€ufen sich die FĂ€lle von BetrĂŒgern, die sich als Handwerker ausgeben. In Bottrop gab sich am 30. Juni ein Unbekannter als Wasserwerker aus. Er verschaffte sich Zutritt zu einer Wohnung an der ProsperstraĂe und entwendete eine Schmuckschatulle.
In Bielefeld schickten BetrĂŒger einen zehnjĂ€hrigen Jungen als Abholer zu einer Seniorin. Mit dem kostenlosen Sicherheits-Check wissen Ihre Eltern, worauf sie achten mĂŒssen. Keine medizinische Diagnose. Sicherheits-Check per E-Mail anfordern
Der TĂ€ter ist etwa 30 bis 35 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groĂ und wiegt rund 80 Kilogramm. Er trug eine orangefarbene Warnweste und sprach mit Akzent.
Einen Tag spĂ€ter in Gladbeck-Mitte: Ein angeblicher Klempner durchsuchte die SchrĂ€nke eines Ă€lteren Ehepaars. Bereits am 30. Juni traf es eine 95-jĂ€hrige Frau in Cottbus. Falsche Fensterputzer stahlen ihre Bankkarten und SparbĂŒcher. Der Schaden liegt laut Polizei bei ĂŒber 10.000 Euro.
Neue Masche bei Schockanrufen in Bielefeld
In Bielefeld registrierte die Polizei am 1. Juli eine besonders perfide Variante der Schockanrufe. Eine Seniorin erhielt einen Anruf, ihre Tochter sei in einen schweren Unfall verwickelt. Zur Deckung angeblicher Kosten schickten die BetrĂŒger einen etwa zehnjĂ€hrigen Jungen zu der Frau, um deren Schmuck abzuholen.
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Die Polizei betont: Der Einsatz eines Kindes als Abholer wurde in dieser Form in Bielefeld bislang nicht verzeichnet.
Die Ermittler aller betroffenen Regionen raten dringend: Lassen Sie keine unbekannten Handwerker oder Dienstleister unangemeldet in die Wohnung. Informationen zu VerdÀchtigen nehmen die zustÀndigen Dienststellen unter den veröffentlichten Rufnummern oder dem Notruf 110 entgegen.
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