Betrug per KI und Phishing: Behörden schlagen Alarm vor Welle
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 00:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Zahl der Betrugsversuche steigt rasant â von Phishing-Mails ĂŒber falsche AmtstrĂ€ger bis zu KI-generierten Erpressungsvideos. Behörden schlagen Alarm.
Phishing-Wellen gegen Versicherte und Bankkunden
Die AOK warnt vor einer neuen Masche. Versicherte erhalten E-Mails, die angeblich zum Austausch der Gesundheitskarte auffordern. Ein Link fĂŒhrt zu einer gefĂ€lschten Seite. Die TĂ€ter drohen mit Sperrung der Karte zum 1. August. Auch unter dem Vorwand von RĂŒckerstattungen oder BlutzuckermessgerĂ€ten versuchen sie, an sensible Daten zu kommen.
Ăhnlich lĂ€uft es bei den Sparkassen. BetrĂŒger verschicken gefĂ€lschte Mails von der Adresse ashoj.com. Unter dem Vorwand eines Sicherheitsupdates locken sie auf manipulierte Webseiten â Ziel sind Bankleitzahlen, BIC-Nummern und Zugangsdaten. In Ludwigshafen gab es zudem Schockanrufe: Angeblich Mitarbeiter der Sparkasse versuchten, PINs und Karten zu erbeuten. Ab Ende August planen Polizei und Sparkasse gemeinsame AufklĂ€rungsveranstaltungen.
Auch der BĂŒrgerbeauftragte von Rheinland-Pfalz ist betroffen. Die Verbraucherzentrale warnt vor Mails mit unberechtigten Zahlungsaufforderungen. Klarstellung: Das BĂŒro fordert niemals per E-Mail zur Zahlung auf.
KI-gestĂŒtzte Erpressung und digitale Manipulation
Das PolizeiprĂ€sidium Mainz meldet einen Fall von Deepfake-Erpressung. Ein Mann lernte online eine Person kennen, lehnte Zahlungsaufforderungen ab â und erhielt ein KI-generiertes Video. Es zeigte eine fingierte Nachrichtensendung, die vor ihm warnte.
Ob gefĂ€lschte Bank-Mails oder manipulierte Webseiten â BetrĂŒger nutzen immer raffiniertere Wege, um an Ihre Daten zu gelangen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache SchutzmaĂnahmen, mit denen Sie Ihr Android-Smartphone effektiv gegen Hacker und Datenmissbrauch absichern. 5 SchutzmaĂnahmen jetzt entdecken
Das Landeskriminalamt und VerbraucherschĂŒtzer haben fĂŒnf zentrale KI-Betrugsfelder identifiziert: Love Scamming, Sextortion, manipulierte Werbung, Phishing und Schockanrufe mit geklonten Stimmen. Ihr Rat: Nicht unter Druck setzen lassen. Im Familienkreis Codewörter fĂŒr Telefonate vereinbaren.
Strafrechtliche Aufarbeitung und Festnahmen
In Wien begann am 23. Juli der Prozess gegen eine 46-JĂ€hrige. Ohne medizinische Ausbildung soll sie als SchönheitsĂ€rztin praktiziert haben. Die Anklage: schwere Körperverletzung in 39 FĂ€llen, Betrug und Untreue â Schadenssumme ĂŒber 300.000 Euro. Die Angeklagte gestand fahrlĂ€ssige Körperverletzung, bestritt aber Vorsatz. Der Prozess wird am 24. September fortgesetzt.
Vor dem Landgericht Kleve steht ein 30-JÀhriger, der sich als NotfallsanitÀter ausgegeben haben soll. Nach einem Einsatz im August 2024, bei dem ein Patient starb, lautet die Anklage auf Totschlag und UrkundenfÀlschung. Die FÀlschungen rÀumte er ein, den Tötungsvorsatz bestritt er.
Da immer mehr sensible Anwendungen wie Online-Banking und PayPal ĂŒber mobile GerĂ€te laufen, wird der Schutz vor digitaler KriminalitĂ€t lebenswichtig. Erfahren Sie in diesem gratis PDF-Leitfaden, wie Sie mit minimalem Aufwand die Sicherheit Ihres Smartphones maximieren und sich vor AusspĂ€hung schĂŒtzen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen
Die Polizei meldet mehrere Fahndungserfolge gegen falsche Beamte:
- In Wuppertal nahmen Ermittler am 21. Juli einen 20-jĂ€hrigen Moldauer fest. Er soll Mitte Juli ein Seniorenehepaar um einen fĂŒnfstelligen Betrag betrogen haben.
- In Wien-Favoriten griffen EinsatzkrÀfte in der Nacht zum 22. Juli einen 23-JÀhrigen auf. Bei ihm fanden sie gefÀlschte Dienstausweise und Bargeld.
- Im Kanton Schaffhausen fĂŒhrte eine kontrollierte GeldĂŒbergabe am 15. Juli zur Festnahme eines mutmaĂlichen Gehilfen. Ein Senior hatte zuvor bereits 50.000 Franken an Unbekannte verloren.
Die Polizei mahnt zur Vorsicht: Die TĂ€ter agieren oft in organisierten Banden. Erst kĂŒrzlich brachte eine Gruppe in Saalfeld eine Seniorin um Schmuck und MĂŒnzen im Wert von rund 60.000 Euro â sie gaben sich als Kriminalbeamte und AnwĂ€lte aus.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Ănderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.
