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Betrugsnetzwerk zerschlagen: 100 Mio. Euro monatlich erbeutet

Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 17:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

NiederlĂ€ndische Polizei zerschlug mit Europol ein Netzwerk aus 20 Callcentern. Der mutmaßliche Drahtzieher wurde in Polen festgenommen.

Internationaler Betrugsring zerschlagen: 100 Mio. Euro monatlich erbeutet
GlĂŒhendes rotes Alarmsignal ĂŒber digitaler Europakarte, das die Zerschlagung eines internationalen Betrugsnetzwerks durch die Polizei darstellt. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die niederlĂ€ndische Polizei hat in Zusammenarbeit mit Europol und den belgischen Behörden das kriminelle Netzwerk nun zerschlagen. Seit 2021 operierte die Bande mit etwa 20 Callcentern und ĂŒber 700 Mitarbeitern.

Fake-Berater und falsche Investment-Plattformen

Die TĂ€ter gingen mit erschreckender ProfessionalitĂ€t vor. Sie schufen tĂ€uschend echte Investment-Plattformen und ließen hunderte falsche Finanzberater auf die Opfer los. Die Masche: Lockangebote fĂŒr angeblich renditestarke Anlagen, oft in KryptowĂ€hrungen. In Wirklichkeit floss das Geld direkt in die Taschen der BetrĂŒger.

Um die Spur zu verwischen, setzte die Bande auf Kryptomixer und komplexe GeldwĂ€sche-Methoden. Die SchĂ€den sind enorm: Allein in den Niederlanden gingen 550 Anzeigen ein, der Gesamtschaden liegt bei rund 25 Millionen Euro. In Belgien zĂ€hlten die Ermittler etwa 200 Beschwerden. Im Schnitt verloren die Opfer mehr als 10.000 Euro – manche sogar deutlich mehr.

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Festnahme des mutmaßlichen Drahtziehers

Der entscheidende Schlag gelang den Ermittlern bereits Ende Mai. Ein 46-jĂ€hriger Israeli mit polnischem Pass wurde in Polen festgenommen und anschließend an die Niederlande ausgeliefert. Der Mann ist kein Unbekannter: Insidern zufolge soll er bereits 1998 in einen spektakulĂ€ren Hackerangriff auf das Pentagon verwickelt gewesen sein.

Die Behörden blieben hartnĂ€ckig. Anfang Juli folgte eine zweite Verhaftungswelle: Zwischen dem 7. und 10. Juli durchsuchte die Polizei gleichzeitig Objekte in Zypern, Griechenland und Belgien. Um die unteren RĂ€nge der Organisation zu knacken, starteten die NiederlĂ€nder zudem die Aktion „Operation Sunflower“. Über ein spezielles Portal werden Callcenter-Mitarbeiter zur Kooperation mit den Ermittlern aufgefordert.

Wenn BetrĂŒger ein zweites Mal zuschlagen

Die Polizei warnt jetzt eindringlich vor einer perfiden Nachfolgemasche: den sogenannten „Recovery Scams“. Dabei geben sich Kriminelle als Ermittler, AnwĂ€lte oder Spezialisten aus und versprechen den bereits GeschĂ€digten, ihr Geld zurĂŒckzuholen – natĂŒrlich gegen eine Vorauszahlung. Besonders tĂŒckisch: Oft stecken dieselben Netzwerke dahinter, die schon den Erstbetrug begangen haben.

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Die internationale Dimension solcher Betrugsformen ist gewaltig. SchĂ€tzungen der Vereinten Nationen zufolge setzen kriminelle Organisationen weltweit jĂ€hrlich mehrere zehn Milliarden Euro mit diesen Maschen um. Erst Anfang des Jahres deckte eine Razzia in Osttimor ein Ă€hnlich strukturiertes Netzwerk auf, das hunderte auslĂ€ndische ArbeitskrĂ€fte beschĂ€ftigte. Die aktuellen Festnahmen sind ein wichtiger Erfolg – doch das Problem bleibt global.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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