Bewegungsmangel: 1,8 Milliarden Menschen verfehlen WHO-Richtwerte
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 21:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Mangel an körperlicher BetĂ€tigung hat sich weltweit zu einer wachsenden Herausforderung fĂŒr die öffentliche Gesundheit entwickelt. Einer im Fachmagazin The Lancet Global Health veröffentlichten Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge erreichten im Jahr 2022 rund 31 Prozent der Erwachsenen weltweit nicht das empfohlene MaĂ an körperlicher AktivitĂ€t. Dies entspricht einer Gesamtzahl von etwa 1,8 Milliarden Menschen. Im Vergleich zum Jahr 2010 markiert dieser Wert einen Anstieg der InaktivitĂ€t um 5 Prozentpunkte.
Regionale DisparitÀten und geschlechtsspezifische Unterschiede
Die Auswertungen der WHO verdeutlichen, dass das AusmaĂ der körperlichen InaktivitĂ€t weltweit stark variiert. Besonders hohe Quoten wurden in den Regionen Asien-Pazifik mit 48 Prozent sowie in SĂŒdasien mit 45 Prozent verzeichnet. Diese Gebiete liegen damit deutlich ĂŒber dem globalen Durchschnitt.
Zudem bestehen signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Laut den Daten der Weltgesundheitsorganisation weisen Frauen mit einem Anteil von 34 Prozent eine höhere Rate an körperlicher InaktivitĂ€t auf als MĂ€nner, bei denen dieser Wert bei 29 Prozent liegt. Die Untersuchung unterstreicht damit eine anhaltende LĂŒcke in der Beteiligung an gesundheitsfördernder Bewegung zwischen MĂ€nnern und Frauen.
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Empfehlungen der WHO und Ausblick bis zum Jahr 2030
Um gesundheitliche Risiken zu minimieren, hĂ€lt die WHO an ihren etablierten Empfehlungen fĂŒr Erwachsene fest. Vorgesehen ist eine wöchentliche körperliche AktivitĂ€t von mindestens 150 Minuten mit moderater IntensitĂ€t oder alternativ 75 Minuten mit hoher IntensitĂ€t. Diese Richtwerte dienen als Grundlage fĂŒr nationale Gesundheitsstrategien zur BekĂ€mpfung von nichtĂŒbertragbaren Krankheiten, die durch Bewegungsmangel begĂŒnstigt werden.
Die langfristigen Prognosen der Organisation deuten auf eine weitere VerschĂ€rfung der Lage hin, sofern keine wirksamen GegenmaĂnahmen ergriffen werden. Bei einer Fortsetzung der aktuellen Trends wird erwartet, dass bis zum Jahr 2030 etwa 35 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung als körperlich inaktiv eingestuft werden mĂŒssen.
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Trotz der globalen Zielsetzungen, den Bewegungsmangel signifikant zu reduzieren, zeigt die Analyse der WHO eine geringe Erfolgsquote auf nationaler Ebene.
Den Angaben zufolge befinden sich derzeit nur 22 LĂ€nder auf einem Kurs, der das Erreichen des globalen Ziels zur Reduktion von Bewegungsmangel wahrscheinlich erscheinen lĂ€sst. Dies unterstreicht die Notwendigkeit fĂŒr verstĂ€rkte politische Anstrengungen und infrastrukturelle Anpassungen, um körperliche AktivitĂ€t im Alltag der Bevölkerung stĂ€rker zu verankern.
