Bewegungsmangel: 70% zu wenig aktiv – 1,2 Milliarden Euro vermeidbar
03.07.2026 - 00:30:14 | boerse-global.de
Das zeigt eine Studie der IU Internationalen Hochschule mit 2.000 Teilnehmern vom Januar 2026. Fast genauso viele nutzen digitale Geräte noch in der halben Stunde vor dem Schlafengehen.
Die stille Sucht
Die Zahlen sind alarmierend: 71,3 Prozent der Nutzer greifen aus reiner Gewohnheit zu ihren Geräten. 62,8 Prozent konsumieren Medien parallel zu anderen Tätigkeiten. Besonders betroffen sind die 16- bis 30-Jährigen.
In der Schweiz liegt die tägliche Bildschirmzeit bei durchschnittlich fast sechs Stunden. Der Philosoph Matthias Jung fordert in seinem aktuellen Werk mehr leibliche Erfahrungen als Gegenpol zur digitalen Abstraktion. Ein Plädoyer für bewusste Pausen.
Zehn Minuten Stille als Gegenmittel
Initiativen setzen Anfang Juli 2026 auf einfache Methoden: tägliche zehnminütige Stillephasen sollen Gelassenheit und Fokus steigern. Auch klassische Beschäftigungen erleben eine Renaissance. Das Kartenspiel Solitär gilt vielen als meditatives Ritual – bewusste Flucht aus dem Alltag.
Für Pflegekräfte bietet das Klinikum am Weissenhof am 7. Juli 2026 eine Fortbildung zu autogenem Training und Atemtechniken an. Die psychologische Forschung geht noch weiter: Ein weniger detailgenaues Gedächtnis könne helfen, die Komplexität des Lebens besser zu bewältigen.
70 Prozent der Deutschen bewegen sich zu wenig – dabei ließen sich mit 150 Minuten Bewegung pro Woche jährlich 1,2 Milliarden Euro Kosten und 1,6 Millionen Spitalsaufenthalte vermeiden. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie mit Outdoor-Übungen Kraft und Gleichgewicht trainieren. Jetzt kostenlosen Bewegungs-Guide anfordern
Bewegung hält den Geist fit
Das Portal pflege.gv.at veröffentlichte Anfang Juli 2026 Übungssammlungen für Wahrnehmung, Wortfindung und Merkfähigkeit. Der Österreichische Seniorenbund unterstützt mit 14-tägigen Denksportaufgaben.
Die Kombination macht's: 40 Forscher aus 25 Institutionen warnen vor den Folgen von Bewegungsmangel. Rund 70 Prozent der Bevölkerung bewegen sich zu wenig. Dabei könnte eine Steigerung auf 150 Minuten pro Woche nicht nur Sturzrisiko und Pflegebedürftigkeit senken. Die Rechnung: jährlich 1,2 Milliarden Euro Kosten und 1,6 Millionen Spitalsaufenthalte vermeidbar.
Wien hat bereits spezielle Outdoor-Trainingsprogramme gestartet, die Kraft und Gleichgewicht fördern.
Apps auf Rezept
Stürze und Pflegebedürftigkeit müssen kein Schicksal sein: Spezielle Outdoor-Trainingsprogramme fördern Kraft und Gleichgewicht – und senken Ihr Sturzrisiko deutlich. Holen Sie sich die konkreten Übungen und erfahren Sie, wie digitale Gesundheitsanwendungen auf Rezept Ihr Training unterstützen. Outdoor-Trainingsprogramm jetzt sichern
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) gewinnen an Bedeutung. Diese zertifizierten Medizinprodukte können Ärzte auf Rezept verordnen – für Psychotherapie, Physiotherapie oder Logopädie. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte führt ein Verzeichnis geprüfter Anwendungen.
Auf politischer Ebene präsentierte Österreich im Juli 2026 Eckpunkte einer Staatsreform. Geplant: 600 Primärversorgungseinheiten bis 2040 sowie der Ausbau digitaler Gesundheitsdienste wie ELGA und der Hotline 1450. Wirtschaftsvertreter bewerten die Pläne teils positiv. Kritik gibt es an fehlenden Patientenlenkungsmechanismen und Anreizen für gesunden Lebensstil. Die konkrete Ausgestaltung soll bis Ende 2026 folgen.
