Biologisches Altern: Jüngere Generationen 92% älter als Vorgänger
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 20:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Jüngere Generationen altern biologisch schneller als ihre Vorgänger – das Risiko für frühe Krebserkrankungen steigt massiv.
Eine im Juni im Fachjournal Nature Medicine veröffentlichte Studie der Washington University School of Medicine hat die Daten von über 150.000 Teilnehmern aus der UK Biobank und US-Kohorten analysiert. Das Ergebnis: Die biologische Alterung beschleunigt sich von Generation zu Generation.
Die „PhenoAge-Gap“ wächst rasant
Personen, die zwischen 1965 und 1974 geboren wurden, sind biologisch 23 Prozent älter als die Generation der 1950 bis 1954 Geborenen im selben Lebensalter. Bei den zwischen 1990 und 1999 Geborenen explodiert der Wert: Ihr biologisches Alter liegt um 92 Prozent höher als das der Vergleichsgruppe aus den späten 1960ern.
Diese als „PhenoAge-Gap“ bezeichnete Lücke beschreibt, dass der körperliche Zustand dem tatsächlichen Alter weit voraus ist. Die Zellen altern schneller, als sie sollten.
Krebsrisiko steigt prozentual deutlich
Die beschleunigte Alterung hat handfeste medizinische Konsequenzen. Pro Standardeinheit biologischer Alterungsbeschleunigung steigt das Risiko für frühe solide Tumore um etwa 8 Prozent. Personen im Drittel mit der stärksten Alterung haben ein um 15 Prozent erhöhtes Risiko.
Besonders betroffen sind bestimmte Krebsarten:
- Lungenkrebs: 57 Prozent höheres Risiko – Forscher vermuten ein vorzeitig gealtertes Immunsystem
- Darmkrebs: 14 Prozent häufiger, wohl durch gealtertes Fettgewebe
- Verdauungstrakt-Tumore: 25 Prozent mehr Fälle
Die Nature-Medicine-Studie zeigt: Wer zwischen 1990 und 1999 geboren wurde, altert biologisch 92% schneller als die Generation davor – und hat ein um 15% erhöhtes Risiko für frühe solide Tumore. Doch Sie können gegensteuern. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen die 5 wirksamsten Hebel – von Schlafoptimierung bis Ernährungsplan. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Die Zahlen decken sich mit Berichten des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), das bereits einen Anstieg der Darmkrebsinzidenz bei 20- bis 39-Jährigen registrierte. International zeigen BMJ-Statistiken von 1990 bis 2019 eine Zunahme früher Krebsfälle bei unter 50-Jährigen um über 79 Prozent.
Lebensstil als Treiber der Alterung
Wissenschaftler untersuchen, welche Faktoren die biologische Alterung antreiben. Neben hoher Bildschirmzeit und Bewegungsmangel rückt vor allem die Schlafqualität in den Fokus.
Eine Columbia-Studie aus diesem Jahr zeigt: Zwischen 6,4 und 7,8 Stunden Schlaf minimieren die Alterungsprozesse. Wer unter sechs oder über acht Stunden schläft, altert biologisch schneller.
Adipositas spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Eine DKFZ-Untersuchung in Cancer Communications legt nahe: Berücksichtigt man Faktoren wie den Taillenumfang, könnten bis zu 11,5 Prozent der Krebserkrankungen auf Übergewicht zurückgehen. Besonders betroffen sind Frauen und Menschen unter 60 Jahren.
Lebenserwartung steigt – gesunde Jahre nicht
Bis zu 11,5% aller Krebserkrankungen gehen auf Übergewicht zurück – das zeigt eine aktuelle DKFZ-Studie. Besonders betroffen: Menschen unter 60. Doch es gibt einen Ausweg: Mit den richtigen Lebensstil-Anpassungen können Sie Ihr Risiko senken. Holen Sie sich jetzt den kostenlosen Report mit konkreten Schritten. Kostenlosen Report jetzt sichern
Eine im Juli in The Lancet Public Health veröffentlichte Analyse zeigt: Die allgemeine Lebenserwartung ist seit 1990 weltweit gestiegen, doch die gesunde Lebenserwartung hinkt hinterher.
In den USA verbringen Menschen im Schnitt 14 Jahre in schlechtem Gesundheitszustand. Frauen leben 12,1 Jahre mit Einschränkungen, Männer 9,3 Jahre. Der medizinische Fortschritt verlängert das Leben, doch chronische Leiden und vorzeitige Alterungsprozesse belasten die Lebensqualität massiv.
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