Bithumb-Hack, Daten

Bithumb-Hack: Daten von 6.444 Kunden flossen aus Daou Office ab

Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 10:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Angreifer erbeuteten Daten von Kunden und Mitarbeitern; laut Bithumb blieben Handelssystem und Kundengelder bislang unberührt.
Dunkler, moderner Serverraum mit Reihen von Metallschränken und dezent leuchtenden Statusanzeigen. Illustration mit AI erstellt.

Die südkoreanische Kryptobörse Bithumb hat ein Datenleck nach einem Hackerangriff auf ein internes Kommunikationssystem eingeräumt. Am 27. Oktober 2026 verschafften sich unbefugte externe Angreifer Zugriff auf das interne mobile Groupware-System Daou Office des Unternehmens.

In der Folge flossen sensible Informationen von Kunden, Angestellten sowie externen Dienstleistern ab. Bithumb betonte zugleich, dass das betroffene Groupware-System strikt von der eigentlichen Krypto-Handelsinfrastruktur getrennt sei und über diesen Weg keine Kundengelder erreichbar gewesen seien.

Das Unternehmen meldete den Vorfall noch am 27. Oktober 2026 an die südkoreanische Finanzaufsicht FSS, die Internetsicherheitsbehörde KISA sowie die Datenschutzkommission PIPC. Am 28. Oktober 2026 folgte eine offizielle Meldung an die PIPC.

Ebenfalls am 28. Oktober 2026 berief die Finanzkommission FSC eine Dringlichkeitssitzung ein, um den Vorfall eingehend zu prüfen. Ziel der Behörde sei es, das Sicherheitsniveau in der gesamten Kryptobranche auf den Standard des Bankensektors anzuheben.

Tausende Datensätze von Vorfall betroffen

Ergebnisse einer vertieften internen Untersuchung zeigten am 29. Oktober 2026 das genaue Ausmaß des Vorfalls. Demnach flossen Daten von insgesamt 6.444 Kunden ab. Bei 5.600 dieser Kundendatensätze verhinderte eine Verschlüsselung die Einsicht durch die Angreifer.

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Bei den übrigen 844 Kunden waren persönliche Informationen hingegen ungeschützt exponiert. Zu den betroffenen Daten dieser 844 Personen zählten unter anderem Resident Registration Numbers, Führerscheinnummern, Bankkontonummern und Ausweiskopien.

Über den Kundenkreis hinaus erfasste das Datenleck auch Beschäftigte des Unternehmens. Daten von 646 internen Mitarbeitern sowie 69 externen Mitarbeitern von Partnerfirmen – zusammen 715 Personen – gerieten in die Hände der Angreifer.

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Zu den betroffenen Informationskategorien gehörten je nach Person Namen, Mobilfunknummern, E-Mail-Adressen, Resident Registration Numbers, Kontonummern, Kopien von Identitätsnachweisen, die Transaktionshistorie sowie Adressen von Krypto-Wallets.

Handelsinfrastruktur laut Betreiber unberührt

Bithumb stellte am 29. Oktober 2026 klar, dass es keine Hinweise auf eine direkte Kompromittierung des eigentlichen Handelssystems oder der zentralen Kundendatenbank gebe. Ein finanzieller Schaden durch den Diebstahl von Kryptowährungen sei nach bisherigem Kenntnisstand nicht eingetreten.

Gleichwohl untersuchte das Unternehmen das genaue Ausmaß des unbefugten Eindringens weiter, einschließlich möglicher weiterer betroffener Mitgliedsinformationen. Behörden und Aufsichtsstellen beobachten den Vorfall aufmerksam, da der Schutz sensibler Nutzerdaten an Krypto-Handelsplätzen zunehmend im Fokus regulatorischer Kontrollen steht.

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