BKA-Betrug, Kriminelle

BKA-Betrug: Kriminelle verschicken gefÀlschte Behörden-Mails

Veröffentlicht: 03.07.2026 um 16:47 Uhr, Redaktion boerse-global.de

BetrĂŒger verschicken im Namen des BKA und anderer Behörden gefĂ€lschte Mails. Die Verbraucherzentrale warnt vor IdentitĂ€tsdiebstahl und rĂ€t zur Anzeige.

BKA-Phishing-Welle: GefÀlschte Mails drohen mit Haftbefehl
Eine Person im Hoodie tippt an einem Laptop, auf den Bildschirmen sind gefĂ€lschte E-Mails des BKA zu sehen. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die Verbraucherzentrale Sachsen schlÀgt Alarm.

Drastische Drohungen per E-Mail

Die BetrĂŒger nutzen den offiziellen Briefkopf des BKA und treten als angeblicher Oberstabsfeldwebel auf. Den EmpfĂ€ngern drohen sie mit einem unmittelbar bevorstehenden Haftbefehl sowie einem Eintrag im StraftĂ€ter-Register. Um den Druck zu erhöhen, behaupten die TĂ€ter zudem, Informationen ĂŒber angebliche Vergehen an Medien weiterzugeben.

Die Frist ist knapp bemessen: 72 Stunden haben die Kontaktierten Zeit, eine Kopie ihres Reisepasses per E-Mail zu ĂŒbersenden. Das Ziel: IdentitĂ€tsdiebstahl.

Heike Teubner, Leiterin der Verbraucherzentrale Sachsen, stellt klar: „Keine staatliche Behörde verschickt Vorladungen per E-Mail oder fordert Ausweisdokumente auf diesem Weg an."

Experten raten: Nicht reagieren, keine AnhÀnge öffnen, die Mails sofort löschen. Betroffene sollten zudem Anzeige bei der Polizei erstatten.

Bundesweite Phishing-Welle mit vielen Opfern

Die BKA-Masche ist nur die Spitze des Eisbergs. Sicherheitsdienstleister und Behörden melden mehrere parallele Betrugswellen:

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Interpol-Kampagne: Der Sicherheitsdienst Bitdefender warnt vor gefĂ€lschten Interpol-Mails mit einem Link zu einem passwortgeschĂŒtzten Archiv. Statt Beweisvideos lĂ€dt dieser Link Schadsoftware herunter, die Laufwerke verschlĂŒsselt und Lösegeld fordert. Betroffen sind kleine und mittlere Unternehmen aus Finanzen, Technologie und Pharmazie.

Finanzbehörden: Das Bundeszentralamt fĂŒr Steuern (BZSt) warnte bereits am 2. Juli vor E-Mails mit gefĂ€lschten Logos und Aktenzeichen. Darin werden Bußgelder wegen angeblich unterlassener Offenlegung von Umsatzzahlen angedroht. Das Amt betont: Bescheide gibt es nur auf dem Postweg.

Bankensektor: Postbank-Kunden erhalten Mails, die eine dauerhafte Kontosperrung ankĂŒndigen – angeblich, weil die SecureGo+-App aktualisiert werden mĂŒsse. AuffĂ€llig: Die Mail nennt den „0. Juli 2026" als Datum. Auch PayPal-Nutzer sind Ziel von Versuchen, Kontodaten ĂŒber gefĂ€lschte SicherheitsĂŒberprĂŒfungen abzugreifen.

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Arztpraxis verliert 9.400 Euro

Besonders perfide: Kriminelle zielen gezielt auf den medizinischen Sektor. Das PolizeiprĂ€sidium Mainz meldet einen Fall, bei dem eine Arztpraxis durch eine Kombination aus gefĂ€lschten Bankschreiben mit QR-Codes und anschließenden Telefonanrufen einen Schaden von 9.400 Euro erlitt.

Die Polizei mahnt zur Vorsicht: Banken fragen grundsĂ€tzlich keine Zugangsdaten ĂŒber QR-Codes in Briefen ab.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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