Blasenschwäche, Kürbiskernextrakt

Blasenschwäche: Kürbiskernextrakt reduziert Episoden um 70%

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 12:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kürbiskernextrakt reduziert Inkontinenz-Episoden laut Studien um bis zu 70 Prozent. Viele Betroffene verzichten trotzdem auf Behandlung.

Blasenschwäche im Alter: Kürbiskern-Präparate und Therapieoptionen im Überblick
Eine ältere Frau sitzt entspannt auf einer Parkbank in einem Garten und hält ein Glas Wasser. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Inkontinenz gehört zu den häufigsten, aber am wenigsten offen besprochenen Beschwerden im Alter. Medizinische Statistiken zeigen, dass jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens eine Form von Harninkontinenz entwickelt. Angesichts dieser Verbreitung rücken sowohl verschreibungspflichtige Therapien als auch rezeptfreie Alternativen zunehmend in den Fokus von Betroffenen und Medienberichten.

Rezeptfreie Präparate als Ergänzung zur Behandlung

Ein aktuell diskutiertes Beispiel ist das Präparat Dr. Böhm® Kürbis für die Frau, das pro Tablette 400 Milligramm Kürbiskernextrakt und 30 Milligramm Soja-Isoflavone enthält. Als Wirkstoffkombination setzt das Präparat auf Kürbiskernextrakt in Form von EFLA® 940 zusammen mit den pflanzlichen Isoflavonen aus Soja.

Laut Studienangaben zu dem Produkt konnten Inkontinenz-Episoden nach sechs Wochen um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Nach zwölf Wochen habe sich zudem der Harndrang um 31 Prozent verringert.

Auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) befasst sich mit der Rolle von Kürbiskernen bei Blasenbeschwerden und empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 10 bis 20 Gramm Kürbiskernen. Diese Empfehlung deckt sich mit dem traditionellen Einsatz von Kürbiskernextrakten in der Behandlung leichter bis mittlerer Formen der Blasenschwäche.

Behandlungslücke bei Betroffenen

Wie stark das Thema unterschätzt wird, zeigt eine Studie aus Taiwan: Mehr als 20 Prozent der befragten Frauen gaben an, bereits Urinverlust erlebt zu haben. Gleichzeitig liegt die Behandlungsrate bei unter 20 Prozent. Diese Diskrepanz deutet darauf hin, dass viele Betroffene aus Scham oder mangelndem Wissen über Therapieoptionen keine Behandlung in Anspruch nehmen.

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Fünf etablierte Behandlungswege

Dr. ??? vom Taipeh Stadtkrankenhaus Renai benennt in diesem Zusammenhang fünf gängige Behandlungsmethoden bei Blasenschwäche: eine Anpassung des Lebensstils, gezieltes Beckenbodentraining, die Vaginal-Laserbehandlung, medikamentöse Therapien sowie in schwereren Fällen eine Operation.

Diese Bandbreite an Optionen verdeutlicht, dass Inkontinenz je nach Schweregrad unterschiedlich behandelt werden kann – von einfachen, nicht-invasiven Maßnahmen bis hin zu chirurgischen Eingriffen.

Einordnung für Betroffene

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Für Menschen im höheren Alter, bei denen Blasenschwäche häufiger auftritt, ergibt sich aus den vorliegenden Erkenntnissen ein mehrstufiges Bild: Leichtere Beschwerden lassen sich möglicherweise bereits durch Lebensstiländerungen, Beckenbodentraining oder pflanzliche Präparate wie Kürbiskernextrakt-Kombinationen lindern.

Bei stärkeren oder anhaltenden Symptomen bleiben verschreibungspflichtige Medikamente, Lasertherapien oder operative Eingriffe die medizinisch etablierten Optionen. Angesichts der niedrigen Behandlungsraten, wie sie die taiwanesische Studie belegt, raten Fachleute grundsätzlich dazu, Beschwerden frühzeitig ärztlich abklären zu lassen, statt sie stillschweigend hinzunehmen.

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