Blickführung, Workshop

Blickführung: Workshop trainiert nonverbale Signale im Beruf

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 05:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Duisburger MKM bietet im August 2026 Workshops zur nonverbalen Kommunikation an. Teilnehmer analysieren ihre Mimik künstlerisch, um berufliche Präsenz zu stärken.

MKM-Workshop: Mit Kunst den eigenen Blick für mehr Präsenz schulen
Eine Person betrachtet sich konzentriert in einem Spiegel in einem hellen Kunstatelier zur Selbstreflexion. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In der professionellen Kommunikation spielt die nonverbale Ebene eine entscheidende Rolle für die Wahrnehmung von Kompetenz und Authentizität. Ein zentrales Element ist hierbei der menschliche Blick, der in Interaktionen oft unbewusst Signale sendet und empfängt.

Aktuelle Ansätze zur Weiterbildung im Bereich der persönlichen Produktivität nutzen zunehmend interdisziplinäre Methoden, um das Bewusstsein für diese subtilen Kommunikationsprozesse zu schärfen.

Ein Beispiel für diese Entwicklung ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Außenwirkung durch künstlerische Selbstreflexion, wie sie im Rahmen spezifischer Bildungsangebote im musealen Kontext themisiert wird.

Künstlerische Selbstreflexion als Basis professioneller Präsenz

Die Fähigkeit, die eigene Wirkung im Raum und gegenüber Gesprächspartnern einzuschätzen, ist eine Kernkompetenz für Fach- und Führungskräfte. Das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg greift diese Thema mit einem speziellen Workshop-Format auf, das unter dem Titel „Was verrät dein Blick?“ steht.

Unter der Leitung von Hanna Kuster werden Teilnehmer dazu angeleitet, sich intensiv mit der eigenen Physiognomie und den darin enthaltenen nonverbalen Botschaften auseinanderzusetzen.

Im Zentrum dieser Analyse steht die Frage, welche Informationen das menschliche Auge und die Mimik transportieren. Durch die Arbeit mit Spiegeln wird die Eigenwahrnehmung unmittelbar mit der Fremdwahrnehmung konfrontiert.

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Dieser Prozess ist für die berufliche Interaktion von Bedeutung, da er dabei hilft, Inkongruenzen zwischen verbalen Aussagen und nonverbalen Signalen zu identifizieren. Die methodische Umsetzung erfolgt dabei nicht durch rein theoretische Unterweisung, sondern durch die praktische Erstellung von Selbstporträts.

Methodik und Werkzeuge zur Untersuchung der Mimik

Die Untersuchung des eigenen Blicks erfolgt im Rahmen des Workshops mit verschiedenen künstlerischen Medien, die jeweils unterschiedliche Aspekte der Ausdruckskraft betonen.

Die Verwendung von Kohle ermöglicht eine klare Akzentuierung von Linien und Schatten, was insbesondere die Struktur und die Härte oder Weichheit eines Blickes hervorheben kann. Flüssige Farbe hingegen bietet die Möglichkeit, emotionale Nuancen und die Dynamik des Ausdrucks einzufangen.

Diese Form der gestalterischen Arbeit dient als Werkzeug, um die Komplexität der nonverbalen Kommunikation aufzuschlüsseln. In einer beruflichen Umgebung, in der Entscheidungen oft in Sekundenbruchteilen auf Basis des ersten Eindrucks getroffen werden, kann das Verständnis für die Wirkung des eigenen Blickfeldes einen strategischen Vorteil bieten. Die Teilnehmer lernen, wie Nuancen in der Gestaltung der Augenpartie die gesamte Wahrnehmung einer Persönlichkeit verändern können.

Die Jaume-Plensa-Ausstellung als konzeptioneller Rahmen

Inhaltlich sind die Veranstaltungen eng an die im MKM Museum Küppersmühle präsentierte Ausstellung von Jaume Plensa angelehnt. Plensa ist für seine großformatigen Skulpturen bekannt, die sich häufig mit dem menschlichen Kopf und der Stille des Ausdrucks befassen.

Dieser Kontext bietet die notwendige Inspiration, um die Ruhe und Konzentration zu finden, die für eine tiefgehende Analyse der nonverbalen Kommunikation erforderlich sind. Die Verbindung von zeitgenössischer Kunst und der praktischen Erarbeitung kommunikativer Grundlagen schafft einen Raum für Reflexion, der über klassische Rhetorik-Seminare hinausgeht.

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Rahmenbedingungen und Termine der Veranstaltungsreihe

Das Bildungsangebot richtet sich an ein Publikum, das an der Schnittstelle von kultureller Bildung und persönlicher Weiterentwicklung interessiert ist. Für die Teilnahme an den dreistündigen Sitzungen, die jeweils von 14 bis 17 Uhr stattfinden, wird eine Gebühr von 17 Euro erhoben.

Das Programm ist auf mehrere Termine im August 2026 verteilt, um unterschiedlichen Interessengruppen den Zugang zu ermöglichen. Neben einer Durchführung am 15. August 2026 wurden auch Termine am 8. August sowie am 22. August 2026 für die Durchführung der Workshops angesetzt.

Die Kombination aus fachlicher Anleitung durch Hanna Kuster und der Nutzung hochwertiger Materialien zielt darauf ab, die Teilnehmer zu einer bewussteren Steuerung ihrer nonverbalen Signale zu führen.

In der abschließenden Betrachtung zeigt sich, dass solche Formate einen wesentlichen Beitrag zur Professionalisierung der zwischenmenschlichen Interaktion leisten können, indem sie die Beobachtungsgabe schärfen und die Selbstkontrolle im kommunikativen Austausch stärken.

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de | wissenschaft | 69951603 |