Blutdruckmessgeräte, Manschette

Blutdruckmessgeräte ohne Manschette: Marktindex soll bis 2035 auf 280 steigen

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 17:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

IndexBox prognostiziert starkes Marktwachstum; klinische Validierung, Kostenerstattung und Messgenauigkeit bleiben zentrale Hürden.

Manschettenlose Blutdruckmessgeräte: Marktindex soll bis 2035 auf 280 steigen
Symbolbild: Smartwatch neben einem Glas Wasser Illustration mit AI erstellt.

Der globale Markt für manschettenlose Blutdruckmessgeräte steht vor einer dynamischen Expansionsphase. Wie aus einer Analyse des Marktforschungsunternehmens IndexBox hervorgeht, legt das Marktsegment mit einer niedrigen zweistelligen jährlichen Wachstumsrate zu.

Ausgehend von einem Basisindex von 100 im Jahr 2025 soll der Marktindex bis zum Jahr 2035 einen Wert von rund 280 erreichen. Der Bericht vom 10. Oktober 2026 verdeutlicht damit eine beschleunigte Entwicklung moderner medizintechnischer Erfassungsmethoden.

Treiber und technologische Grundlagen

Zu den wesentlichen Antrieben dieser Marktentwicklung zählen laut der IndexBox-Erhebung die weltweite Prävalenz von Hypertonie sowie die wachsende Nachfrage nach Telemedizin und Systemen zur Fernüberwachung von Patienten. Gleichzeitig sorgt die zunehmende Integration entsprechender Messtechnologien in Wearables für eine breitere Akzeptanz bei Verbrauchern und medizinischem Fachpersonal.

Technologisch greifen die Geräte im Wesentlichen auf Verfahren wie die optische Photoplethysmographie (PPG), Ultraschall sowie die Tonometrie zurück. Zu den zentralen Akteuren und Wettbewerbern in diesem Segment gehören unter anderem Unternehmen wie Withings, Omron, Apple, Samsung, Aktiia, Philips, Masimo, CardieX und Biotricity.

Trotz der positiven Wachstumsprognosen benennt die Analyse auch bestehende Markthemnisse. Insbesondere Hürden bei der klinischen Validierung, offene Fragen rund um die Kostenerstattung durch Gesundheitssysteme sowie anhaltende Anforderungen an die Messgenauigkeit stellen die Branche weiterhin vor regulatorische und operative Herausforderungen.

Anzeige

Wer sich mit der modernen Überwachung von Blutdruckwerten beschäftigt, sucht oft nach Wegen, die eigene Herzgesundheit auch ohne dauerhafte Medikamenteneinnahme zu stabilisieren. Dieser kostenlose Ratgeber stellt acht natürliche Methoden vor, mit denen Betroffene ihre Werte effektiv regulieren können. 8 natürliche Maßnahmen gegen Bluthochdruck jetzt kostenlos entdecken

Verteilung nach Endnutzern

Bei den Endnutzer-Segmenten entfällt nach Angaben von IndexBox der größte Anteil auf den Bereich Home Healthcare mit 30 Prozent. Auf klinische Anwendungen entfallen 22 Prozent des Marktes, während der Bereich Remote Patient Monitoring (RPM) einen Anteil von 20 Prozent ausmacht.

Die praktische Umsetzung spiegelt sich auch in aktuellen Entwicklungen einzelner Hersteller wider. So erhielt der Smart Ring von Happy Health eine FDA 510(k)-Zulassung für die kontinuierliche, nicht-invasive, manschettenlose und kalibrierungsfreie Blutdruckmessung.

Anzeige

Neben der technischen Überwachung ist das Verständnis der eigenen Vitalwerte entscheidend, um den Erfolg natürlicher Maßnahmen zur Blutdrucksenkung messbar zu machen. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report, wie eine spezielle 3-Minuten-Atemübung Ihre Werte spürbar verbessern kann. Gratis-Report: Blutdruck ohne Medikamente senken

Im Rahmen einer Validierungsstudie an 85 Patienten im Vergleich zur invasiven arteriellen Druckmessung ergab sich ein mittlerer Fehler von 0,8 mmHg systolisch sowie 0,1 mmHg diastolisch. Das Gerät verfügt zudem bereits über eine FDA-Zulassung zur häuslichen Schlafapnoe-Diagnose und nutzt eine künstliche Intelligenz, die nachts über 2,8 Millionen medizinische Datenpunkte pro Anwender auswertet.

Andere Hersteller setzen im Segment der Fernüberwachung auf Vernetzung: Transtek bietet ein 4G-Blutdruckmessgerät mit integrierter Mobilfunkverbindung, das ohne Smartphone oder WLAN auskommt und automatisch zwischen drei Mobilfunknetzen umschaltet. Die Verbindung von Sensorik und digitaler Datenübertragung unterstreicht den Wandel hin zu einer kontinuierlichen und dezentralen kardiovaskulären Überwachung.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70293279 |