Blutdruckmittel, Telmisartan

Blutdruckmittel Telmisartan: 44 Beschwerden über Cannabisgeruch

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 11:25 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Curcumin zeigt nur geringe blutdrucksenkende Wirkung. Experten raten von einer alleinigen Therapie ab und warnen vor Risiken durch Überdosierung.

Curcumin senkt Blutdruck nur leicht: Experten warnen vor Risiken
Nahaufnahme von leuchtend gelbem Kurkumapulver und -knollen, mit unscharfen medizinischen Kapseln im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Ernährungsmediziner Andreas Michalsen vom Immanuel Krankenhaus Berlin betont: Als alleinige Therapie reicht das selten aus.

Bei Überdosierung drohen Magen-Darm-Beschwerden. Besonders tückisch: Kombipräparate mit Piperin. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt vor möglichen Leberschäden durch diese Wirkstoffkombi.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) setzt die Obergrenze bei 3 Milligramm Curcumin pro Kilogramm Körpergewicht. Schwangere, Stillende und Patienten mit Gallensteinen sollten ganz auf die Präparate verzichten. Wer andere Medikamente nimmt, muss vorher mit dem Arzt sprechen.

Stinkende Tabletten: Ärger mit Telmisartan

Auch klassische Blutdruckmittel machen Probleme. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) meldet Geruchsbeanstandungen beim Wirkstoff Telmisartan von Zentiva.

Seit 2024 gab es 44 Beschwerden: Patienten rochen Cannabis, Hopfen oder stechend-chemischen Muff. In sieben Fällen führte der Gestank zu Übelkeit und Therapiepausen. Labortests fanden Ethanol und 2-Ethylhexanol.

Der Hersteller sieht keinen Qualitätsmangel, die Gerüche kämen von Formulierung und Verpackung. Apotheker müssen Patienten jetzt aufklären – sonst steigt das Risiko, dass sie die Tabletten einfach weglassen.

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„Goldener Windbeutel“ für LaVita

Verbraucherschützer haben abgestimmt: Das „Mikronährstoffkonzentrat“ von LaVita gewinnt den Negativpreis. 39,2 Prozent der 66.000 Stimmen gingen an das Produkt.

Kritikpunkt: Die Werbung als „Saubertrank“ und „Fit fürs Leben“. Dabei besteht das Konzentrat zu 70 Prozent aus Fruchtsaft – der Liter kostet 100 Euro. Foodwatch spricht von irreführenden Gesundheitsversprechen. Der Hersteller hat den „Saubertrank“-Slogan inzwischen gekippt, verteidigt aber den Portionspreis von rund einem Euro.

Kaffee killt die Wirkung

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Noch ein Tipp vom Ernährungsmediziner Matthias Riedl: Nahrungsergänzungsmittel und Kaffee – besser nicht zusammen. Die Polyphenole und Gerbstoffe im Kaffee blockieren Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Calcium. Und die harntreibende Wirkung spült wasserlösliche Vitamine schneller raus.

Die Lösung: Ein bis zwei Stunden Abstand zwischen Kaffee und Präparaten einhalten.

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