Brenntag, EBITDA-Ziel

Brenntag erhöht EBITDA-Ziel auf 1,45 Mrd. Euro – Aktie springt

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 22:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Brenntag erhöht seine Jahresprognose dank starkem Q3-Start, während Rheinmetall wegen des F126-Stopps seine Umsatzziele senkt. SAP und Enapter setzen auf Transformation.

Brenntag hebt Prognose an, Rheinmetall kappt Ziele: Europas Industrie im August 2026
Modernes Büro mit Finanzdaten auf einem Tablet vor einem industriellen Hintergrund bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die europäische Industrie zeigt im August 2026 ein gespaltenes Bild: Während Brenntag seine Ziele anhebt, müssen Rheinmetall und andere Konzerne ihre Prognosen kappen.

Brenntag hebt Gewinnziele nach positivem Quartalsauftakt an

Der Chemikalienhändler Brenntag zieht eine optimistischere Bilanz. Das Unternehmen hob am 7. August seine Prognose für das operative EBITDA im Gesamtjahr 2026 auf 1,35 bis 1,45 Milliarden Euro an. Zuvor lag der Korridor bei 1,25 bis 1,40 Milliarden Euro. Als Begründung nennt der Konzern einen starken Start ins dritte Quartal.

Die Aktie reagierte zunächst mit einem Kursplus von bis zu 3,4 Prozent – der höchste Stand seit Frühjahr 2025. Im Tagesverlauf setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein. Die detaillierten Halbjahreszahlen will Brenntag am 12. August vorlegen. Branchenexperten von Jefferies sehen den Marktkonsens derzeit bei rund 1,38 Milliarden Euro.

Rheinmetall und Honeywell: Prognosen unter Druck

Ganz anders die Lage bei Rheinmetall: Der Rüstungskonzern musste sein Umsatzziel für 2026 auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro senken. Ursprünglich waren bis zu 14,5 Milliarden Euro angepeilt. Der Stopp des Fregatten-Projekts F126 machte die Korrektur nötig. Auch die Prognose für den Auftragsbestand fiel von 135 auf über 100 Milliarden Euro. Die operative Marge von 19 Prozent bleibt indes stabil.

Im zweiten Quartal steigerte Rheinmetall den Umsatz um 69 Prozent auf 3,29 Milliarden Euro. Die Luftfahrtindustrie kämpft derweil weiter mit Lieferkettenproblemen: Honeywell Aerospace reduzierte seine Wachstumserwartungen. Konkrete neue Kennzahlen nannte der Konzern bislang nicht.

SAP und Enapter setzen auf Transformation

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Bei SAP übernimmt Vorstandschef Christian Klein seit dem 1. Juli die direkte Leitung der Business Suite und der Transaktionsplattform. Das Projekt „Fuji“ priorisiert den KI-Umbau im Konzern. Die Cloud-Sparte erzielte 2025 einen Umsatz von 21,02 Milliarden Euro. Die Aktie notierte am 7. August bei 206,09 US-Dollar.

Enapter schlägt einen radikaleren Weg ein: Das Energie-Technologieunternehmen stellt auf ein „Asset-light“-Modell um. Eine Vereinbarung mit Partner Patrimonium löst Anleiheverbindlichkeiten von 26 Millionen Euro ab – das spart monatlich rund 300.000 Euro Zinsen. Die Elektrodenproduktion in Pisa bleibt, die Fertigung wandert zu Partnern nach China und in die USA. Die Prognose für 2026 wurde gestrichen, eine Kapitalerhöhung folgt in der zweiten Jahreshälfte.

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Beteiligungen unter Druck: DBAG und GAM im Gegenwind

Die Deutsche Beteiligungs AG spürt das schwache Bewertungsumfeld deutlich. Der Nettovermögenswert je Aktie fiel von 36,37 Euro Ende 2025 auf 33,65 Euro im Halbjahr 2026. Das Konzernergebnis rutschte auf minus 34 Millionen Euro – im Vorjahr stand noch ein Plus von 8,2 Millionen. Gesunkene Bewertungsmultiplikatoren sind die Hauptursache. Für das Gesamtjahr erwartet die DBAG nun einen Wert zwischen 32 und 36 Euro je Aktie.

Der Vermögensverwalter GAM meldet dagegen eine Trendwende: Zwar steht unterm Strich weiter ein Nettoverlust von 24,7 Millionen Schweizer Franken. Doch der massive Mittelabfluss ist gestoppt. Nach 3,0 Milliarden Franken Abfluss im Vorjahr verzeichnete GAM nun Zuflüsse von 38 Millionen Franken. Die verwalteten Vermögen stiegen leicht auf 12,7 Milliarden Schweizer Franken.

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