Bryan Johnson: Biohacking scheitert bei Autoimmunerkrankung
Veröffentlicht: 11.07.2026 um 19:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Sein Unternehmen Kernel entwickelte einen speziellen Gehirn-Helm, der kognitive Prozesse messbar machen soll. Insgesamt flossen ĂŒber 150 Millionen US-Dollar (rund 131 Millionen Euro) in das 2016 gegrĂŒndete Unternehmen â mehr als 60 Millionen davon aus Johnsons Privatvermögen.
Der Helm, der ins Gehirn blickt
Das GerĂ€t namens âKernel Flowâ wiegt rund 2,5 Kilogramm und ist mit etwa 40 optischen Modulen bestĂŒckt. Die Technologie kombiniert zeitaufgelöste Nahinfrarotspektroskopie (TD-fNIRS) mit Elektroenzephalografie (EEG). So erfasst sie den Sauerstoffgehalt im Blut und die elektrische AktivitĂ€t des Gehirns. Johnson vergleicht die âGehirn-Fitnessâ-Messung mit der FunktionalitĂ€t einer Smartwatch.
Der Preis ist happig: 117.200 US-Dollar (ca. 103.000 Euro) kostet ein System. Derzeit kommt die Technologie in etwa einem halben Dutzend spezialisierter Langlebigkeitskliniken in den USA zum Einsatz. Doch Forscher bremsen die Euphorie. Klinisch verwertbare Daten fĂŒr eine breite medizinische Anwendung seien frĂŒhestens in einem Jahrzehnt zu erwarten. Erste Testergebnisse zeigten in EinzelfĂ€llen kognitive Leistungen im 75. Perzentil, das ermittelte Gehirnalter entsprach dem biologischen Alter.
Biohacking stöĂt an Grenzen
Bryan Johnson investiert Millionen in Biohacking â und trotzdem traf ihn eine Autoimmunerkrankung. Die frĂŒhzeitige Diagnose verdankt er seinem intensiven Monitoring. Welche Marker Sie selbst im Blick behalten sollten, zeigt dieser Report. Jetzt FrĂŒherkennungs-Report anfordern
Trotz eines jĂ€hrlichen Budgets von rund zwei Millionen Dollar fĂŒr seine Gesundheit und strenger Ăberwachung aller Körperfunktionen blieb Johnson nicht verschont. Ende Juni 2026 wurde bei dem 48-JĂ€hrigen eine Autoimmun-Gastritis (AIG) diagnostiziert. Bei dieser unheilbaren Erkrankung greift das Immunsystem die sĂ€ureproduzierenden Zellen der Magenschleimhaut an.
ZusĂ€tzlich leidet Johnson an Hashimoto-Thyreoiditis. Die Autoimmun-Gastritis verhindert, dass sein Körper Eisen und Vitamin B12 ausreichend aufnimmt â ĂŒber Jahre hinweg zeigten sich niedrige Ferritinwerte. Johnson vermutet, die Ursachen könnten ĂŒber 20 Jahre zurĂŒckliegen und durch eine zuckerreiche ErnĂ€hrung in seiner Jugend begĂŒnstigt worden sein. Sein intensives Monitoring habe aber zur frĂŒhzeitigen Diagnose beigetragen.
KI und Zellsequenzierung als neuer Ansatz
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Die Diagnose hat Johnsons Forschungsfokus verschoben. Er will nun KĂŒnstliche Intelligenz und Biotechnologie verstĂ€rkt nutzen, um eine Heilung fĂŒr seine Autoimmunerkrankung zu finden. Rund eine Million Immunzellen hat er bereits sequenziert, um die Krankheitsmechanismen auf zellulĂ€rer Ebene zu verstehen.
Gegen Kritik, sein strenger Lebensstil schrÀnke die LebensqualitÀt ein, verteidigte Johnson seine Philosophie Mitte Juli 2026. Viele gesellschaftliche Gewohnheiten dienten nur dazu, die Angst vor dem Tod zu betÀuben. Sein Ziel bleibe ein evolutionÀrer Durchbruch und die Erreichung eines höher aufgelösten Bewusstseinszustands. Trotz der chronischen Diagnose hÀlt er an seinem Vorhaben fest: die Grenzen der menschlichen Biologie durch technologische Optimierung zu erweitern.
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