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Budnianer Hilfe: 39.900 Euro für Ernährungsbildung in Kitas

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 10:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mit 39.900 Euro unterstützt die Budnianer Hilfe mehrjährige Gartenprojekte, während bundesweit weitere Initiativen Ernährungsbildung vermitteln.

Budnianer Hilfe fördert AckerRacker-Projekte in Hamburger Kitas
Ein sonniges Schul- oder Kita-Gartenbeet mit verschiedenen Gemüsepflanzen in einem gepflegten Außenbereich. Illustration mit AI erstellt.

Die Förderung der praktischen Ernährungsbildung gewinnt in deutschen Kindertagesstätten und Schulen zunehmend an Bedeutung. Ein aktuelles Beispiel für diese Entwicklung ist das Engagement der Budnianer Hilfe e. V., die drei weiteren Hamburger Kindertagesstätten die Teilnahme am sogenannten AckerRacker-Programm ermöglicht hat.

Im Rahmen dieser Initiative bearbeiteten rund 18 Kinder der Max-Traeger-Schule sowie Kinder der Kita Baumacker eigene Beete, pflegten Gemüsekulturen und ernteten Kartoffeln. Das Programm zielt darauf ab, Kindern ein tieferes Verständnis für die Herkunft und den Anbau von Lebensmitteln zu vermitteln.

Finanzierung und langfristige Begleitung der Ackerprojekte

Die finanzielle Grundlage für die Ausweitung des Programms wurde unter anderem durch eine Spendenaktion im Februar 2026 geschaffen. Kunden der Drogeriekette Budni hatten in diesem Zeitraum ihre Einkaufsbeträge aufgerundet, wodurch eine Summe von knapp 27.000 Euro zusammenkam. Insgesamt unterstützt die Budnianer Hilfe das AckerRacker-Programm mit einem Betrag von 39.900 Euro.

Die Förderung ist auf eine mehrjährige Begleitung der Einrichtungen ausgelegt, um die Gartenprojekte dauerhaft in den pädagogischen Alltag zu integrieren. Neben der Hamburger Initiative zeigen bundesweit zahlreiche Projekte ähnliche Ansätze.

In Adelsdorf berichtet die Kita Villa Regenbogen über ein Outdoor-Projekt, bei dem Kinder Tomaten, Gurken, Kartoffeln und verschiedene Beerenarten direkt neben der Einrichtung anbauen. Ergänzt wird die gärtnerische Arbeit dort durch ein Bienenvolk, an dem die Kinder unter Anleitung ökologische Zusammenhänge und die Honigproduktion beobachten können.

Stiftungsinitiativen und finanzielle Startlizenzen

Große Stiftungen prägen das Feld der Ernährungsbildung maßgeblich. Die Sarah Wiener Stiftung gab bekannt, mit ihren Programmen bereits mehr als 1,85 Millionen Kinder erreicht zu haben.

In Kooperation mit der Krankenkasse BARMER stellt die Initiative „Ich kann kochen!“ teilnehmenden Gruppen ein Startkapital von 500 Euro für den Einkauf von Lebensmitteln zur Verfügung. Weitere Programme wie „Essen entdecken!“ setzen auf Exkursionen zu landwirtschaftlichen Betrieben, Bäckereien oder Imkereien.

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Immer mehr Kitas zeigen, wie Ernährungsbildung im Alltag gelingt: Kinder pflegen eigene Beete, ernten Kartoffeln und lernen die Herkunft ihrer Lebensmittel kennen. Was fehlt, ist meist nicht die Idee, sondern das Budget und ein klarer Fahrplan. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen, welche Förderwege für Kita-Gartenprojekte infrage kommen und wie Sie ein Beet Schritt für Schritt mit Kindern anlegen. Kostenlosen Praxis-Leitfaden anfordern

Die Initiatorin Sarah Wiener plädiert in diesem Kontext für eine praxisnahe Wissensvermittlung und warnt vor aktuellen Ernährungstrends bei Jugendlichen, wie etwa dem Konsum hoch dosierter Energydrinks oder Proteinpulver. Auch regionale Projekte wie die „Hochschwarzwälder Schlemmerbande“ verzeichnen ein wachsenden Interesse.

Im Schuljahr 2026/27 nehmen dort 29 Kinder teil, wobei die Nachfrage das Angebot erstmals zur Bildung zweier Gruppen zwang. Das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt wird von sechs regionalen Köchen fachlich begleitet.

Praxisnahe Wissensvermittlung und Zertifizierungen

Über den reinen Anbau hinaus rücken verarbeitende Prozesse und hygienische Standards in den Fokus. So bietet das Landwirtschaftsamt Enzkreis für den 20. Oktober 2026 eine Fortbildung für pädagogische Fachkräfte an, die den sicheren Umgang mit Lebensmitteln und die Einbindung von Kindern in die Speisenzubereitung thematisiert.

Auf institutioneller Ebene führen Nachhaltigkeitskonzepte zunehmend zu offiziellen Zertifizierungen. Das Von der Leyen-Gymnasium in Blieskastel wurde im Rahmen seines 250-jährigen Bestehens als Biosphärenschule ausgezeichnet, während die HBLA Elmberg als erste Bundesschule den Status eines Bio-Austria-Gastropartners in Bronze erreichte.

Die dortige Schulküche ist seit Ende September 2025 biozertifiziert und verpflichtet sich zu einem Bio-Anteil von mindestens 30 Prozent bei den verwendeten Lebensmitteln.

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Sobald Kinder in der Kita mit Lebensmitteln hantieren, stellen sich Fachkräfte zwei Fragen: Wie halten wir Hygiene-Standards sicher ein — und wie beteiligen wir die Kleinen sinnvoll an der Speisenzubereitung? Unser kostenloser Leitfaden liefert Ihnen eine Checkliste für die Kinderküche und zeigt, wie Sie kleine Kinder hygienisch korrekt einbinden. Hygiene-Checkliste für die Kita-Küche sichern

Zusätzlich fördern kommunale Großprojekte die Vernetzung. In Neumarkt endete Ende September 2026 das Projekt „Bio-Coaching mit Öko-Lotta“ am Ohm Sustainability Campus, an dem rund 350 Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Dieses Vorhaben wurde durch Bundesmittel in Höhe von 110.000 Euro finanziert.

Auch im Bereich der MINT-Förderung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) finden ökologische Themen Einzug: Die MINT-Region Eifel Prüm erhielt für ein Streuobst-Projekt im Ganztagsangebot eine Auszeichnung und Fördermittel in Höhe von 5.000 Euro.

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