Build, Microsoft

Build 2026: Microsoft stellt autonome KI-Agenten vor

01.06.2026 - 15:30:15 | boerse-global.de

Microsoft präsentiert auf der Build 2026 neue KI-Agenten und Governance-Tools für autonome Arbeitsabläufe in Unternehmen.

Build 2026: Microsoft stellt autonome KI-Agenten vor - Bild: ĂĽber boerse-global.de
Build 2026: Microsoft stellt autonome KI-Agenten vor - Bild: ĂĽber boerse-global.de

Künstliche Intelligenz soll nicht länger nur Chat-Fragen beantworten, sondern eigenständig komplexe Arbeitsabläufe steuern. Mit Copilot Studio als zentraler Plattform will Microsoft die Verwaltung dieser digitalen Mitarbeiter revolutionieren. Die Weichen dafür stellt der Konzern auf der am Dienstag beginnenden Build 2026-Konferenz in San Francisco.

Agent 365: Neue Lizenzmodelle fĂĽr die KI-Governance

Bereits am 1. Mai 2026 führte Microsoft die Microsoft 365 E7 Frontier Suite ein. Für 92 Euro pro Nutzer und Monat erhalten Unternehmen mit Agent 365 ein spezielles Werkzeug, um KI-Agenten zu orchestrieren und zu kontrollieren. Die Lösung ermöglicht es, genau festzulegen, wie autonome Assistenten auf Unternehmensdaten und externe Systeme zugreifen dürfen.

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Die Nachfrage ist bereits jetzt hoch. Die Reply Group fungiert als erster Partner für Agent 365 und bietet Kunden eine Governance-Grundlage. Erste Implementierungen, etwa beim Telekommunikationsanbieter Lumen, zeigen hohe Nutzungsraten – Tausende Mitarbeiter wurden bereits auf der Plattform geschult.

Technische Neuerungen: Computer-Using Agents und KI-Kritik

Seit dem 13. Mai 2026 sind „Computer-Using Agents“ allgemein verfügbar. Diese Agenten können Software-Oberflächen wie ein menschlicher Nutzer bedienen – ein entscheidender Schritt hin zu vollautomatisierten Workflows.

Eine weitere Innovation: die „Critique“-Funktion, die Ende März 2026 eingeführt wurde. Hierbei prüft ein zweites KI-Modell – etwa Claude von Anthropic – die Ergebnisse des ersten Modells auf Richtigkeit. Forscher berichten von einer Steigerung der DRACO-Benchmark-Ergebnisse um 13,8 Prozent durch diese kollaborative Methode.

Die Sicherheit bleibt ein zentrales Thema. Eine Studie aus dem Jahr 2026 zeigt: Jedes dritte Unternehmen erlebte im vergangenen Jahr einen Sicherheitsvorfall mit KI-Agenten. Microsoft hatte bereits zu Jahresbeginn eine SicherheitslĂĽcke in Copilot Studio geschlossen.

Drittanbieter drängen in das Microsoft-Ökosystem

Die Integration schreitet rasant voran. Am heutigen Montag launchte Kore.ai seine Artemis Edition auf Microsoft Azure – mit einer speziellen Agent Blueprint Language (ABL) für Multi-Agenten-Systeme. Ebenfalls heute startete Workday seinen Sana Self-Service Agent in Hongkong, der HR- und Finanzaufgaben direkt über Microsoft 365 Copilot abwickelt.

Der Markt für KI-Agenten-Infrastruktur konsolidiert sich. Ende Mai 2026 übernahm Asana den Anbieter StackAI für rund 69 Millionen Euro, um seine No-Code-KI-Workflows zu stärken. Im gleichen Zeitraum einigte sich Palo Alto Networks auf die Übernahme von Portkey für geschätzte 110 bis 130 Millionen Euro – das Unternehmen liefert eine Sicherheits- und Beobachtungsebene für KI-Anwendungen in Unternehmen.

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Power Platform und Azure Fusion: Die nächste Stufe der Automatisierung

Die Verzahnung von Copilot Studio mit der bestehenden Power Platform bleibt ein zentraler Baustein. Während Power Automate weiterhin deterministische, logikbasierte Aufgaben übernimmt, kommt Copilot Studio zunehmend für KI-gestützte Entscheidungen zum Einsatz. Bereits in den kommenden Tagen sind Sessions geplant, die zeigen, wie E-Mail-Anfragen durch die Kombination von SharePoint-Wissen und KI-generierten Entwürfen automatisiert werden.

Auf der Build-Konferenz wird Microsoft voraussichtlich auch „Azure Fusion“ vorstellen – eine Plattform für das Multi-Cloud-Management über Azure, AWS und Google Cloud hinweg. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Die Botschaft ist klar: Autonome Agenten sollen künftig nahtlos über unterschiedlichste Software-Ökosysteme und Cloud-Infrastrukturen hinweg operieren können.

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