Butter-CO2: 9 Kilogramm Emissionen, Margarine nur 1,7 kg
04.06.2026 - 02:21:22 | boerse-global.deDas zeigt eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu). Demnach liegt der CO2-Fußabdruck von konventioneller Butter bei 9,0 Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Kilogramm. Zum Vergleich: Vollfett-Margarine kommt auf 2,8 kg, Halbfett-Margarine sogar nur auf 1,7 kg.
Die CO2-Bilanz im Detail
Zwischen diesen Extremen liegen Mischstreichfette mit Werten zwischen 6,6 und 7,2 kg CO2e/kg. Butter light schneidet mit 5,1 kg CO2e/kg immerhin besser ab als das Original. Der Grund für die schlechte Ökobilanz der Butter liegt auf der Hand: Für 250 Gramm Butter werden etwa fünf Liter Milch benötigt.
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Die Milchwirtschaft selbst ist der Hauptverursacher. Das Umweltbundesamt nennt mehrere Faktoren: den hohen Futtermittelbedarf, Methan-Emissionen aus der Rinderverdauung und die Belastung durch Gülle. Auch Antibiotika-Einsatz und Haltungsbedingungen fließen in die Bewertung ein.
Margarine ist nicht automatisch besser
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestätigt: Margarine ist meist die ökologisch bessere Wahl. Aber es gibt einen Haken. Der Einsatz von Palmöl wird mit der Rodung von Regenwäldern für Monokulturen in Verbindung gebracht.
Experten raten daher zu Produkten mit dem RSPO-Siegel in den Varianten „Segregated" (SG) oder „Identity Preserved" (IP). Noch besser: Bio-Ware, denn hier wird auf chemisch-synthetische Pestizide verzichtet.
Trend zu Bio-Milchprodukten trotz Klimakritik
Die Nachfrage nach Bio-Milchprodukten bleibt stabil. Laut Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) stieg der Absatz 2025 um 6,7 Prozent. Auch 2026 legte Bio-Trinkmilch um 1,9 Prozent zu – während konventionelle Milch 3,6 Prozent verlor.
Doch die Branche steht unter Druck: Fast 400 Bio-Betriebe mit Rinderhaltung gaben 2025 auf.
Neue Kennzeichnungsregeln ab Juni
Für Verbraucher ändert sich Mitte Juni etwas. Am 14. Juni 2026 tritt die neue Milchproduktqualitätsverordnung (MilchPQV) in Kraft. Begriffe wie „laktosefrei" oder „frisch" werden strenger definiert.
Ein Produkt darf nur als laktosefrei gelten, wenn es weniger als 0,1 Gramm Laktose pro 100 Gramm enthält. „Frisch" ist künftig nur, was nicht stark wärmebehandelt wurde und maximal drei Wochen bei acht Grad haltbar ist.
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So sparst du CO2 beim Kochen
Butter lässt sich oft ersetzen. Beim Backen von Rührteigen: 100 Gramm Butter durch etwa 80 Gramm Pflanzenöl ersetzen. Halbfettbutter ist meist 1:1 austauschbar. Für Mürbeteige empfehlen Experten vegane Margarine.
Beim Braten hat Pflanzenmargarine einen weiteren Vorteil: Sie spritzt weniger als wasserhaltigere Fette. Wer auf das Butteraroma nicht verzichten will, kann auf Butterschmalz zurückgreifen – sollte aber dessen hohe CO2-Intensität bedenken.
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