Cancer-related Fatigue: FOREST-Studie vergleicht Wald, VR und Fantasiereise
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 14:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die anhaltende Erschöpfung nach einer überstandenen Tumortherapie, in der Medizin als Cancer-related Fatigue (CrF) bezeichnet, stellt für viele Betroffene eine erhebliche Belastung im Alltag dar.
Das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) widmet sich diesem Phänomen mit einem naturheilkundlichen Forschungsansatz: Die multizentrische FOREST-Studie untersucht, in welchem Maße angeleitetes Waldbaden die ausgeprägte Erschöpfungssymptomatik mindern kann.
Wie das UKW in einem Bericht vom 14. Oktober 2026 darlegte, sollen die Mechanismen und Effekte des Aufenthalts in der Natur systematisch analysiert werden.
Multizentrisches Netzwerk und Förderung der Forschungsarbeit
Das wissenschaftliche Vorhaben ist standortübergreifend konzipiert. Neben dem Universitätsklinikum Würzburg sind Kooperationspartner an Einrichtungen in Stuttgart sowie Tübingen an der Durchführung beteiligt. Finanziell unterstützt und gefördert wird das Gesamtprojekt von der Carstens-Stiftung.
Im Mittelpunkt des Interesses steht die Frage, ob gezielte Naturerfahrungen eine wirksame komplementärmedizinische Ergänzung zur konventionellen Nachsorge bieten. Die Cancer-related Fatigue betrifft zahlreiche Rekonvaleszenten oft über Monate oder gar Jahre hinweg, weshalb ein Bedarf an evidenzbasierten und nebenwirkungsarmen Entlastungsmöglichkeiten besteht.
Methodischer Aufbau: Drei Interventionsgruppen im Vergleich
Um die Wirksamkeit des Naturerlebens isoliert betrachten zu können, arbeitet die FOREST-Studie mit drei klar differenzierten Versuchsarmen. Eine Gruppe absolviert klassisches Waldbaden vor Ort im Gramschatzer Wald.
Wer nach einer überstandenen Krebstherapie unter anhaltender Erschöpfung leidet, findet in der Naturforschung einen nebenwirkungsarmen Ansatz. Ein kostenloser Überblick ordnet die Studienarme — Waldbaden vor Ort, VR-Natur und Fantasiereise — verständlich ein. Jetzt kostenlosen Überblick zur Fatigue-Forschung anfordern
Eine zweite Interventionsgruppe greift auf 360-Grad-VR-Waldaufnahmen zurück, um zu prüfen, ob auch rein visuelle und auditive Naturreize über Virtual-Reality-Brillen lindernde Effekte erzielen. Die dritte Gruppe nimmt als Vergleichsbasis an einer angeleiteten Fantasiereise teil.
Der eigentliche Interventionszeitraum erstreckt sich über 8 Wochen. In dieser Zeit durchlaufen die Teilnehmenden eine Einheit pro Woche, die jeweils etwa 1 Stunde umfasst, zuzüglich der anfallenden Anfahrtszeit bei der Präsenzgruppe im Wald. Um mittel- und längerfristige Auswirkungen auf den Erschöpfungszustand zu erfassen, beläuft sich die Gesamtdauer der wissenschaftlichen Begleitung im Rahmen der Studie auf 16 Wochen.
Kriterien für Teilnehmende und Kontaktaufnahme
Für die Durchführung der Untersuchung werden volljährige Personen gesucht. Teilnahmeberechtigt sind Interessierte ab einem Alter von 18 Jahren, die infolge einer abgeschlossenen Krebsbehandlung unter anhaltender Erschöpfung leiden. Eine aktuell laufende antihormonelle Therapie ist dabei ausdrücklich kein Ausschlusskriterium für die Registrierung.
Viele Betroffene fragen sich, ob Naturerleben gegen Fatigue wirklich mehr als ein gutes Gefühl ist. Der kostenlose Evidenz-Check zeigt, welche komplementären Methoden untersucht werden — und wo die Studienlage noch offen ist. Evidenz-Check jetzt kostenlos anfordern
Betroffene, die an einer Mitwirkung im Rahmen des Programms interessiert sind, können sich direkt an die Studienkoordination des Universitätsklinikums Würzburg wenden. Das UKW stellt hierfür den Kontakt über die Telefonnummer 0931 201 35350 sowie über die E-Mail-Adresse KOI-studien_CCC@ukw.de zur Verfügung.
