Cannstatter Volksfest: Zwei 21-JĂ€hrige nach iPhone-Diebstahl vor Haftrichter
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 22:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am Sonntagabend ist es am Rande des Cannstatter Volksfests in Stuttgart zu einem gezielten Smartphone-Diebstahl gekommen. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft Stuttgart entwendeten zwei 21-jĂ€hrige MĂ€nner mit algerischer Staatsangehörigkeit gegen 19.30 Uhr an einer Sicherheitskontrolle in der KegelenstraĂe oberhalb der UnterfĂŒhrung am WasengelĂ€nde das Apple-Smartphone einer 27-JĂ€hrigen.
Die TÀter nutzten eine offenstehende UmhÀngetasche des Opfers aus: WÀhrend einer der MÀnner nach dem iPhone griff, schirmte ihn der Begleiter gegen Blicke ab.
Das Duo flĂŒchtete anschlieĂend in Richtung König-Karls-BrĂŒcke. Der Sicherheitsdienst des Cannstatter Volksfests nahm umgehend die Verfolgung auf, wobei eines der Telefone weggeworfen wurde. Beide TatverdĂ€chtigen konnten gestellt, vorlĂ€ufig festgenommen und der Stuttgarter Polizei ĂŒbergeben werden. Laut einem Bericht vom 5. Oktober 2026 wurden die beiden 21-JĂ€hrigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einem Haftrichter vorgefĂŒhrt.
Ăhnliche VorfĂ€lle auf GroĂveranstaltungen und im Nahverkehr
Der Vorfall auf dem Wasen reiht sich in mehrere Diebstahlsdelikte ein, die die Ermittlungsbehörden am selben Wochenende registrierten. Beim MĂŒnchner Oktoberfest meldete sich am Sonntag gegen 19.30 Uhr eine 26-jĂ€hrige Besucherin aus Irland bei den Beamten, nachdem ihre Handtasche samt Mobiltelefon in Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt entwendet worden war.
Nach Angaben des PolizeiprĂ€sidiums MĂŒnchen orteten Ermittler das Smartphone ĂŒber dessen Standortfunktion in einer Trambahn. Die Handtasche wurde bei einem 28-jĂ€hrigen TatverdĂ€chtigen aus Sierra Leone sichergestellt. Der Mann kam zur Wiesnwache, wo FingerabdrĂŒcke und Lichtbilder erfasst wurden, ehe er wieder entlassen wurde. Die Ermittlungen hat die MĂŒnchner Polizeiinspektion 17 ĂŒbernommen.
Auch im Regionalverkehr kam es zu Entwendungen. Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Erfurt stahl ein unbekannter TĂ€ter am Sonntagabend im Zug zwischen Jena-Göschwitz und Kahla das Samsung-Smartphone einer 59-jĂ€hrigen Bulgarin, in dessen HĂŒlle sich auch Ausweise und persönliche Karten befanden. Die Bundespolizei nutzt zur weiteren AufklĂ€rung Videoaufzeichnungen aus der Bahn.
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In Augsburg meldete die Polizeiinspektion Augsburg SĂŒd zudem einen Fall vom Freitagabend, dem 2. Oktober 2026: In der JakoberwallstraĂe verwickelten drei Personen eine 42-jĂ€hrige Frau mit Kinderwagen gegen 19.45 Uhr in ein GesprĂ€ch und stahlen ihre Handtasche. Der Beuteschaden liegt dort im mittleren vierstelligen Bereich.
Bundesweite Schwerpunktaktionen zur DiebstahlprÀvention
Die HĂ€ufung der Taten fĂ€llt zeitlich mit umfassenden AufklĂ€rungsmaĂnahmen der Sicherheitsbehörden zusammen. Vom 5. bis zum 9. Oktober 2026 richtet die Bundespolizei eine bundesweite PrĂ€ventionswoche aus, die Reisende auf Bahnhöfen und im Zugverkehr gegen Taschen- und HandgepĂ€ckdiebstahl sensibilisieren soll.
In Berlin und Brandenburg beteiligen sich die Landespolizeien gemeinsam mit der Bundespolizei an einer bis zum 9. Oktober laufenden Kampagne, deren Auftakt in den Bahnhofspassagen Potsdam stattfand.
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Die Beamten warnen davor, dass Kriminelle in GedrĂ€ngesituationen wie Einlassbereichen, an Bahnhöfen oder in SupermĂ€rkten gezielte Ablenkungen wie Anrempeln oder scheinbar harmlose Fragen nutzen. Die Polizei Berlin empfiehlt, WertgegenstĂ€nde stets körpernah in geschlossenen Taschen zu transportieren und ReiĂverschlĂŒsse zusĂ€tzlich mit Karabinern zu sichern.
Weitere regionale Behörden beteiligen sich an den Aktionen: Im MÀrkischen Kreis bietet die Polizei am Mittwoch, 7. Oktober 2026, neben Aktionen im öffentlichen Raum auch eine Telefonberatung an.
In Nordrhein-Westfalen zeigte sich die Entwicklung der Fallzahlen zuletzt rĂŒcklĂ€ufig: Nach Angaben der Polizei NRW sank die Zahl der registrierten TaschendiebstĂ€hle im Jahr 2025 auf 35.337 FĂ€lle, nach 39.757 Taten im Jahr 2024.
