ChatGPT-Phishing: KI-Chatbot erstmals in Top-10-Ziele aufgestiegen
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 17:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der KI-Chatbot ChatGPT ist erstmals in die Liste der am häufigsten nachgeahmten Marken bei Phishing-Angriffen aufgerückt. Das zeigt der aktuelle Brand Phishing Report von Check Point für das zweite Quartal 2026. Die Technologiebranche bleibt demnach das Hauptziel von Cyberkriminellen, die an sensible Nutzerdaten gelangen wollen.
ChatGPT auf Platz zehn
Im zweiten Quartal 2026 belegte ChatGPT den zehnten Platz der am meisten imitierten Marken – mit einem Anteil von 1,1 Prozent aller Marken-Phishing-Versuche. Besonders im Juni entdeckten die Forscher eine konkrete Kampagne, die mit gefälschten Rechnungs-E-Mails operierte.
Die Masche: Opfer erhielten Nachrichten, dass eine Zahlung für ChatGPT Plus fehlgeschlagen sei. Die E-Mails sollten die Empfänger dazu bringen, ihre Kreditkartendaten auf einer betrügerischen Webseite preiszugeben. Kein Wunder also: Die wachsende Beliebtheit von KI-Werkzeugen macht Plattformen wie ChatGPT zu einem immer attraktiveren Ziel für Angreifer.
Microsoft und LinkedIn dominieren
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Trotz des neuen Ziels führt Microsoft die Rangliste weiterhin mit großem Abstand an. Der Konzern war an 22,6 Prozent aller Marken-Phishing-Versuche im zweiten Quartal beteiligt. Dahinter folgen die Social-Media- und Tech-Giganten: LinkedIn auf Platz zwei mit 11,6 Prozent, Google auf Platz drei mit 6,7 Prozent.
Die Top fünf – zu denen auch Apple (5,8 Prozent) und Amazon (5,2 Prozent) zählen – vereinten mehr als die Hälfte aller beobachteten Phishing-Versuche auf sich. Die weiteren Plätze der Top Ten:
- Adobe: 3,8 Prozent
- Facebook: 1,9 Prozent
- WhatsApp: 1,4 Prozent
- PayPal: 1,3 Prozent
Tech-Branche bleibt Hauptziel
Der Technologiesektor bleibt weltweit das am stärksten betroffene Segment. Die Angreifer nutzen gezielt das Vertrauen aus, das Nutzer in wichtige Produktivitäts- und Kommunikationswerkzeuge setzen. Indem sie bekannte Dienstanbieter imitieren, versuchen sie, Sicherheitsinstinkte zu umgehen und Zugangsdaten oder Finanzinformationen zu stehlen.
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Die Strategie: realistisch wirkende E-Mails und Landingpages, die das Branding und den Ton der offiziellen Unternehmen nachahmen. Der Aufstieg von ChatGPT in die Top Ten markiert einen Wandel in der Phishing-Landschaft. Er zeigt, wie schnell sich Cyberkriminelle an aktuelle Technologietrends und das Nutzerverhalten anpassen.
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