ChatGPT-Sicherheit: Lockdown-Modus erreicht Free, Go, Plus, Pro und Business
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 09:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
OpenAI weitet eine zentrale Sicherheitsfunktion auf breiterer Ebene aus und stellt den sogenannten Lockdown-Modus schrittweise für sämtliche ChatGPT-Abonnementstufen bereit.
Wie das IT-Portal newsbytesapp.com am 7. Oktober 2026 berichtete, steht die Schutzoption künftig nicht mehr nur exklusiven Unternehmensplänen zur Verfügung, sondern wird auch für die Tarife Free, Go, Plus, Pro und Business ausgerollt. Zuvor war das Sicherheitsfeature auf Kunden in den Kategorien Enterprise, Edu, Healthcare sowie für Lehrkräfte beschränkt.
Schutz vor Prompt-Injektionen und Datenabflüssen
Der Lockdown-Modus verfolgt das Ziel, sensible Anwenderdaten vor potenziellen Manipulationen und Cyberangriffen abzuschirmen. Im Fokus stehen dabei insbesondere sogenannte Prompt-Injection-Angriffe, bei denen externe oder manipulierte Eingaben versuchen, die Steuerungsmechanismen des Sprachmodells zu unterwandern.
Um derartige Risiken und daraus resultierende Datenlecks abzuwehren, greift das System drastisch in die Kommunikationswege ein: Bei aktiviertem Modus werden ausgehende Netzwerkanfragen stark begrenzt und potenziell riskante Interaktionen präventiv unterbunden.
Aktivieren lässt sich die Sicherheitsbarriere direkt in den Profileinstellungen der Nutzeroberfläche über den Pfad Einstellungen, Sicherheit und anschließend Advanced Security.
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Funktionale Einschränkungen zugunsten höherer IT-Sicherheit
Die Aktivierung der restriktiven Sicherheitsumgebung bringt spürbare Beschränkungen im alltäglichen Nutzungsumfang mit sich. Um das Risiko unkontrollierter Datenübertragungen nach außen zu minimieren, werden zahlreiche Schnittstellen und Echtzeit-Werkzeuge vorübergehend abgeschaltet.
Dem Bericht zufolge stehen bei eingeschaltetem Modus unter anderem die Live-Websuche, Online-Bilder, Deep Research sowie der Agent-Modus nicht zur Verfügung. Ebenfalls blockiert sind der Netzwerkzugriff innerhalb des Arbeitsbereichs Canvas sowie das Herunterladen von Dateien.
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Gleichzeitig bleiben grundlegende Arbeitsabläufe erhalten, die nach Sicherheitskriterien als unkritischer eingestuft werden. Nutzer können weiterhin eigene Dateien hochladen und die integrierte Bilderstellung anweisen.
Zudem bleiben zwischengespeicherte Inhalte für Anwender zugänglich, sodass laufende Arbeitsschritte trotz der reduzierten Netzwerkkommunikation nicht vollständig unterbrochen werden müssen.
Mit der schrittweisen Freischaltung reagiert das Unternehmen auf gestiegene Sicherheitsbedürfnisse und bringt Vorkehrungen, die vormals Großkunden und Bildungsträgern vorbehalten waren, in sämtliche Nutzerkonten.
