ChatGPT-Sperre, OpenAI

ChatGPT-Sperre: OpenAI schĂŒtzt einzelne Chats mit vierstelliger PIN

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 22:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gesperrte Chats bleiben erhalten, erhalten ein eigenes GedĂ€chtnis und werden beim ZurĂŒcksetzen der PIN unwiderruflich gelöscht.
Ein antikes Messingschloss auf einer dunklen HolzoberflÀche in einem schlichten, professionellen Umfeld. Illustration mit AI erstellt.

Der KI-Entwickler OpenAI erweitert seinen Chatbot ChatGPT um eine zusĂ€tzliche Schutzebene fĂŒr vertrauliche Konversationen. Mit der EinfĂŒhrung von gesperrten Unterhaltungen können Nutzer einzelne Chat-Sitzungen mit einer vierstelligen Konto-PIN sichern, wie aus Berichten von Branchenmedien und Unternehmensangaben vom 20. Oktober 2026 hervorgeht. Die Neuerung soll verhindern, dass sensible Inhalte bei gemeinsamer GerĂ€tenutzung oder flĂŒchtigen Blicken Dritter direkt einsehbar sind.

Getrennter Bereich und biometrische Entsperrung

Sobald eine Konversation als gesperrt markiert wird, verschwindet sie vollstÀndig aus dem regulÀren Verlauf, den angehefteten Elementen sowie aus der Suchfunktion. Stattdessen werden diese Unterhaltungen in einem separaten Bereich innerhalb des Projektbereichs unter den gesperrten Chats abgelegt. Im Gegensatz zu temporÀren Konversationen bleiben die gesperrten Chats jedoch dauerhaft erhalten und lassen sich jederzeit erneut öffnen.

Auf mobilen EndgerĂ€ten mĂŒssen Anwender nicht zwingend jedes Mal die vierstellige Zahlenkombination eingeben: Die Entsperrung ist dort alternativ auch ĂŒber biometrische Verfahren wie Face ID und Touch ID oder ĂŒber die regulĂ€re GerĂ€teentsperrung möglich.

Aus SicherheitsgrĂŒnden schließt sich der Zugriff automatisch, wenn die Web-Anwendung im Browser aktualisiert oder der Tab geschlossen wird. Auf Smartphones und Tablets wird der Bereich gesperrt, sobald die Anwendung in den Hintergrund wechselt oder fĂŒr eine Minute inaktiv bleibt.

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Grenzen beim Datenschutz und getrennter Speicher

Trotz der zusĂ€tzlichen Zugriffskontrolle betont der Anbieter funktionale Grenzen der Neuerung. Die Funktion beinhaltet keine Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung und richtet keinen gesonderten Datentresor ein. Auch an den allgemeinen Aufbewahrungsfristen von OpenAI sowie an den Einstellungen zur Verwendung von Nutzerdaten fĂŒr das Modelltraining Ă€ndert sich durch die Sperre nichts.

Auswirkungen gibt es hingegen auf die Personalisierung: Ist die Speicherfunktion der Plattform aktiv, erhalten gesperrte Chats ein eigenstĂ€ndiges GedĂ€chtnis. Informationen, die in einer gesperrten Sitzung geteilt werden, fließen nicht in das regulĂ€re ProfilgedĂ€chtnis außerhalb dieses Bereichs ein.

Nutzer mĂŒssen zudem beim Umgang mit dem PIN-Code vorsichtig sein. Wird der Zugangscode zurĂŒckgesetzt, löscht das System sĂ€mtliche gesperrten Unterhaltungen sowie alle dort hinterlegten Dateien und gesonderten Erinnerungen unwiderruflich.

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VerfĂŒgbarkeit und technische EinschrĂ€nkungen

Die Neuerung wird ĂŒber eine breite Palette an Kontostufen ausgerollt. Sie steht Abonnenten und Nutzern der Tarife Free, Go, Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu zur VerfĂŒgung. Ausgenommen von der Bereitstellung ist das Angebot fĂŒr das Gesundheitswesen.

Auf Desktop-Systemen setzt die Funktion die Installation der neueren Desktop-Anwendungen fĂŒr macOS oder Windows voraus. Zudem lassen sich nicht alle Konversationstypen sperren.

Ausgeschlossen von der Absicherung sind temporĂ€re Unterhaltungen, archivierte Dialoge, Gruppenunterhaltungen sowie Chats, die ĂŒber geteilte Links erstellt wurden. Auch Konversationen mit geplanten Aufgaben, Besprechungsaufzeichnungen, Codex-Chats sowie lokale Arbeits-Chats können nicht gesperrt werden.

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