Chem-X zu Gast bei DAW: Startschuss für den ersten Digitalen Materialpass für Chemikalien
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 14:35 Uhr | pressetext, AD HOC NEWSOber-Ramstadt - Die Entwicklung Digitaler Materialpässe (DMP) für die Chemiebranche nimmt weiter Fahrt auf. Vom 30. September bis 2. Oktober kamen bei DAW mehr als 50 Vertreterinnen und Vertreter der Chem-X-Partnerunternehmen zusammen. Im Mittelpunkt des Chem-X-Projekts steht die Entwicklung eines einheitlichen Datenmodells für den Digitalen Materialpass (DMP), über den Rohstoffdaten künftig in digitaler Form bereitgestellt werden können. Dies wiederum erleichtert es Bauzulieferunternehmen wie DAW künftig Digitale Produktpässe (DPPs) zu erstellen. DPPs machen Produkt- und Nachhaltigkeitsdaten wie den CO?-Fußabdruck oder den Anteil recycelter Rohstoffe transparent verfügbar. Darüber hinaus ermöglichen sie eine effiziente Einbindung dieser Produktdaten zu Qualität und Nachhaltigkeit in digitale Planungsprozesse wie das Building Information Modeling (BIM).
"Mit Chem-X schaffen wir erstmals die Grundlage für einen einheitlichen Austausch von Rohstoffdaten entlang der chemischen Wertschöpfungskette. Für uns als Hersteller von Farben und Bauprodukten ist das von besonderer Bedeutung, weil wir die Anforderungen unserer Kunden aus der Bauwirtschaft kennen. Künftig werden Hersteller deutlich mehr Produktinformationen digital bereitstellen müssen. Der Digitale Produktpass wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Durch unsere Mitarbeit in Chem-X können wir diese Datenmodelle aktiv mitgestalten und mit Hilfe des DPP unseren Kunden relevante Nachhaltigkeitsdaten einfach zugänglich machen", betont Dr. Jörg Leuninger, Chief Innovation Officer der DAW SE.
Die Initiative Chem-X wird vom Deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit Next Level EU-Geldern gefördert und vereint die namhaften Partner BASF, Catena-X, coad, Cofinity-X, Covestro, Evonik, Henkel, Merck, SAP, Siemens, Spherity, Together for Sustainability (TfS) AiBSL, WACKER, Sika und DAW.
DAW bringt die Perspektive der Baubranche ein
Als Partner aus der Baubranche vertritt DAW im Chem-X-Konsortium die Perspektive der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Dadurch fließen die Anforderungen des Marktes unmittelbar in die Entwicklung der Datenmodelle ein. Das Unternehmen entwickelt konkrete Anwendungsfälle, mit denen sich die spätere Nutzung Digitaler Produktpässe im Bausektor erproben lässt. Bereits auf der Hannover Messe 2026 hatte DAW mit dem Use Case "CHEM2PAINT" gezeigt, wie Rohstoffdaten für einen Digitalen Produktpass für Farben genutzt werden können. Dabei werden Informationen für Planer, Verarbeiter und Gebäudeeigentümer transparent für Menschen lesbar und zur automatischen Übertragung in digitalem Format zur Verfügung gestellt.
"Die vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, wie viel sich erreichen lässt, wenn Unternehmen entlang einer Wertschöpfungskette gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Das große Engagement und das breite Know-how aller Partner im Chem-X-Konsortium haben wesentlich zum Projekterfolg beigetragen. Unser Anspruch war von Beginn an, Lösungen zu entwickeln, die sich nicht nur technisch umsetzen lassen, sondern in der industriellen Praxis tatsächlich funktionieren und einen Mehrwert liefern", sagt Dr. Nicole Borho, Managerin Portfolio Sustainability, DAW SE.
Praxisnahe Erprobung des Digitalen Material Passes
Im Mittelpunkt des Treffens in Ober-Ramstadt stand die Finalisierung eines ersten gemeinsamen Datenmodells für den Digitalen Materialpass Version 1.0 sowie die praktische Erprobung künftiger Prozesse für den unternehmensübergreifenden Austausch von Daten. Das Projekt Chem-X läuft noch bis Ende November 2026. Ziel ist es eine Grundlage für interoperable Datenräume für den standardisierten Austausch von Materialdaten entlang der chemischen Wertschöpfungskette zu schaffen. Ab 2027 können die Open-source-basierten Datenmodelle dann von einer breiten Zahl Wirtschaftsakteuren in der Praxis genutzt werden.
Weitere Informationen unter: http://www.daw.de, http://www.chem-x.de
(Ende)
Aussender: DAW SE Ansprechpartner: Dr. Matthias Eder Tel.: +49 6154 71-70 422 E-Mail: presse@daw.de Website: www.daw.de
